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Donnerstag, 25. April 2002 - 20:43 Uhr
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 "Enterprise"-Quoten | | Mit "Detained" kehrte "Enterprise" aus einer zweiwöchigen Wiederholungsphase zurück und verbuchte zugleich das schlechteste Overnight-Rating der bisherigen ersten Staffel.
(USA - mediaweek.com) Mittlerweile dürfte es klar und deutlich sein, dass die Sendepolitik des US-Senders UPN die junge "Star Trek"-Serie in den Ruin gestürzt hat. Mit einem chaotischen Programm, bestehend aus Wiederholungen nach einer Erstausstrahlungs-Episode und wieder Wiederholungen, wurden Quotenanstiege im Keim erstickt und jegliches Potenzial von "Enterprise" vernichtet.
Die Quittung bekam der Sender auch diese Woche mit der Erstausstrahlungs-Episode "Detained", welche trotz des berühmten Gaststars Dean Stockwell das schlechteste Overnight-Rating der bisherigen ersten Staffel verbuchte: Magere 4.6 bei 7% Marktanteil. Dies ist insofern bedauerlich, als dass von den anderen Konkurrenz-Serien nur Wiederholungen ausgestrahlt wurden.
"Enterprise" landete mit diesem Ergebnis auf einem gewohnten vierten Platz im 20Uhr-Sendesektor - vor den Sendern FOX und WB, die sich mit ihren Serien "That'80s Show", "Grounded For Life" und "Dawson's Creek" ebenfalls einen Reinfall leisteten.
Sieger des gesamten Abends war "Law & Order" auf dem Sender NBC mit einem heftigen Overnight-Rating von 14.3 bei 22% Marktanteil.
Fazit:
"Enterprise" ist gänzlich falsch gelandet. Mag sein, dass die Serie sogar mit diesen miserablen Einschaltquoten auf dem unbeliebten und angeschlagenen Sender UPN ein paar Jahre laufen kann, aber zu einer großen Popularität reicht es auf diese Weise niemals. Wenn UPN weiterhin so chaotisch und völlig unüberlegt mit der neuen "Star Trek"-Serie umgeht, werden die Einschaltquoten ein Niveau erreichen, welches, verglichen mit denen anderer "Star Trek"-Serien, eine Blamage und Katastrophe darstellt. Da nützt wirklich nicht viel, dass die letzten Episoden der ersten Staffel ohne Wiederholungen bis zum Finale "Shockwave" ausgestrahlt werden. Das Quoten-Potenzial wurde längst verschenkt, die Stammzuschauer vergrault.
Es ist wichtig, in der ersten Staffel eine möglichst durchplante Sendepolitik anzuwenden, da die erste Staffel maßgebend ist für folgende - in Bezug auf Einschaltquoten. Die vergraulten Zuschauer werden mit Sicherheit nicht mehr bei "Enterprise" wieder einschalten, weshalb man ab sofort an auch keine großartigen Quoten mehr erwarten sollte - hier hilft nur hoffen. Damit hat der Sender UPN auf denkbar ungünstigste Art und Weise die neue "Star Trek"-Serie präsentiert - schlechter geht es nimmer mehr.
Trend: Da nächste Woche bis zum Ende Erstausstrahlungs-Episoden anstehen, sollten die Einschaltquoten wieder ansteigen - doch Wunder sollten hier nicht erhofft werden.
Spätestens mit der Episode "Detained" kann man sagen, dass "Enterprise" quotentechnisch nur noch dümpelt. Weit entfernt vom Tod, aber nicht zu weit...
Wir werden sehen, ob diese Serie jemals sieben volle Staffeln laufen wird - wie es andere "Star Trek"-Serien taten...
(Redakteur: Lin Xiang)
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