Die Sonnensonde Ulysses hat nach achtzehn Jahren erfolgreicher Arbeit ihre Arbeit im Jahr 2009 eingestellt. Im Februar startet die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA das "Solar Dynamics Observatory" (SDO). Mit Hilfe des Satteliten will man den Aufbau der Sonne erforschen. Das SOD erforscht auch die Wechselwirkungen auf ihre Umgebung, wie zum Beispiel der Erde.
Polarlichter sind die bekanntesten Himmelserscheinungen. Diese sind Auswürfe der Sonne in Form von elektrischen Teilchen, wenn sich eine Wolke aus Plasma von der Sonnenoberfläche los und die Teilchen mit hoher Geschwindigkeit durch das All rasen. Die Erde wird durch die Magnetosphäre vor den Eruptionen geschützt.
Die Teilchen werden von den magnetischen Feldlinien der Erde in Richtung Boden geleitet und erzeugen dabei bunte Polarlichter.
"Das sieht hübsch aus, kann aber auch gefährlich werden", erklärte Madhulika Guathakurta vom Hauptquartier der NASA in Washington DC. Sie fungiert als Programmwissenschaftlerin für das SDO.
Polarlichter sehen zwar schön aus, haben allerdings auch auf elektrische Geräte eine störende Wirkung. Ohne die schützende Magnetosphäre wäre die hohe Strahlungsdosis das Ende für jegliches Leben auf der Erde.
Dazu erklärte Guhathakurta: "Die Sonne ist ein sich ständig verändernder Stern. Während das Licht der Sonne Leben ermöglicht, produzieren die veränderlichen magnetischen Auswürfe der Sonne eine hoch energetische Strahlung, die für das Leben gefährlich ist und durch Mutation sogar die Evolution beeinflussen kann."
Die Sonde wird ihren Beobachtungsposten in einer geostationären Umlaufbahn in Höhe von 36.000 Kilometern einnehmen.
"Wir werden dann Daten und Bilder in einer Größenordnung von anderthalb Terabyte pro Tag zur Erde schicken, und das über einen Zeitraum von fünf Jahren oder länger", erklärte Elizabeth Citrin, die Projektmanagerin des SDO am Goddard Space Flight Center in Maryland.
Man beabsichtigt mit der Sonde die Auswirkungen von Sonneneruptionen auf das Magnetfeld der Erde zu erforschen. Auch die Ursache der Eruptionen soll herausgefunden werden. Es handelt sich um die vierte von insgesamt fünf geplanten Forschungsmissionen. Die fünfte Mission wird der "Solar Orbiter" sein. Der "Solar Orbiter" entsteht in Zusammenarbeit mit der europäischen Raumfahrtbehörde ESA.
(mb); STVC-Meldung vom 27.01.2010; Quelle: welt.de [250 Aufrufe; 0 Kommentare]

