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Episodeninhalt

Premiere

Titelgrafik zur Episode

Vorherige Episode:
Anomalie
Nächste Episode:
Das Leben soll nicht enden
Originaltitel:
Premiere
Regie:
Andrew Prowse
Story:
Drehbuch:
Rockne S. O'Bannon
Gaststars:
Lani John Tupu als Capt. Bialar Crais

Kent McCord als Jack Crichton

Murray Bartlett als DK

Christine Stephen-Daly als Lt. Teeg

Damen Stephenson als Bio Isolation Man #1

Colin Borgonon als PK Weapons Officer



Erstausstrahlung in Deutschland:
08.10.2000
Erstausstrahlung in den USA:
19.03.1999

Inhalt

Der Astronaut John Crichton bereitet sich auf die Mission seines Lebens vor. Er will mit seiner Raumsphäre "Farscape One" Lichtgeschwindigkeit erreichen. Gemeinsam mit seinem Freund DK hat er die Mission vorbereitet.

Leider geht bei der Mission einiges schief. Bei dem Manöver gerät seine Sphäre in ein Wurmloch und wird auf die andere Seite der Galaxie geschleudert, wo gerade eine Raumschlacht stattfindet. Ohne Kontrolle über sein Schiff kollidiert er mit einem Angreifer, der daraufhin zu trudeln beginnt, auf einen Asteroiden stürzt und anschließend explodiert.

Plötzlich wird seine Sphäre von dem attackierten Raumschiff an Bord gezogen. Dort trifft er auf drei Gefangene, die vor den "Peacekeepern" auf der Flucht sind und versuchen, das Raumschiff unter ihre Kontrolle zu bringen. Die drei sind D'Argo, ein Luxaner, Zhaan, eine blauhäutige Delvianerin und Rygel, ein gestürzter Hynerianer.

Schließlich gelingt ihnen die Flucht. John kann sich mit Hilfe eines Übersetzungsmikroben mit der restlichen Crew verständigen und lernt dabei eine Menge. Das Raumschiff, auf dem er gelandet ist, ist ein lebendiges Raumschiff und heißt Moya. Es wird von einem Piloten gesteuert, der mit dem Schiff in Symbiose lebt. Danach wird John ins Gefängnis gebracht, wo er auf die gefangengenommene Peacekeeperin Aeryn trifft.

Mittlerweile ist bekannt, dass John mit dem Raumschiff des Bruders des Generals Crais von den Peacekeepern kollidiert war, der ihm nun blutige Rache schwört und ihn jagen will.

Während D'Argo, Zhaan und Rygel Moya verlassen, um neue Nahrung auf einem Planeten zu beschaffen, können John und Aeryn aus ihrer Zelle ausbrechen und fliegen ebenfalls zu dem Planeten, wo sie auf Crais treffen, der D'Argo und John festnimmt. Aeryn, die als "unwiderruflich kontaminiert" eingestuft und mit dem Tode bestraft wird, da sie zu lange in der Gegenwart fremder Spezies verweilte, versucht John zu helfen und wird auch verhaftet. Sie können jedoch die Wachen überlisten und fliehen zurück zur Moya. Crais folgt ihnen.

John kann ihn jedoch mit einem Trick abschütteln und Moya nimmt Kurs auf die unerforschten Gebiete des Alls. Alle hoffen, dass Crais ihnen nicht folgen wird.

Kritik

Mit dem Ende von "Star Trek: The Next Generation" kam auch der Misserfolg von Sciencefiction im TV. Alle Sciencefiction-Serien, die danach produziert worden waren, floppten oder lagen in Hinsicht auf Quoten weit hinter den Erwartungen, wie die von den Ablegern "Deep Space Nine" und "Voyager".

Sciencefiction war plötzlich "out". Zu altgebacken sind die Stories und auch die Konzepte scheinen irgendwie bekannt zu klingen. Egal, ob eine Serie enorm aufwändig produziert wurde, wie "Earth 2", oder enorm komplex war, wie "Babylon 5", sie alle überlebten die "Krise" nicht.

In einer solchen Krisenzeit ist "Farscape" die Überraschung schlechthin. Das Konzept klingt zuerst nicht neu und auch sonstige Dinge finden sich bereits in anderen Serien wieder. Doch die Kritiken überschlugen sich vor Begeisterung und die Quoten bescherten dem Sender einen Rekord nach dem anderen. Also ist "Farscape" zweifelsohne etwas außergewöhnliches, wenn nicht gar ein Phänomen, um sich den restlichen Kritiken anzuschließen.

