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Überblick über die Cardassianer ("Cardassianer", Teil 1)

Von Alexandra Wenk

Die Cardassianer sind im Allgemeinen von hohem Wuchs und haben lange Hälse. Das auffallendste Merkmal der Cardassianer sind ihre Knorpelhöcker und knochigen Auswüchse. Ihre Hautfarbe kann variieren von einem hellen Purpur über grünliche Töne ja sogar bis hin zu einer fast schwarzen Färbung.

Titelgrafik zur Focusserie

Focusserie
"Cardassianer"
Teil 1:
Überblick über die Cardassianer


Teil 2:
Das cardassianische Rechtssystem


Teil 3:
Die Dissidentenbewegung


Teil 4:
Die cardassianische Politik


Um die Ansichten anderer Rassen über die Cardassianer zu veranschaulichen, zitiere ich nun Captain Edward Jellico: "Sie sind wie Wölfe, wie Raubtiere. In der Gruppe neigen sie zu Tollkühnheit. Allein werden sie vorsichtig. Sie tendieren dazu, bei sozialen Anlässen zu dominieren."

Natürlich sollte man nicht den Fehler begehen, diese Beschreibung auf alle Cardassianer zu beziehen. Denn man kann ja auch die Menschheit nicht danach beurteilen, was einige Menschen tun. Es gibt einige Cardassianer, die zwischen Pflicht und Moral abwägen können.

Für die Cardassianer ist die Familie sehr wichtig und meistens sind sie auch groß. Während des Werbens pflegen die Männer und Frauen einen groben Umgang miteinander. Für sie sind liebe Worte zu dieser Zeit etwas, dass man als Beleidigungen bezeichnen würde.

Viele cardassianische Kinder besitzen ein Haustier, dies kann z.B. ein weißes, pelziges Wompat sein. Cardassianer feiern, genau wie die Menschen, respektieren die Ehe. Für sie ist ein hohes Alter erstrebenswert, da dies ein Zeichen von Macht und Würde ist. Ihre strenge Einstellung lässt sich dadurch erklären, dass sie die Ordnung lieben und daran glauben, dass sich alles mit einem disziplinierten Verstand lösen lässt.

Eine weitere Eigenschaft ist ihrer Redseligkeit, wobei man nicht alles glauben sollte, was sie sagen, da sie auch gerne mal lügen. Ihre Literatur ist ein Spiegelbild ihres Pflichtbewusstsein, daher ist auch "Das ewige Opfer" einer der berühmtesten cardassianischen Romane.

Es scheint so, dass in der cardassianischen Gesellschaft alles von der Kaste bestimmt wird: Ehe, berufliche Laufbahn, Landsitz, politischer und sozialer Status. So ist es auch zu verstehen, dass Mischlinge und Waisen auf Cardassia so gut wie keinen Status besitzen, obwohl den Cardassianern die Familie sehr wichtig ist.

Die Cardassianer denken territorial, so darf kein Schiff ohne Erlaubnis ins cardassianische Raumgebiet fliegen. Die Cardassianer überwachen ihre Grenzen mit Patrouillenschiffen, die durch ihre Sensoren ein Sensornetz bilden. Dieses Netz geht sogar bis in die EMZ. Im Jahre 2309 beschließen die Cardassianer den Planeten Bajor zu besetzen um seine Ressourcen auszubeuten und seine Bevölkerung zu versklaven.

Sie können erst nach 60 Jahren wieder von den Bajoranern vertrieben werden. Im Orbit von Bajor bauen sie die Raumstation Terok Nor, die als Erzverarbeitungsanlage dient. Nach dem Bau dieser Raumstation beginnen die Cardassianer damit den Planeten systematisch auszuplündern. Es heißt, dass die Cardassianer ihre Gefangenen nicht gut behandeln. Aber sie sind auf der anderen Seite zuverlässige Geschäftspartner und bezahlen ihre Rechnungen pünktlich. Auch lassen sich ihre offiziellen Vertreter dazu bringen Bestechungsgelder anzunehmen, sogar von den Bajoranern.

Das Militär hat es geschafft sich über die Jahrhunderte hinweg einen großen Einfluss bei der Regierung zu schaffen. Der cardassianische Geheimdienst ist unter dem Namen "Das Obsidianische Kommando" bekannt. Er steht im Ruf erbarmungslos und tüchtig zu sein. Es wird sogar behauptet, dass Das Obsidianische Kommando tüchtiger als der Tal Shiar, der romulanische Geheimdienst, ist.

Es wird sogar gemunkelt, ein cardassianischer Bürger könnte nicht eine Mahlzeit zu sich nehmen ohne dass Das Obsidianische Kommando davon Wind bekäme. Das Kommando wird allerdings im Jahre 2371 fast vernichtet, als es einen Angriff auf den Heimatplaneten der Gründer wagte.

