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Sonntag, 28. April 2002 - 17:31 Uhr
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 Die Milchstraße | | Zwei Studien, die sich vollkommen verschiedenen Methoden bedienten, sind zu ein und dem gleichen Ergebnis gekommen: Das Universum ist zwischen 13 und 14 Milliarden Jahre alt.
(USA - newscientist.com) Bereits seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler das Alter des Universums zu bestimmen, doch die Studienergebnisse variierten in einem sehr großen Feld.
Ein Paradoxon war, dass sich die ältesten Sterne anscheinend vor dem Ausbreitungsbeginn des Universums gebildet haben. Um es zu lösen, wurde auf das "Hubble"-Teleskop und ESAs "Hipparcos"-Satellit zurückgegriffen. Die neuen Studien scheinen nun endlich eine Lösung zu offenbaren.
Um die ältesten Sterne in der Milchstraße zu studieren, richtete eine Gruppe Wissenschaftler das "Hubble"-Teleskop auf einen Sternenhaufen namens "Messier 4", der sich ungefähr 7000 Lichtjahre entfernt von der Erde befindet. In dieser Sternformation entstanden bereits Sterne, bevor die Sternanordnung in der galaktischen Scheibe begann. Sie suchten nach "weißen Zwergen", um das Alter des Sternhaufens zu bestimmen. "Weiße Zwerge" sind Objekte, die durch den Kollaps eines ausgebrannten Sterns entstanden.
"Weiße Zwerge" geben gleichmäßig Energie frei, die sich im All verliert. Je älter der ausgebrannte Stern, desto dunkler strahlt er und dadurch lässt sich verhältnismäßig genau sein Alter bestimmen.
Die dunkelsten Zwerge, die "Hubble" in dem Sternhaufen entdeckte, waren ca. 12.7 Milliarden Jahre alt, sagt Harvey Richer von der "University of British Columbia".
Richer sagte, die Haufen "scheinen sich eine Milliarde Jahre nach dem "Big Bang" geformt zu haben."
Das passt zu den Ergebnissen, die Wendy Freeman von den "Carnegie Observatories" in Kalifornien erzielte. Sie studierte mit einem Team von Wissenschaftlern die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Universums ebenfalls mit Hilfe des "Hubble"-Teleskops. Verschiedene Untersuchungen ergaben, dass sich dieser Prozess mit zunehmender Geschwindigkeit vollzieht. Diese Entwicklung wird der mysteriösen Kraft namens "dunkle Energie" zugeschrieben, die das Universum auseinander zieht.
Astronomen hatten vorher das Alter des Universum basierend auf der momentanen Ausbreitungsgeschwindigkeit auf 9 Milliarden Jahre berechnet. Freeman meint jedoch, dass unter Berücksichtigung der Auswirkungen der "dunklen Energie" das Alter auf 13 bis 14 Milliarden Jahre hochgesetzt werden kann. Und dies mit "sehr guter Übereinstimmung mit Harvey Richer", so Freeman.
(Redakteur: Bastian Knebel)
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