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Nach Kirch-Insolvenz: Wie geht es weiter mit "Star Trek" im TV?

 
Dienstag, 9. April 2002 - 9:36 Uhr

  
Nachdem KirchMedia gestern Insolvenz beantragte, bleibt nun die Frage, wie es mit "Star Trek" im TV weiter geht.

(Deutschland - ProSiebenSat.1 Media AG) Wie vielerorts berichtet, reichte gestern die KirchMedia, ein Teil der KirchGruppe, Insolvenz beim Amtsgericht in München ein. Spekulationen gab es um die Sparte KirchPayTV, die bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Insolvenz angemeldet hat. Wir wollen (vorläufig) die Frage klären, wie es nun, vor allem mit "Star Trek", im TV weitergeht.

Zunächst einmal zum Free-TV: Die ProSiebenSat.1 Media AG, also die Sender ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und N24, gehören mit über 50% Beteiligung auch zur KirchMedia. Nach der Insolvenz dieser Kirch-Sparte ist natürlich die Frage groß, wie es jetzt mit den TV-Sendern weiter geht. Dazu nahm der Vorstandsvorsitzende Urs Rohner gestern Stellung: "Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bei der KirchMedia würde die ProSiebenSat.1-Gruppe und ihre vier Sender Sat.1, ProSieben, Kabel 1 und N24 nicht direkt betreffen. Wir wären auch nicht Teil eines solchen Verfahrens. Die ProSiebenSat.1 Media AG ist eigenständig und unabhängig von der KirchGruppe finanziert und seit langem ein profitables Unternehmen."

Das bedeutet konkrekt: Die großen Free-TV-Sender sind von der Kirch-Insolvenz nicht direkt betroffen. Es wird deshalb auch, so sieht es im Moment aus, keine großen Veränderungen für die Zuschauer geben, da das Unternehmen eigenständig ist. Das heißt, auch für "Star Trek" in Sat.1 kann es so weitergehen wie bisher. Hier also vorerst Entwarnung. Probleme könnte es jedoch damit geben, neue Serien und Filmrechte zu erwerben, weil dazu, durch den Wegfall der KirchMedia, die finanziellen Mittel fehlen. Dies könnte auch bei Sat.1 zu weiteren Verzögerungen der Ausstrahlung von "Enterprise" führen.

Anders sieht es da z.B. für DSF oder die Lokalsender in München, Hamburg oder Berlin aus. Diese werden der Insolvenz vermutlich zum Opfer fallen und hier wird es auch aller Voraussicht nach Kündigungen geben.

Offen ist im Moment noch die Zukunft des Pay-TV, also Premiere. Nachdem gestern bereits verkündet wurde, dass Premiere ebenfalls Insolvenz angemeldet hat, wurde dies von einer Firmensprecherin wieder schnell dementiert. Für Premiere wird sich aber wohl ein neuer Investor finden müssen, damit sich das Bezahlfernsehen weiter in Deutschland halten kann. Bis zum Sommer ist aber auch hier erst einmal alles gesichert.

Hier wären Auswirkungen auf die Verhandlungen um die neue "Star Trek"-Serie "Enterprise" durchaus denkbar, da die Rechtesicherung ja auch Kosten verursacht.

Warten wir jedoch die nächsten Wochen ab. Dann werden wir genaueres wissen. Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

(Redakteur: Alexander Dennebaum)

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