Die Cardassianer sagen von sich selber, dass sie das effizienteste Rechtssystem hätten, da bei ihnen der Angeklagte von vorne herein schuldig ist. Die Verhandlungen der Gefangenen werden ausgestrahlt, damit das Volk sieht, was passiert wenn man sich falsch verhält.

Für die Cardassianer hat das Essen und das Trinken eine große Bedeutung. Man kann das cardassianische Tischgedeck mit einem japanischen vergleichen um sich die Vorstellung zu erleichtern. Die Speisen werden mit großer Sorgfalt hergerichtet, da das Auge mit isst.

Damit sich ein Mensch eine Vorstellung davon machen kann, warum das Essen und Trinken für die Cardassianer so wichtig ist, muss er zuerst verstehen, dass es für die Cardassianer mehr als nur Nahrungsaufnahme ist. Es ist für Cardassianer eine Machtdemonstration, da in der cardassianischen Gesellschaft der Status bestimmt, mit wem man eine Mahlzeit einnimmt.

So zieht es Dukat vor, als er sich auf DS9 befindet, alleine zu essen, da er es für unter seiner Würde hält mit jemanden auf der Raumstation zu essen. In Gruppen sind Cardassianer eher aggressiv, einzeln hingegen sind sie eher reserviert. Sie dulden keine Handlungen, die eine Bedrohung für ihr Territorium und ihrer Kultur darstellen.

Noch vor 500 Jahren gab es das heutige Cardassia noch nicht. Damals waren die Cardassianer eine friedliche und künstlerisch geprägte Kultur. Cardassia war zu dieser Zeit für seine hervorragende Architektur und seine archäologischen Entdeckungen bekannt. Aber der Planet litt an Nahrungsmittelknappheit zwischen der Zeit vor 500 Jahren und 200 Jahren. Als Reaktion darauf gab es eine Revolution, die damit endete, dass das Militär die Kontrolle übernahm.

Das Militär versprach der Bevölkerung eine Rückkehr zu den glorreichen Zeiten und eine gesicherte Nahrungsmittelversorgung. Anscheinend versuchen die Cardassianer ihre verlorene künstlerische Ader heutzutage mit den Essensritualen auszudrücken.

Daher existiert auch ein großes Angebot an cardassianischen Speisen und Getränken, die auch vielen Spezies, darunter sogar ein paar Bajoraner, schmecken. So ist Iarish-Pastete ein beliebtes Dessert. Auch haben die Cardassianer einen Faible für Eier entwickelt. Eine Delikatesse auf Cardassia ist das gekochte Taspar-Ei. Roh hingegen ist das Ei ungenießbar.

Die Cardassianer essen die Eier genauso wie Menschen: Man bricht die Schale auf und isst das gekochte Eigelb und das Eiweiß mit einem Löffel. Die Rogva-Eier sind eine weitere Delikatesse auf Cardassia und man kann sie mit den bei den Menschen gegessenen scharfen Eiern vergleichen. Sie sind grünlich und oft mit einer sahneartigen Substanz gefüllt.

Die sehr bekannte Yamok-Soße wird zu den Gerichten gereicht um dem Essen Würze zu verleihen. In keinem Haushalt auf Cardassia darf diese Soße fehlen. Gewöhnlich wird sie zu Tojal und zu Sem'hal-Eintopf gereicht. Man kann sie aber auch zum Würzen von nichtcardassianischen Gerichten essen. In der cardassianischen Küche überwiegen die Fleischgerichte. So ist ein beliebtes Gericht das Zabo-Fleisch, dass gerne als fettes Steak gegessen wird. Ein häufiges Getreide auf Cardassia ist der Rulot-Samen.

Für Cardassianer ist neben dem Essen auch das Trinken sehr wichtig, wobei es alkoholische und nichtalkoholische Getränke gibt. Sehr beliebt ist der Kanar, ein dunkles, sirupähnliches Getränk. Man kann es in verschiedenen Ausführungen, z.B. als Likör, Whisky oder Wein vorfinden. Ein anderes beliebtes Getränk ist der Rokassa-Saft, der für seinen süßlichen Geruch und seiner angeblich nervenberuhigenden Wirkung bekannt ist. Zum Frühstück trinkt man meistens heißen Fischsaft. Eines von Gul Dukats Lieblingsgetränken ist der Rotblatt-Tee. Aber diesen Tee sollte man am besten selber zubereiten, indem man die Blätter mit heißem Wasser aufgießt.

Artikel geschrieben von Alexandra Wenk (aw); aktualisiert am 29.10.2004 [14550 Aufrufe; 0 Kommentare]


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