Neral_Jourian schrieb am 15. April 2010, 20.10 Uhr:
Sehr geehrte(r) Herr Martin,

Toll wird's, wenn man bedenkt, wie dann dein Vorname lautet

Mein armer Dozent hat das auch wieder geschafft.
Die Mail war statt an meinen Vornamen an meinen ersten Nachnamen adressiert.
"Liebe R.,
Ich freue mich Dir mitzuteilen, dass Du in meinen Kurs aufgenommen wurdest."
Und im Seminar bei Referatsverteilung mit meinem Partner meint er dann:
"Gut, dann sind jetzt für das Thema x eingetragen K. und..." Schaut mich fragend an, "ähm... welchen Deiner vielen Namen soll ich nehmen?" Drei ist jetzt nicht wirklich viel, aber es war genug, damit er sich wieder an mich erinnerte.
"Ach, genau, zwei Nachnamen, Du warst die mit Mutter und Vater und so, hab ich Recht?" Ich stand grad in der Tür, weil ich meinen Zug erwischen musste und keine Zeit mehr hatte, also meinte ich nur toternst ohne mir dabei was zu denken "Hast Du, ich habe eine Mutter und einen Vater."
Alles am Lachen, er wünscht mir ne gute Fahrt und ich bin zur Tür raus.
Er meinte ja damit, dass man in Spanien den ersten Nachnamen des Vaters und den ersten der Mutter bekommt.
Erst viel später, als ich drüber nachdachte, wieso alle mich so seltsam angeschaut haben, ist mir mehreres bewusst geworden.
1. keiner hat das mit den Namen verstanden, außer meinen anwesenden Freunden, die mich kennen.
2. ebenso hat fast niemand verstanden, dass ich ihn duze (ups, peinlich, aber ich habe da nicht dran gedacht, da ich es so seltsam finden würde ihn plötzlich mit Sie anzureden, nur weil's im Seminar komisch rüber kommt).
3. die werden sich gefragt haben, wieso ich so plötzlich wie selbstverständlich aufstehe und gehe. Können die ja nich wissen, dass das abgesprochen war.
Tja, erste Stunde im neuen Kurs und schon halten mich alle für seltsam