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Focusinhalt

'Star Trek VII' bis 'Star Trek IX' ("Star Trek Filme", Teil 3)

Von Alexandra Wenk

In der heutigen Ausgabe schließe ich das Thema "Star Trek Filme" ab. Zum Abschluß erhaltet ihr Infos über die Teile VII, VIII und XI. Es gibt wie immer eine Kurzhandlung und einen Hintergrund. Viel Spaß beim Lesen.

Titelgrafik zur Focusserie

Focusserie
"Star Trek Filme"
Teil 1:
'Star Trek I' bis 'Star Trek III'


Teil 2:
'Star Trek IV' bis 'Star Trek VI'


Teil 3:
'Star Trek VII' bis 'Star Trek IX'


"Star Trek VII - Das Treffen der Generationen"

Inhalt:

Im 23. Jahrhundert begleiten Kirk, Scotty und Chekov die Enterprise-B auf ihrem Jungfernflug. Bei diesem Flug werden sie in eine Rettungsaktion verwickelt. Bei der Rettung der Passagiere zweier Raumschiffe, die von einem Energieband bedroht werden, kommt Kirk ums Leben. 80 Jahre später rettet die Enterprise-D unter dem Kommando von Cap. Picard den Wissenschaftler Dr. Soran aus einer explodierenden Raumstation. Es stellt sich heraus, dass Soran vor 80 Jahren von der Enterprise vor dem Energieband gerettet worden war. Er will wieder zurück in dieses Energieband - den Nexus - da dies das Paradies ist. Dies kann beim ersten Versuch nicht verhindert werden, dabei wird ein Sonnensystem und die Enterprise zerstört und Picard landet im Nexus. Dort kehrt er mit Hilfe von Kirk zurück und sie können Soran gemeinsam aufhalten, aber Kirk findet dabei den Tod. Die Zerstörung der Enterprise kann leider auch nicht verhindert werden.

Hintergrund:

Dieser Film stellte den ersten Ausflug der TNG-Crew auf die Kinoleinwand dar. Da das Studio auf Nummer sicher gehen wollte, entschloß man sich noch Charaktere aus der "Classicserie" mitwirken zu lassen. Zu diesem Zweck wurden Kirk, Spock und McCoy ausgewählt, aber aufgrund der Absage von Nimoy und Kelly war man gezwungen diese Charaktere durch Scotty und Chekov zu ersetzten. Der Film diente außerdem noch als Anschluss an die soeben abgelaufene Serie. Als Regisseur wurde David Carson verpflichtet.

Ein Problem, das schon während der ganzen Zeit von TNG bestanden hatte, und auch unter den Fans heiß diskutiert wurde, war die Frage ob Kirk oder Picard der bessere Captain sei. Es wurde beschlossen dieses Problem im Film zu lösen. Die schwierigste Frage hierbei war das "Wie". Die Lösung fand man in einer gemeinsamen Zusammenarbeit von Picard und Kirk in dessen Verlauf die Beiden das Universum (was auch sonst) retten sollten.

Ein Problem hierbei war sicherlich schon die Charakterisierung von Kirk, da dieser ein Draufgängertyp war und dem Gegner somit logischerweise den heftigsten Widerstand entgegensetzte. Deshalb kam Picard, wenn auch unabsichtlich, dem Zuschauer etwas lächerlich vor. Auch der Umstand, dass Kirk sein Leben gibt (Ich weiß es wäre dumm gewesen wenn Picard gestorben wäre.) um den Planeten zu retten, lässt Picard im Vergleich schlechter abschneiden. Ein weiteres Problem ergab sich aus dem Mitwirken der Classic-Stars, da dadurch die TNG-Crew an Bedeutung verlor. Auch kannten einige Fans die "Classic"- Serie oder die älteren Filme nicht (ja, so etwas gibt es) und blickten daher nicht so recht durch.