Was zeichnet "Farscape" aus? Nun, das sind eine Menge Dinge, die erst im Zusammenspiel das außergewöhnliche Flair der Serie vermitteln. Zum einen wären da die ziemlich gewagten Stories, welche die bestehenden Sciencefiction-Themen bis zum Rande ausreizen und diese endlich dorthin führen, wo kein Mensch jemals zuvor gewesen war. Zum anderen wären da die außergewöhnlichen Charaktere, die sich allesamt sehr unterscheiden und deren Entwicklung den Zuschauer Woche für Woche bei Laune hält.

Alle guten Dinge sind aber drei: die Specialeffects. Diese übertreffen sogar die von "Star Trek: Voyager" und sind teils ausufernd. Sie haben ihren ganz eigenen Stil und sind so brillant, dass jeder Effekt eine Augenweide ist.

Bereits hier reichen 3 Aufzählungen nicht aus, um die Außergewöhnlichkeit von "Farscape" zu beschreiben. Da wären noch die fantasievollen Kulissen, die dem Zuschauer wirklich das Gefühl geben, sich auf einer anderen Welt zu befinden. Und auch Humor ist etwas, was "Farscape" kennzeichnet. Parodien auf das Sciencefiction-Genre, subtile Anspielungen und sogar Selbstironie durchstreifen jede einzelne Episode.

Stets bewandert die Serie den schmalen Grat zwischen Fantasy und Sciencefiction, zwischen teils Skurrilem und Seriösem - dies sorgt dafür, dass sich "Farscape" aus der Masse hebt und ihren ganz eigenen Stil entwickelt.

"Farscape" setzt auf neue Wege, Sciencefiction zu vermitteln. Sei es ausgeflippte Kostüme, die endlich das Gefühl eines "Außerirdischen" vermitteln, welches bei "Star Trek" sich zum Beispiel meist nur durch eine gehobene Stirnpartie von den restlichen Menschen unterscheidet, oder abgefahrene Geschichten, die fast nie voraussehbar sind, da in diesen sehr viele Dinge passieren und es keine Ordnung in dem Sinne gibt.

Die Geschichten sprühen vor Originalität und scheuen sich nicht davor, auch mal einen Abstecher ins Absurde zu wagen. Doch eben das ist notwendig, damit der Zuschauer sich in eine andere Welt versetzt fühlt. Von Sciencefiction-Serien, in denen alles realistisch und "sauber" zugeht, haben die Zuschauer genug, "Farscape" ist hierbei eine willkommene Abwechslung.

Ein weiterer Pluspunkt von "Farscape" sind die wirklich liebenswürdigen und dennoch seltsamen Charaktere. Die Entwicklung dieser ist vollkommen nachvollziehbar, da sie nicht in einer Episode stattfindet, sondern über mehrere Episoden verteilt vonstatten geht. Die Charaktere und deren Entwicklungen sind eines der realistischen Dinge im "Farscape"-Universum. Sie sind wie eine Person, welches sich im Auge eines Orkans befindet - mitten in einem Universum voller chaotischen und skurrilen Geschehnisse. Dadurch werden die Charaktere geschickt in den Mittelpunkt gestellt und der Zuschauer baut schnell zu diesen eine Beziehung auf. Sie sind etwas, an denen der Zuschauer Halt findet, denn um ihnen herum ist alles unberechenbar und tödlich.

Durch diese strikte Unterteilung von Charakteren und Hintergrund ergibt sich beim Zuschauen ein völlig neues Gefühl. Man fühlt mit den Charakteren im selben Boot zu sitzen und spürt die Gefahr, die aus dieser wirklich fremd wirkenden Welt hervorgeht. Nie zuvor in einer Sciencefiction-Serie ist das Gefühl beim Zuschauen so intensiv.

