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Episodeninhalt

Das Wurmloch

Titelgrafik zur Episode

Vorherige Episode:
Der Schwarm
Nächste Episode:
Das Erinnern
Originaltitel:
"False Profits"
Regie:
Cliff Bole
Story:
George A. Brozak
Drehbuch:
Joe Menosky und Kenneth Biller
Gaststars:
Dan Shor als Dr. Aridor

Leslie Jordan als Kole

Rob LaBelle als Kafar

Michael Ensign als Barde

Alan Altshud als Sandalenmacher

John Walter Davis als Händler

Erstausstrahlung in Deutschland:
Erstausstrahlung in den USA:
02.10.1996

Inhalt

Die Crew der "Voyager" entdeckt auf den Scannern ein Wurmloch und ändert den Kurs. Dort angekommen, bemerkt man, dass sich das Wurmloch bewegt, seine Vorgehensweise jedoch berechenbar ist. Tuvok scannt die Umgebung des Wurmlochs und findet einen Planeten, der technisch in der Bronzezeit lebt, wo aber Spuren der Technik aus dem Alpha-Quadranten zu finden sind, nämlich eine erst kürzlich genutzte Technologie: ein Replikator. Harry ist sofort Feuer und Flamme, da dieses Wurmloch möglicherweise ein direkter Kurs nach Hause ist.

Janeway holt ihn aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie teilt zwei Arbeitsgruppen ein: Harry und B'Elanna sollen herausfinden, wohin das Wurmloch genau führt und einen Plan berechnen, so dass die "Voyager" hindurchfliegen kann. Tom und Chakotay werden auf den Planeten geschickt, um herauszufinden, was dort vor sich geht.

Sie finden sich auf einer, mit Händlern überfüllter Straße wieder. Ein Händler möchte den beiden ihre Schuhe abkaufen, doch die Offiziere zeigen kein Interesse. Schließlich bietet der Händler den beiden aber "Ohren", die man benötigt, um die heilige Stätte des Planeten zu betreten. Er kauft Toms Schuhe, als ein weiterer Mann die beiden "Weisen" ankündigt, die den Tempel gerade verlassen: zwei Ferengi! Die beiden Ferengi lassen sich wie Könige feiern und tadeln die Leute mit ihren Erwerbsregeln.

Zurück auf der "Voyager" ist Janeway von den Geschehnissen auf dem Planeten entsetzt und will die Ferengi stoppen. Tuvok ist jedoch dagegen, da Ferenginar nicht Mitglied der Föderation ist. Doch das kümmert Janeway wenig. In der Datenbank findet man heraus, dass dieses Wurmloch als Barzanisches Wurmloch bekannt ist, dass schon einmal von Geordi LaForge und Data von der "U.S.S. Enterprise-D" untersucht worden ist. Auch zwei Ferengi flogen hinein, kamen jedoch nicht mehr wieder. Janeway will mehr als vorher gegen die Ferengi vorgehen.

B'Elanna und Harry haben indes herausgefunden, wieso das Wurmloch seine Position ändert, können aber noch keinen Plan vorstellen, welcher es längere Zeit an eine Position bindet. Auf dem Planeten beschweren sich die Ferengi über die zurückgegangenen Einnahmen und wollen den dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Bevor sie dies jedoch tun können, finden sie sich plötzlich auf der "Voyager", umringt von Wachen, wieder.

Einer von beiden, der andere ist nicht gerade ein Geistesblitz, beginnt eine Diskussion mit Janeway. Er argumentiert, dass wenn sie die beiden von dem Planeten holen, es die Bevölkerung in ihrer Kultur schwer zurückwerfen. Sie haben genau die Prophezeiung der Weisen erfüllt. Sie sind mit einem Shuttle abgestürzt und haben mit ihrem Replikator Wunder vollbracht und verkündeten ihre Erwerbsregeln. Janeway lässt die beiden Ferengi erstmal zurück auf den Planeten beamen.

Natürlich gibt sie nicht auf und schon bald hat sie eine neue Idee: Sie will die Ferengi mit ihren eigenen Waffen schlagen. Da sie aber keine Ahnung von dem Spiel der Ferengi hat, muss sich Neelix dafür opfern und wird in einen Ferengi verwandelt. Die beiden haben auf dem Planeten inzwischen ein Dämpfungsfeld errichtet, damit sie nicht mehr weggebeamt werden können. Wenig später klopft es aber an der Tür der Ferengi: Es ist Neelix, verkleidet als der große Nagus, der nun das Kommando an sich reißt und die anderen beiden zurück nach Ferenginar befiehlt.

Er sagt, sie sollen eine Rede an das Volk richten und ihm erklären, dass sie es verlassen müssten. Er gibt ihnen 20 Minuten, ihre Sachen zu packen. Doch die beiden geben nicht auf. Sie suchen eine Regel, mit der sie verhindern können, den Planeten zu verlassen. Zuerst finden sie keine, doch dann fällt ihnen etwas auf: "Wenn es keine passende Regel gibt, erfinde einfach eine neue". Die heißt nun: "Wenn ein Bote mit unprofitablen Neuigkeiten erscheint, töte den Boten".