Und die Fans der "Classic"-Serie mußten nun nach dem Tod von Spock und der Zerstörung der Enterprise den dritten Schicksalsschlag - Kirks Tod - ertragen. Aber diese Szene wurde gut inszeniert und blieb den Fans im Gedächtnis hängen, da damit gleichzeitig der Wechsel von der Classic-Crew auf die TNG-Crew vollzogen war. Der Bösewicht dieses Filmes wurde von dem Schauspieler Malcom McDowell (Soran) verkörpert.

Verantwortlich für die Spezialeffekte, von denen ein Drittel aus CGI bestand, war wieder die Firma ILM. Der Rest waren Modellaufnahmen, welche entweder mit anderen Bildaufnahmen kombiniert oder digital überarbeitet wurden. ILM bekam die Erlaubnis die Transporter, Photonentorpedos und den Warpgeschwindigkeitseffekt der Enterprise zu modernisieren. Für die Bruchlandung des Diskussegmentes der Enterprise waren 3 Monate Planung und 8 Tage Dreharbeiten nötig.

Bruttoeinnahmen in den USA: 76 Mio. $. Damit war die Voraussetzung für einen achten Teil gegeben.

"Star Trek VIII - Der erste Kontakt"

Inhalt:

Die Borg greifen die Erde an. Sie können zwar mit Hilfe der Enterprise-E geschlagen werden, aber niemand bemerkt, dass eine kleine Kapsel in der Zeit zurückgereist ist um die Geschichte zu verändern. Die Enterprise gerät in diesen Zeitwirbel und sieht sich nun der schwierigen Aufgabe gegenüber die Vergangenheit zu bewahren. Die Borg versuchen den ersten Warpflug von Zefram Cochrane, und damit auch den ersten Kontakt zwischen Menschen und Vulkaniern zu verhindern. Nach einem harten Kampf gegen die Borg gelingt es der Crew die Kapsel zu vernichten und die Vergangenheit zu bewahren.

Hintergrund:

Rick Berman, Brannon Braga und Ronald D. Moore waren sich sehr schnell darüber einig, dass man eine Geschichte mit den Borg drehen würde. Sie waren der Meinung, dass diese einen interessanten Gegenspieler für die Crew der Enterprise abgeben würden. In der Handlung spielten auch menschliche Belange eine Rolle, so konnte man sich von der selbstlosen Handlung der Crew, die ihr Leben für die Zukunft der Menschheit aufs Spiel setzten, überzeugen. Die Regie bei diesem Film übernahm wieder einmal ein Star Trek Schauspieler - Jonathan Frakes. Er führte schon bei einigen Folgen von TNG, DS9, Voy, sowie bei den TV-Specials "Diagnose: Mord" und "university Hospital" Regie. Frakes bereitete sich auf seine Aufgabe vor, in dem er sich verschiedene SF-Filme wie "Alien", "Alien - Die Rückkehr", "Unheimliche Begegnung der dritten Art", "Blade Runner" anschaute.

Die Produktion bei diesem achten ST Film übernahm Rick Berman. Er war zusammen mit Brannon Braga und Ronald D. Moore für das Drehbuch verantwortlich. Der Posten des ausführenden Produzenten wurde mit Marty Hornstein besetzt. Der Co-Produzent war Peter Lauritson. Als Komponist engagierte man Jerry Goldsmith. Um das Produktionsdesign kümmerte sich Herman Zimmerman.

Eine der schwersten Rollen (wegen dem Kostüm) hatte sicherlich Alice Krige, welche die Borgkönigin mimte. Da hatten es ihre Kollegen James Cromwell (Zefram Cochrane) und Alfre Woodward (Lily Sloane) leichter, da sie sich nicht in enge Kostüme zwängen mussten. Die Produktionsdauer für den achten Teil betrug insgesamt 3 Monate. Dabei wurden an verschiedenen Drehorten gedreht: Arizona, einem Berg im Angeles National Forest, Union Station in Downtown Los Angeles, Paramount Studios.