Die Kostüme tragen einen erheblichen Teil dazu bei, dass "Farscape" anders und frischer wirkt. Alle Kostüme sind gewagt, auch werden Puppen eingesetzt. Die Außerirdischen sind zwar irgendwie doch alle humanoid, aber sie sehen dennoch alle so anders aus, so seltsam fremd und unberechenbar.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass all diese Elemente, in Einklang gebracht, die wohl außergewöhnlichste Sciencefiction-Serie der TV-Geschichte hervorgebracht haben. Und das ist sehr positiv anzumerken, da Außergewöhnlichkeit wichtig ist, um Sciencefiction noch glaubhaft zu vermitteln. Das Anhauchen der Serie mit Fantasy-Elementen trägt den Rest dazu bei.

"Farscape" ist genau das, was das Sciencefiction-Genre braucht: Frische. Man spürt mit jeder Episode das Bedürfnis der Macher, mit völlig neuen Geschichten aufzuwarten. So absurd diese manchmal auch sein mögen, es gibt stets etwas bodenständiges: die Charaktere. Und diese sind so verschieden, so interessant und erzeugen untereinander soviele Konflikte, dass die außergewöhnlichen Sciencefiction-Geschichten völlig in den Hintergrund gerückt werden und eben diese Charaktere die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers einnehmen, welcher Episode für Episode um ihnen fiebert.

Das Bodenständige im ständigen Kampf mit dem Skurrilen ist das, was "Farscape" auszeichnet.

Der Pilot zur Serie, "Premiere", ist ein Musterbeispiel dafür. Wir sehen zuerst Crichton auf der Erde. Die Szenen sind dort realistisch und gewohnt. Uns ist das Territorium, auf dem er sich befindet, bekannt. Doch diese Szenen sind nur die Ruhe vor dem Sturm, vor den absolut skurillen Dingen, die den totalen Kontrast zur Erde darstellen.

Ungewöhnlich ist "Premiere" auch deshalb, weil dieser Pilot, nicht wie üblich, ein Doppelteiler, sondern nur eine einzelne Episode ist. Vermutlich wäre der Aufwand einer Doppelepisode zu teuer für das Studio gewesen, zumal es zu diesem Augenblick völlig unsicher ist, ob "Farscape" überhaupt beim Publikum ankommen wird. Es kann aber auch sein, dass die Geschichte, die zu erzählen ist, keiner Doppelepisode bedarf.
Dennoch ist der Pilot gelungen, zumal in diesem sofort die Richtung, die die Serie einschlagen wird, bekannt wird: wirklich "fremde" Sciencefiction und Charaktere, die sich von Episode zu Episode weiterentwickeln.

"Farscape" setzt also auf Kontinuität, doch die Autoren passten auf, dass diese nicht zu komplex wird und sich verstrickt, so dass ein Quereinstieg nicht mehr möglich ist. "Farscape" bietet Kontinuität bei den Charakteren, die Episoden sind im Grunde stand-alone und dies ist auch gut so, denn so hat jede einzelne Episode einen ganz eigenen Stellenwert. Kontinuität ist bei "Farscape" nicht unbedingt notwendig, um die Geschichten zu verstehen, bei den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander ist es jedoch zwingend nötig, diese zu verstehen. Dies ist etwas, was sowohl Fans als auch Quersteiger befriedigt und damit den Erfolg der Serie gewährleistet.

"Premiere" fährt fort mit Crichtons Flug ins Wurmloch und den damit verbundenen Konsequenzen. Plötzlich befindet er sich in einer gefährlichen, skurrilen und tödlichen Welt wieder - der totale Kontrast zur Erde. Der Zuschauer spürt sofort, dass es sich hierbei um eine andere Welt handelt, und nicht nur um eine andere Kulisse. So aufwändig die restlichen Charaktere in Hinsicht auf Kostüme und Make-Up gestaltet sind, so enttäuschend sind die Peacekeeper, die im Grunde Menschen sind.

Warum ausgerechnet bei den Todfeinden gespart wurde, lässt sich erklären, als wir einen weiteren Charakter vorgestellt bekommen: Aeryn Sun. Dass zwischen ihr und Crichton eine knisternde Chemie existiert, sieht sogar ein Blinder. Und dass zwischen diesen beiden sich eines Tages eine Liebesbeziehung entwickeln würde, ist ohne Zweifel. Vielleicht wirkt die Liebesbeziehung nicht intensiv und vertraut genug, sollte Crichton sich in eine Alien-Frau verlieben, die vom Aussehen her völlig außerirdisch wirkt. Dies ist ein großer Kritikpunkt, denn sollte Crichton sich in eine Alien-Frau verlieben, würde dies geschickt das Thema Rassismus ansprechen und ein Zeichen im TV setzen, dass das Aussehen keine Hürde für die Liebe zweier Wesen darstellen darf.

