Inhalt
Sternzeit 42976.1: Geordi La Forge und William Riker machen Untersuchungen in dem Urwald des Planeten Surata IV. Riker wird von irgendetwas am linken Oberschenkel verletzt und infiziert sich dabei mit einem unbekannten Erreger, den der Biofilter des Transporters nicht entfernen kann, wie Transporter-Chief O'Brien feststellen kann. Dr. Pulaski beamt mit gemischten Gefühlen nach unten, da sie Transporter hasst.
Während O'Brien sich noch einen kleinen Scherz mit ihr erlaubt. Riker erzählt, dass er gerade bei einer geologischen Untersuchung war, als der "Unfall" passierte. Er verspürt ein taubes Gefühl an der Wunde. Auf Dr. Pulaskis Befehl wird Riker ohne Biofilter in die Krankenstation gebeamt. Nach kurzer Zeit besitzt Riker überhaupt kein Gefühl mehr im Bein.
Sternzeit 42976.1: Dr. Pulaski stellt fest, dass es sich weder um eine Bakterien-, noch um eine Vireninfektion handelt. Die Mikroben verschmelzen auf Molekularebene mit den Zellen, wodurch der Transporter sie nicht herausfiltern kann. Offensichtlich beeinflussen sie das Nervensystem. Picard fragt besorgt, was er tun kann, um zu helfen: Dr. Pulaski empfiehlt, eine Crew zum Planeten zu beamen, die näheres über die Infektion herausfinden sollen.
Data und Geordi beamen nach Surata IV. Data stellt innerhalb vieler Kilometer keine Lebensformen fest. Er erkennt, das es in dieser Gegend sehr viele Fossilien gibt (vermutlich tierische). Geordi entdeckt etwas, dass wie eine versteinerte Schlange aussieht. Data stellt kein Leben fest. Trotzdem reagiert es auf Wärmestrahlung, speziell auf Geordi. Data kann die Schlingpflanze gerade noch rechtzeitig packen, bevor ein Dorn an ihr Geordi verletzen kann. Man schneidet denn Dorn mit einem Laser heraus und beamt damit zurück zur Enterprise.
Der Erreger befindet sich an dem Dorn. Picard unterhält sich besorgt mit Riker. Dieser hat Verständnis mit der Pflanze und meint, dass die meisten Lebensformen nicht töten, weil sie bösartig sich, sondern weil sie Überleben wollen. Wieder fragt Picard, was er tun kann, um zu helfen. Dr. Pulaski schickt ihn weg, damit er sie nicht bei der Arbeit stört.
Deanna kommt besorgt an das Krankenbett. Er wirkt auf sie trotz der Infektion und des nahenden Todes (der Erreger breitet sich mit enormer Geschwindigkeit im Körper aus) recht gutgelaunt. Riker gibt zu, dass er bis in den Tod hinein ein Vorbild für die Besatzung sein möchte. Nur ein Narr verliert seiner Meinung nach im Angesicht des ernsten Todes seinen Humor.
Riker wird bewusstlos. Der Erreger hat das Rückenmark erreicht und kontrolliert wesentliche Körperfunktionen. Bei bisheriger Geschwindigkeit würde der Erreger in etwa einer Stunde Rikers Gehirn erreichen. Dies muss auf alle Fälle verhindert werden.
Riker träumt: Es handelt sich um eine Erinnerung aus Folge: "Der Wächter". Er steht alleine auf dem T'kon-Planeten und sucht nach den anderen, die durch die Energieablenkung der Kristalle beim Beamen verstreut wurden. Er ruft "Ist da niemand?".
Dr. Pulaski versucht das Gehirn elektrisch auf gesamter Bandbreite zu stimulieren, um zu verhindern, dass der Erreger das Gehirn erreicht. Die Cortex-Wellen zeigen einen K-Komplex an, ähnlich einer REM-Phase. Das bedeutet, dass Riker träumt.
Riker träumt eine Szene dem Pilotfilm: ("Der Mächtige" & "Mission Farpoint".) Er geht zum ersten Mal auf das Holodeck der "Enterprise", um dort Data zu suchen. Data versucht Pfeifen zu lernen und behauptet, den Menschen auf vielen Gebieten überlegen zu sein. Andererseits meint Data, dass er gerne viele dieser Fähigkeiten aufgeben würde, wenn er dafür menschlicher würde.
Riker zeigt Wesley Crusher im Traum, wie man eine Frau umgarnen kann ("Die Thronfolgerin"). Er flirtet zu Lernzwecken mit Guinan. Es ist jedoch nicht Wes Stil.
Riker erinnert sich, wie er sich von Deanna Troi verabschiedet ("Rikers Vater"). Sie ist sehr traurig darüber.
Dr. Pulaski erkennt, dass Riker im Traum Erinnerungen durchlebt. Sie stellt fest, dass dies offenbar direkte Auswirkungen auf das Wachstum des Erregers hat. Sie versucht nur, spezielle Regionen des Gehirns anzuregen.
Riker träumt vom Edo-Planeten ("Das Gesetz der Edo"). Er wird mit anderen Crewmitgliedern von den Leichtbekleideten, erotischen und sportlichen Edofrauen begrüßt. Auf dem Holodeck trifft Riker in dem Erinnerungstraum auf Minuet, die Frau, die von den Binären aus seinem Wunschbild konstruiert wurde ("11001001"). Er unterhält sich und ist fasziniert von ihr.