Der für das Make-up verantwortliche Michael Westmore sah sich mit der Aufgabe konfrontiert, für die Borg ein interessanteres Aussehen zu kreieren. Der Effekteleiter David Takemura und der Co-Produzent Peter Lauritson entschieden sich dazu, für die Spezialeffekte 5 verschiedene Lieferanten zu engagieren. 135 Aufnahmen wurden von ILM, 87 von den Firmen Pacific Ocean Post (POP) Film, Illusion Arts, Vision Arts uns Matteworld Digital erledigt. ILM war für die Konstruktion der neuen Enterprise und der Szene mit der Borgkönigin verantwortlich. Die Zusammenarbeit dieser 5 Firmen war ein Erfolg und so wurde ST VIII zu einem gelungenen Actionfilm.

Die Bruttoeinnahmen in den USA beliefen sich auf 92 Mio. $. Dieser Erfolg wiederrum garantierte den Fans eine Rückkehr ihrer Helden ins Kino.

"Star Trek IX - Der Aufstand"

Inhalt:

Die Enterprise erhält einen Anruf von Admiral Dougherty, dass man alle Informationen über Data brauche, da dieser bei einer Außenmission durchgedreht sei und Starfleetangehörige als Geiseln genommen habe. Als die Enterprise - gegen den Befehl des Admirals - bei dem Planeten auftaucht, gelingt es ihr Data zu deaktivieren. Nach einer Untersuchung kommt heraus, dass der Admiral gemeinsame Sache mit den Son'a macht, da es auf diesem Planeten einen Effekt gibt, der wie ein Jungbrunnen wirkt. Die Crew der Enterprise beschließt daher den Ba'ku - den Einwohnern des Planeten - zu helfen. Es kommt heraus, dass die Son'a eigentlich Ba'ku sind, welche verstoßen wurden und nun ihre 'Unsterblichkeit' wiederhaben wollten. Schlußendlich gelingt es die Zerstörung des Planeten zu verhindern und es werden auch erste Versuche unternommen die Ba'ku und die Son'a einander wieder näher zu bringen.

Hintergrund:

Schon am Anfang gab es Probleme was für eine Geschichte erzählt werden sollte. Michael Piller wollte eine Geschichte über die ewige Jugend schreiben. Im Gegensatz hierzu stand die Meinung von Rick Berman, der eine 'klassische' Geschichte produzieren wollte. Piller hatte in seinem ersten Konzept vorgesehen, dass die Geschichte sich darum drehen sollte, dass Picard auf die Suche nach seinem ehemaligen Akademie-Kollegen geschickt wird. Dieser überfällt nämlich romulanische Schiffe in einem abgelegenen Teil des Weltalls. Auf der Reise werden die Crewmitglieder jünger - die Romulaner haben einen Jungbrunnen entdeckt. Diese Idee gefiel Berman nicht, da sie einige Schwächen beinhaltet - zu politisch und albern. So beschloß man, Picards Akademie-Kollegen Duffy durch Data zu ersetzen und dass Picard ihn tötet und später erkannt, dass er falsch gehandelt hat.

Diese Idee kam nicht gut an. Steward ging sogar so weit, Piller einen Brief zu schrieben, in dem er für sein Alter Ego mehr Action und Romantik forderte. Piller schlug wieder seinen Jungbrunnen vor, und da Steward davon begeistert war, entschloß man sich diese Idee doch noch zu verwenden. Das ganze wurde nochmals überarbeitet und es wurden noch Action, Humor und etwas Romantik hinzugefügt. Und fertig war das uns bekannte Drehbuch.

Nach dem das Drehbuch erledigt war, mußte man sich auch noch um die geeigneten Gaststars kümmern. Diese fand man in F. Murray Abraham (Ru'afo), Donna Murphy (Anji), Anthony Zerbe (Admiral Dougherty) und Michael Welch (Artim). Regisseur wurde wie auch schon bei "Star Trek VIII - Der erste Kontakt" wieder Jonathan Frakes, der wieder einmal die schwierige Aufgabe hatte, seinen Job als Schauspieler und Regisseur unter einen Hut zu bringen. John Evans war der Illustrator für diesen neunten Teil. Er arbeitete schon für DS9, ST VII, ST VIII. Seine Aufgabe ist es das Design der Raumschiffe zu entwickeln. Evans ist gewöhnlich auch für die Requisiten zuständig, aber da es sich um ein großes Projekt handelte, hatte er Unterstützung von 3 weiteren Leuten.