Doch "Farscape" ist nun mal kein "Star Trek" und will Sciencefiction präsentieren, die sich der Pop-Kultur fügt und einfach nur Spaß machen soll. Insofern müssen die Autoren entschieden haben, die Peacekeeper und damit Aeryn in menschlicher Form daherkommen zu lassen, damit "Farscape" nicht allzu skurill wird und damit die (teils sehr konservativen US-) Zuschauer verschreckt. Ferner ist die Figur Aeryn schwer zu definieren, wenn sie völlig außerirdisch ist. In menschlicher Form können wir ihre Gefühle viel besser nachvollziehen und spüren das Knistern der Chemie zwischen ihr und Crichton viel mehr.

Andererseits könnte der Grund der Entscheidung, die Peacekeeper in menschlicher Form daherkommen zu lassen, auch der sein, dass die Autoren zeigen wollen, dass nicht nur absolut grässlich und furchteinflößend aussehende Aliens die Bösewichte sein müssen. Auch menschlich aussehende Wesen können böse sein und sind nicht immer die Guten. Dies hebt dann nochmals den Skurril-Faktor der Serie, in der teils merkwürdige Wesen eigentlich harmlos sind und die Bösewichte, vor denen sich dieser Teil des Universums fürchtet, menschenähnliche Kreaturen sind, was völlig ungewohnt im Sciencefiction-Genre ist.

Diese Überlegung würde die mit Aeryn teils ungültig machen, es fragt sich also nur, was letzten Endes der Fall ist. Ich denke, dass beide Faktoren eine Rolle spielten und die Peacekeeper und damit Aeryn menschlich daherkommen zu lassen, viele Vorteile besitzt.

Die sonstigen Charaktere können sehr überzeugen. Diese sind zwar humanoid, aber durch die gewöhnungsbedürftige Kostüme so andersaussehend, dass sie wirklich in die Kategorie Außerirdische fallen. Allen voran das Kostüm und Make-Up von Zhaan sind sehr gewagt, trotzdem schafft diese, sehr sinnlich zu wirken. D'Argo fällt durch die Kopfbedeckung sofort auf. Sein Kostüm ist ebenfalls sehr gewagt und steht dem von Zhaan in nichts nach.

Erwähnenswert ist der Einsatz von Puppen, was sich zuerst lächerlich anhört. Doch dieser ist mit solch einer Perfektion gelungen, dass er eine Bereicherung darstellt. Ob der niedliche Rygel oder der große Pilot, beide sind Charaktere der Serie und es wird interessant sein, diese näher kennenzulernen.

Es stellt sich heraus, dass Moya ein lebendiges Schiff ist und dass die Insassen Gefangene sind. Diese sind also nicht vorbildliche Wesen wie die Offiziere in "Star Trek", sondern Wesen mit Fehlern und einer sehr interessanten Vergangenheit, weshalb sie dadurch sehr sympathisch auf den Zuschauer wirken.

Es gibt einige Anspielungen auf populäre Werke im Sciencefiction-Genre. Vor allem das Übersetzungs"gerät", welches Crichton erlaubt, mit dem Rest der Crew sich zu verständigen, erinnert den Kenner unweigerlich an den "Babelfish" aus Douglas Adams Klassiker "Per Anhalter durch die Galaxis".

Die Todfeinde der Serie, die Peacekeeper, wirken in "Premiere" noch sehr unausgereift. Das typische Klischee eines Bösewichtes wird hier verwendet, was bei einer Serie wie "Farscape", die vor Innovationen nur so sprüht, enttäuscht. Sei es die dümmlichen Gefängniswächter, die sich mittels eines einfachen Tricks bezwingen lassen, oder der übertrieben böse wirkende Crais, welcher nun Blutrache schwört. Hier hätte man sich gewünscht, dass die Bösewichte etwas besser definiert werden und das Besondere an ihnen hervorgehoben wird. So sind diese wie aufgesetzte Todesfeinde, die nicht wirklich tödlich wirken und ihren Status nicht verdienen.

Hoffentlich korrigieren die Autoren diesen Fehler und geben den Todfeinden ein interessanteres Profil.

