Die zweistündige Premiere der neuen Serie 'Battlestar Galactica' in den USA lockte letzten Freitag erstaunlich viele Zuschauer vor die Bildschirme und schlug damit die Quoten von 'Enterprise'. Die Serie wurde von dem ehemaligen 'Star Trek'-Produzenten Ronald D. Moore kreiert. In einem Interview verrät er, welche Ideen, die bei 'Star Trek' nicht möglich waren, er damit realisieren konnte und wie sich die neue 'Galactica'-Serie vom Original unterscheidet.
Der Erfolg der Serie ist vor allem deswegen bemerkenswert, weil der Sci-Fi-Channel ein Kabelsender ist und somit weniger Zuschauer erreicht als UPN (der Sender, der 'Enterprise' in den USA ausstrahlt). Mit 3,1 Millionen Zuschauern lag 'Battlestar: Galactica' vor der 'Enterprise'-Episode 'Daedalus', die von 3,03 Millionen Menschen gesehen wurde.
Ronald D. Moore sprach mit der 'Chicago Tribune' über die Serie und sagte: "Gegen Ende meiner Zeit bei 'Star Trek' hatte ich das Gefühl, dass unsere spezielle Herangehensweise an Sciencefiction irgendwie überholt und abgenutzt war. Alles musste neu erfunden werden - wie wir die Charaktere vorstellen, wie das Set aussieht, wie wir filmen. Ich wollte wirklich einen Schritt weg von 'Star Trek' machen, was auf eine gewisse Art und Weise ein Testament dafür war, wie erfolgreich die Serie gewesen ist. Sie wurde zu dem, wie wir uns eine 'Space Opera' vorstellen."
Während er die Serie schrieb, sagte Moore, wollte er jegliche Art von 'Space Opera' vermeiden, genauso wie den Cyberpunk von 'Matrix'. Er wollte die Idee eines Raumschiffs irgendwo draußen im All wieder frisch und aufregend machen.
In der originalen 'Kampfstern Galactica'-Serie vernichten die Cylonen die gesamte Menschheit und nur eine Handvoll Leute überleben. Moore war nicht zufrieden damit, wie die Serie damit umging, er wollte wirklich entdecken was passieren würde, wenn die menschliche Zivilisation ausgelöscht würde, "was nach dem 11. September keine so weit hergeholte Idee ist. Ich will mit diesen Gefühlen arbeiten, mit den Reaktionen in [den USA] nach diesem Vorfall, die Probleme die uns beschäftigen - der Krieg gegen den Terrorismus, der Krieg im Irak, die Freiheit des Einzelnen gegen das Sicherheitsinteresse."
Da die Produktionskosten der Serie sehr hoch sind, war Moore nicht sicher, ob es eine zweite Staffel geben würde. Der Star der Original-Serie, Richard Hatch, wird in der nächsten Folge der Serie erscheinen. Moore verriet, dass er gerne auch Rollen für die anderen Schauspieler der ersten 'Kampfstern Galactica'-Serie schreiben würde.
Über die Proteste der Fans, die sich beschweren, wie sehr die neue Serie sich von der alten unterscheidet, sagte Moore: "Die Serie läuft bereits und wir werden jetzt nicht zurück gehen und das Konzept noch einmal neu entwickeln."
Den Artikel der 'Chicago Tribune' können Sie
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Die offizielle Website der neuen 'Battlestar Galactica'-Serie finden Sie hier.

