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Wissenschaft heute: Erste künstliche Hornhaut

 
Sonntag, 28. April 2002 - 17:30 Uhr

  
Erste flexible, künstliche Hornhaut. Australischen Froschern ist es angeblich gelungen, eine künstliche Hornhaut herzustellen, die bei 41 Patienten einen Erfolg von ca. 80% aufweiste.

(Deutschland - wissenschaft.de) Die Forscher des "Lions Eye Institutes" haben dieses winzige Plättchen aus weichem Plastik entwickelt, um im Falle einer erkrankten oder beschädigten Hornhaut ihre künstliche als Ersatz zu implantieren.

Die künstliche Hornhaut ist vor allem dazu gedacht, Patienten, bei denen eine Hornhauttransplantation negativ verlief, helfen zu können.
"Bestehende synthetische Materialien sind starr. Dadurch erhöht sich das Risiko einer Augeninfektion", so die Forscher.

Im Aussehen gleicht die Hornhaut, welche aus biokompatiblem Material besteht, einer weichen Kontaktlinse. "Die Implantation erfolgt in einem Schritt und nicht wie bisher in mehreren Abschnitten", erklärte die Augenexpertin.

Bisher ist jedoch nicht geklärt, wann die künstliche Hornhaut namens "Chirila Kpro" auf den Markt kommt.

Das Institut, welches bereits seit mehr als sieben Jahren an einer Entwicklung synthetischer Cornea arbeitet, sieht diese künstliche Hornhaut als einen Durchbruch in der 200 Jahre langen Suche nach einer künstlichen Hornhaut.

Dabei reicht die Materialienliste von Glas, Silicon, Teflon bis hin zu menschlichen Zähnen.

Jedes Jahr werden rund 100.000 Implantationen durchgeführt. Insgesamt leiden etwa zehn Millionen Menschen an der Erblindung durch eine Schädigung der Hornhaut.

(Redakteur: Bastian Knebel)

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