Was auffällig ist, sind die Konflikte, die es bei "Farscape"'s Charakteren gibt. Sei es die aufständische Aeryn oder der aggressive D'Argo, beide Charaktere bieten mächtig viel Potential für viele spannende Charaktergeschichten.

Bei "Farscape" ist ferner nichts das, was es zu sein scheint. Sei es das Moya-Schiff, welches in Wirklichkeit ein Lebewesen ist oder Aeryn, die keine menschliche Frau, sondern ein Alien ist. Ständig gibt es neue Enthüllungen, wie wir im Verlauf der ersten Staffel noch reichlich zu sehen bekommen werden.

Man spürt, wie allein sich Crichton fühlen muss. Er befindet sich mitten im Chaos. Es ist bereits jetzt offensichtlich, dass er derjenige sein wird, welcher die Gruppe zusammenwachsen lassen wird. Aus einer Notgemeinschaft soll eine Familie entstehen - es wird sehr interessant sein, diesen Entwicklungsprozess zu beobachten.

"Premiere" bietet hervorragende Specialeffects, die das verwöhnte Auge abermals in Staunen versetzen. Sei es der Gleitflug durchs Wurmloch oder die Raumschlachten, beide wurden superb dargestellt und zeugen von der Mühe, die die Macher in die Serie stecken. Aber auch die Kulissen sind gelungen. Zwar nicht so detailverliebt wie bei "Star Trek", aber um Lichtjahre besser als die von "Babylon 5". Beim Design der Schiffe waren die Macher ebenfalls keine Kompromisse eingegangen. Die Schiffe sind teils riesig, wie die Moya oder das Peacekeeper-Mutterschiff. Sie lassen das Herz eines jeden Sciencefiction-Fans höher schlagen.

Erfreulich, dass es in "Premiere" der Technobabble-Faktor so gering wie möglich gehalten wird. Diese würde zu einer Serie wie "Farscape" auch gar nicht passen und ist wirklich etwas sehr nebensächliches. Die Technik spielt bei "Farscape" keine Rolle, sondern die Charaktere. Dieses Konzept wurde bereits bei "Earth 2" verwendet, jedoch hat man es dort ein wenig übertrieben und so kamen lediglich nur dramatische Charaktergeschichten heraus, von der Sciencefiction-Prämisse keine Spur mehr. Das ist der Grund, warum "Earth 2" floppte.

Bei "Farscape" kann man dies nun wahrhaftig nicht mehr behaupten. Hier passten die Macher auf, dass jedes einzelne Detail so außerirdisch wirkt wie nur möglich, vernachlässigen aber dennoch die Charaktere nicht. Man kann also sagen, dass die Autoren versuchen, die Fehler der anderen Sciencefiction-Serien zu vermeinden und nicht nur die Stärken weiter auszubauen, sondern auch nach neuen Wegen zu suchen.

Die Bilder von "Farscape" wirken erfrischend düster und laden zum Versinken ein. Das Skurille in der Serie kann sich auf diese Weise vollkommen entfalten. Passend dazu ist wohl eines der besten Soundtracks, die derzeit im TV zu hören sind. Besonders der stimmungsvolle Titelsong ist herausragend.

Überhaupt gibt es soviele Dinge in "Premiere", auf deren Fortsetzung man gespannt ist. Die Autoren scheuten sich nicht, das volle Potential der Serie zu zeigen, welches grandios und sehr sehr vielversprechend ist.

Fazit

Der Pilot einer Serie hat das Ziel, den Zuschauer auf die Serie gespannt zu machen und ihm das Potential dieser zu demonstrieren. "Premiere" erfüllt beide Punkte mit solch einer Leichtigkeit, dass der Erfolg dieser Serie so gut wie nicht mehr in Frage kommt.

Dennoch wirken einige Sachen noch unausgereift, speziell der wiederkehrende Todfeind; aber diesen Punkt machen die durch und durch interessanten Charaktere größtenteils wieder wett.

Viel Aufwand wurde bei dem Pilotfilm betrieben, von den Specialeffects bis zu der Musikuntermalung stimmt alles.

Hervorzuheben ist die Innovationsfreude der Autoren und das erfrischend Skurrile.

Note: 1-

Artikel geschrieben von Alexandra Wenk (aw); aktualisiert am 19.09.2004 [10859 Aufrufe; 0 Kommentare]


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