Er entwarf die Son'a-Schiffe und die Yacht des Captains. Bei den erstgenannten achtete er darauf, dass sie alle individuell aussahen, aber man sollte dennoch eine gemeinsame Grundlage feststellen können. Herman Zimmerman war, wie schon in den Vorgängern, für das Produktionsdesign verantwortlich. Wegen der Ausmaße dieses Filmes wurden ganze 55 Sets benötigt. Im Vergleich hierzu: Für "Der erste Kontakt" wurden 37 Sets für das Innere der Enterprise gebraucht. Zimmermans schwierigste Aufgabe war es, das Ba'ku Dorf zu entwerfen, da dieses den Zuschauer veranlassen sollte, dort gerne zu wohnen. Das Dorf wurde extra für diesen Film gebaut und zwar an einem Fluß in der Nähe des Lake Sherwood, der in der Nähe von L.A. liegt.

Wichtig für die Darstellung war es, dass die Architektur fremdartig wirken sollte. Um das zu erreichen vermischte man verschiedene Architekturstile. In Zimmermans Zuständigkeitsbereich fielen auch die Sets der Son'a, die Dekoration der Hintergrund-Sets und die zusätzliche Innenausstattung der kleineren Schiffe. Für das Make-up wurde wieder wie in "Der erste Kontakt" Michael Westmore verpflichtet. Es war für ihn ein schwieriger Dreh, da es viele Statisten gab und somit jede Änderung des Drehplanes ein Problem darstellte.

Eine Aufgabe, die das Team bewältigen mußte, war das Aussehen der Son'a. Die Produzenten entschlossen sich - aus praktischen Gründen - die Ba'ku unverändert zu lassen. Die Anzahl der Statisten betrug 200 und es hätte einen riesigen Aufwand bedeutet, wenn man sie jeden Tag hätte schminken müssen. Die Kostümdesigner von "Der Aufstand" war Sanja Milkovic Hays. Aus Zellulosefasern wurde ein neuer Stoff kreiert um den Kostümen so einen außerirdischen Touch zu verleihen. Hays hatte schon viele Episoden von TNG gesehen, was ihr dabei half, die Kostüme nicht gleich erscheinen zu lassen. Aber trotz dieses Vorteiles kannte sie längst noch nicht alle Kostüme, also sagten ihr Frakes und Berman ab und an was schon mal dagewesen war. Hays und ihr Team hatten 8 Wochen Zeit um 230 Ba'ku und 30 Son'a Kostüme so wie weitere Kleinigkeiten für über 300 Darsteller anzufertigen. Am schwierigsten waren die Ba'ku, da sie die Guten sind und somit am schwierigsten, da sie nicht zu niedlich und süß aussehen sollten.

Bei den Bösewichten muss man vor allen Dingen darauf achten, dass sie gemein aussahen. Außergewöhnlich an den Spezialeffekten dieses Filmes ist es, dass alle Schiffe mittels CGI dargestellt werden. Eines der beiden Spezialeffekte-Unternehmen, dass sich darum kümmerte, waren die Santa Barbara Studios. Das Unternehmen mußte sich auch um den Briar Patch und die Szene mit Picard, Worf und Data in den Shuttels kümmern.

So leider ist nun Schluss mit dieser Reihe. Wenn Ihr wollt, dass ich sie weiterführe, müsst Ihr Paramount nur dazu überreden noch viele Star Trek Filme zu drehen!!!!

Artikel geschrieben von Alexandra Wenk (aw); aktualisiert am 29.10.2004 [12373 Aufrufe; 0 Kommentare]


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