Deanna Troi spürt, dass William nun erotische Erinnerungen erlebt. Sie ist etwas pikiert. Dr. Pulaski fährt fort mit den Stimulationen.
William Riker erlebt in der Erinnerung sein Treffen mit der Herrin Beate vom Planeten Angel One ("Planet Angel One"). Sie verführt ihn. Brenna O'Dell fragt Riker in der Erinnerung, ob er kein Gefallen an Frauen findet und verführt ihn zum "Füße waschen" und etwas mehr ("Planet der Klone"). Er küsst Brenna.
Dr. Pulaski stellt fest, dass sich die Wachstumsrate der Mikroben verdoppelt hat. Die Erinnerungen führen zur Bildung von Endomorphinen, die entweder das Mikrobenwachstum hemmen oder beschleunigen. Die erotischen Erinnerungen beschleunigten es jedenfalls. Sie sucht sich nun daher eine andere Gehirnregion mit negativen Erinnerungen zum Stimulieren. Wie man auf dem Bildschirm sehen kann, haben die Erreger mittlerweile das Gehirn erreicht, sind jedoch noch nicht weit eingedrungen. Rikers Lebenszeichen werden immer schwächer.
Nun träumt Riker von Tasha Yars Tod auf Vagra II ("Die schwarze Seele"). Dr. Beverly Crusher kann nach dem Energiestrahl Armus nur noch Tashas Tod feststellen.
Riker wird an den Tod von Deannas Sohn Ehem erinnert ("Das Kind"). Katherine Pulaski versucht vergeblich, ihn zu retten. Deanna vergießt bittere Tränen.
Deanna spürt, dass William nun Traurigkeit empfindet. Das Wachstum der Mikroben verlangsamt sich deutlich. William zeigt noch schwächere Lebenszeichen, die Atmung kommt nur noch schwach. Katherine will weiterhin negative Erinnerungen fördern, sie weiß jedoch nicht, ob das Williams geschwächter Körper noch lange mitmacht.
Auf dem Klingonenschiff Pagh unter Captain Kargan kämpft Riker in der Erinnerung gegen den 2. Offizier Kl, der ihm misstraut ("Der Austauschoffizier"). Riker durchlebt erneut seinen aussichtslosen Kampf gegen Admiral Quinn ("Die Verschwörung") und wird mühelos niedergeschlagen.
Dr. Pulaski bemerkt, dass Riker um sein Leben kämpft. Diese Erinnerungen produzieren Endomorphine, die auf die Mikroben giftig wirken.
In der Erinnerung erlebt Riker, wie er von einem drogensüchtigen Orkaner unter Strom gesetzt wird, um von Picard die Herausgabe des angeblichen Heilmittels Felizium (der Droge) zu erzwingen ("Die Seuche"). Dann durchlebt er, wie er im Kampf gegen die Ferengi auf dem Außenposten des T'kon-Reiches durch deren Energiepeitschen (eine ziemlich tödliche Waffe, die nur jemand führen kann der sie beherrscht!!) gelähmt wird ("Der Wächter"). Riker erinnert sich an Vagra II, wo er von Armus verschluckt wurde ("Die schwarze Seele").
Der Zustand Rikers ist so schlimm, dass Dr. Pulaski zu ihrem letzten Mittel greift: Sie gibt ihm eine Tricordazin-Spritze. Das Mikrobenwachstum hat sich extrem reduziert, ist jedoch immer noch nicht auf null Prozent.
Im stimulierten Traum erinnert er sich, wie er mit Captain Picard die Selbstzerstörungssequenz einleitet, um Nagilum keinen Triumph zu gönnen ("Illusion oder Wirklichkeit?"). Darauf erinnert er sich an einen Wettlauf mit dem Tod auf einem talarianischen Schiff mit mehreren, teilweise verletzten Klingonen an Bord ("Worfs Brüdern"). Der Reaktor des Schiffes war überkritisch und drohte zu explodieren. Das Beamen klappte nicht, wegen zu starker Interferenzen aus dem Maschinenraum.
Die Erinnerungsszenen wiederholen sich in Rikers Geist in immer schnellerer Folge.
Schließlich stellt Pulaski fest, dass die Infektion besiegt ist. Rikers Körperfunktionen normalisieren sich langsam wieder. Riker erwacht wieder und unterhält sich mit Dr. Pulaski und Deanna Troi. Sie ahnen, was er geträumt hat. Bald möchte William wieder aufstehen. Captain Picard kommt gerade zu Besuch. Katherine ermahnt William, noch liegenzubleiben, da er sich vielleicht gar nicht mehr erinnern kann, wer er ist.
Aber Riker, wieder zu Scherzen aufgelegt, behauptet das ganz genau zu wissen: Er wäre Jean-Luc Picard, Captain der "Enterprise". Jean-Luc spielt das Spiel mit und stellt den ihn begleitenden Data als Admiral vor, der dies "höchst unpassend" findet.
Kritik
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Artikel geschrieben von Mirjam Siebholz (ms); aktualisiert am 10.11.2004 [10672 Aufrufe; 0 Kommentare]