Neelix verteilt währenddessen das Geld der Ferengi unter den Leuten. Nachdem er zurückgekehrt ist, wird er sofort mit Schwertern angegriffen. Dieser sieht keinen anderen Ausweg als die Tarnung des großen Nagus fallen zu lassen und sich zu ergeben. Er bekommt von den beiden Ferengi die Nachricht für Janeway mit, sie solle sie endlich in Ruhe lassen. Daraufhin verlässt Neelix das Gebäude. Auf dem Weg durch die Straße treffen Tom, Chakotay und Neelix den alten Barden, den sie schon mal bei ihrer Ankunft getroffen haben und der das Lied der Weisen singt.

Ihnen fällt auf, dass der Barde diesmal seine Augenklappe auf dem anderen Auge trägt und wollen ihn dafür bestrafen. Chakotay will aber lieber das Ende des Liedes erfahren und versetzt dafür sogar seine Schuhe. Am Ende werden die Weisen auf Flügeln aus Feuer entschwinden, nachdem sie der heilige Pilger zu sich gerufen hat und im Osten werden drei neue Sterne entstehen. Neelix kehrt in seine Rolle zurück und verkündet der Bevölkerung, dass er der heilige Pilger sei. Doch die Menschen schenken ihm keine Beachtung. Tom und Chakotay erzählen jedoch den Leuten, dass dies dort der heilige Pilger sei, nun herrscht helle Aufruhr.

Die beiden Ferengi werden nach draußen gebracht und bezichtigen Neelix als Lügner. In dem Moment erschafft die "Voyager" durch Photonenausstöße drei neue Sterne im Osten. Der Assistent soll Neelix inhaftieren, widersetzt sich aber dem Befehl und schlägt einen Gong und beendet damit einen weiteren Teil der Sage.

Nun kommt der Schluss: Alle drei müssen auf den Scheiterhaufen. Wegen des Dämpfungsfeldes ist es der "Voyager" nicht möglich, die drei raufzubeamen. Tom und Chakotay dringen in den Tempel ein, suchen den Generator und zerstören ihn. Alle drei werden an Bord gebeamt. Das Volk ist zufrieden. Auf dem Schiff kommen die beiden mit einem Sicherheitsmann in ihre Quartiere. Janeway lässt das Shuttle der beiden bergen und gibt die Reichtümer dem Volk wieder.

Die Ferengi können jedoch bis zum Shuttle vordringen und wollen sich die Sachen wiederholen. Janeway will auf keinen Fall, dass die Ferengi den Planeten erreichen. Durch ein Gravitonschild lassen sich die beiden nicht herausbeamen. Dadurch wird aber das Wurmloch instabil und das Shuttle wird hineingezogen. Beide Enden werden aus der Achse gerissen und wandern unberechenbar umher. Die Voyager kann es nicht mehr erreichen. So muss sie den Kurs Richtung Alpha-Quadrant wieder aufnehmen.

Kritik

Es war eine gute Idee, einen alten Handlungsstrang aus TNG-Zeiten wieder aufzunehmen, doch es ist nicht allzu viel dabei herausgekommen. Manchmal ist die Episode sogar peinlich. Der fremde Planet sieht aus wie aus den Zeiten von "Raumschiff Enterprise" und auch der Marktplatz ist ziemlich klein geraten und dort tummelt sich die gesamte Bevölkerung.

Auch dass Chakotay und Tom die Anbetung der Ferengi verlassen und drei Meter entfernt mit der "Voyager" sprechen, scheint niemanden zu stören. Ebenso die Darstellung der Ferengi, welche meiner Meinung nach ziemlich "platt" dargestellt sind und Neelix als verkleideter Ferengi, der später um Gnade fleht, ist nicht gerade das, was man sich von einer guten "Voyager"-Episode verspricht.

Auch dieses immer wiederholte Scannen von Wurmlöchern bringt die Zuschauer allmählich auf die Palme. Insgesamt fehlt auch die Spannung in der Story, so dass diese Folge eine der schlechtesten der gesamten Staffel ist.

Trotz allem sollte man den interessanten Konflikt der Episode nicht unberücksichtigt lassen. Darf Janeway die beiden Ferengi einfach so gefangen nehmen, nachdem diese beiden die Geschichte eines ganzen Volkes - wenn auch zum negativen hin - geprägt haben? Dieser Konflikt gibt der Episode ein klein wenig Tiefgang und rettet sie vor dem Totalabsturz.

Artikel geschrieben von Alexander Dennebaum (ad); aktualisiert am 13.09.2004 [14072 Aufrufe; 0 Kommentare]


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