Von Alexandra Wenk
Ein wichtiges Mittel der Nachrichtenverbreitung innerhalb der Föderation ist der hauseigene Nachrichtendienst. So können die Bürger der Föderation auf dem Laufenden bleiben, was die wichtigen galaktischen Nachrichten des Quadranten betrifft.

Dadurch, dass sich die Grenzen der Föderation ständig erweitern und neue Welten hinzukommen, ereignen sich täglich wichtige Ereignisse, die von großer Bedeutung für den gesamten Alpha-Quadranten sind. Die Journalisten des VFP-Presse- und Informationsbüros berichten tagtäglich davon. Das Symbol des Nachrichtendienstes ist ein stilisierter Kuriervogel. Die Informationen der Männer und Frauen des Nachrichtendienstes werden mit Hilfe des Sternenflotten-Netzwerkes aus Subraum-Relaisstation und Kommunikationsplattformen im Alpha-Quadranten verbreitet.
Noch im 23. Jahrhundert ging es beim Nachrichtendienst nicht viel anders zu als im 20. Jahrhundert. Die Reporter schicken ihre Berichte an eine Organisation und diese verbreitet sie dann über den Planeten. Diese Informationen, Bilder und Daten werden mit Hilfe des Hyperraums verschickt. Durch Zuhilfenahme der Subraumtransmissionen ist es möglich, die Neuigkeiten innerhalb weniger Augenblicke von Sternsystem zu Sternsystem schicken. Wie auch in unserer Zeit berichten diese Journalisten von den wichtigsten Ereignissen. So war der Nachrichtendienst bei der Unterzeichnung des Khitomer-Vertrages anwesend, genauso wie er den Stapellauf der "Enterprise-B" hautnah miterleben durfte. Natürlich kommt es vor, dass wenn man so nah beim Geschehen ist, man direkt daran teilnehmen muss. Auf der "Enterprise-B" werden auch zwei Reporter von Chekov kurzerhand als Krankenschwestern rekrutiert. Der Umweg, den die "Enterprise-B" macht, um die el-aurianischen Flüchtlinge zu retten und den Tod des berühmten Captain James T. Kirk erleben Millionen live mit.
Man kann diesen tragischen Flug der "Enterprise" als ein Musterbeispiel für die Arbeit des Nachrichtendienstes nehmen. Bei solch wichtigen Ereignissen arbeitet für gewöhnlich ein zwei Personen-Team zusammen. Einer bedient das Aufzeichnungsgerät und der andere holt Leute vor die Kamera und befragt sie. Also es hat sich außer den neueren Technologien eigentlich nichts an den Arbeitsmethoden geändert. Die Reporter haben auch oft ein kleines Gerät, das einem PADD ähnelt, in der Hand. Diese Geräte besitzen ein sehr einfaches Tastenfeld und einen Sensorrichtstrahl, der ein weißes Licht abstrahlt. Diese Geräte dienen dazu, Stimmen und Geräusche aufzunehmen. Vielleicht haben sie auch noch Informationsspeicherfunktionen.
Der Kameramann trägt auf seinem Kopf ein Gestell, das auf den beiden Seiten seines Kopfes befestigt ist und aus insgesamt 5 Teilen besteht. Das Geschehen können alle durch einen monokularen Sensor über ihrem rechten Auge beobachten. Dieser Sensor hat noch andere Funktionen: er zeigt das aufgezeichnete Bildmaterial und den Status der Kamera. Über dem rechten Ohr befindet sich ein Gerät, mit dem der Sensor verbunden ist. Dieses Gerät zeichnet alles auf und ist auch der Überträger bei Live-Sendungen. Man kann das aufgezeichnete Bildmaterial entweder als ein Hologramm oder als Flachbild wiedergeben. Die Energiezelle für die Kamera befindet sich über dem linken Ohr. Und schließlich sorgt noch ein kleiner, sehr heller Punkt für die nötige Beleuchtung.
Auch wenn das Pressebüro für die Berichterstattung bei wichtigen Ereignissen zuständig ist, können auch freiberufliche Autoren bei der Föderation ihre Berichte einreichen und wenn sie gut sind, werden sie auch gesendet oder anders verbreitet. Diese freien Autoren leben meist auf fernen Außenposten oder kleinen Planeten, also Orte, wo normalerweise keine festangestellten Journalisten ihren Arbeitsplatz haben.
Jake Sisko ist einer dieser oben beschrieben freien Schriftsteller, die für den Nachrichtendienst arbeiten. Er meint, dass er so seine Arbeit auch endlich mal gedruckt sehen kann. 2373 macht er seine ersten Erfahrungen als Kriegsberichtserstatter. Er ist nämlich mit Dr. Bashir auf Ajilon Prime, als die Klingonen den Planeten angreifen. Er schreibt einen ehrlichen Bericht und verschweigt auch nicht die Angst, die er hatte. Er zeigt sein Talent als Schriftsteller hier zum ersten Mal öffentlich. Im darauffolgenden Jahr bleibt Jake, als das Sternenflotten-Personal die Station aufgeben muss, auf der Station zurück, um von dort aus weiter über den Krieg zu berichten. Am Anfang werden die Reportagen von Jake von Weyoun zensiert, da er sie für Dominion-feindlich hält. Aber es gelingt Jake, Daten mit Hilfe von Morn aus der Station zu schmuggeln. Diese Daten helfen der Föderation bei der Rückeroberung der Station. Auch nach diesem Zeitpunkt bleibt Jake aktiv für den Nachrichtendienst. So ist er auch bei der Befreiung des Chin'toka-Systems an Bord der "Defiant", da sein Vater ihn lieber bei sich hat, als ihn bei Martok auf einem klingonischen Schiff zu lassen.
Der Nachrichtendienst der Föderation erfüllt im Großen und Ganzen die gleichen Aufgaben, die die Journalisten in der heutigen Zeit auch schon haben. Nur dass es nun Ereignisse von galaktischen Ausmaßen sind, über die berichtet wird. Aber die Reporter sind zum Teil noch genauso nervig wie einige ihrer Kollegen in der heutigen Zeit.
Artikel geschrieben von Alexandra Wenk (aw); aktualisiert am 25.10.2004 [10996 Aufrufe; 0 Kommentare]