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Europa auf der Suche nach Außerirdischen

Der Satellit "Corot" soll ab 2005 nach fernen Welten im All aussschau halten. Berlin- Europäische Forscher wollen sich jetzt an der Suche nach Außerirdischen beteiligen. Deutsche Forscher werden für den "Corot" Satelliten, der ab November 2005 von der Erdumlaufbahn aus Planeten in fremden Sonnensystemen aufspüren soll, die Flugsoftware liefern

Die Software soll die Steuerung der Instrumente in 800 Kilometern Höhe und die Datenaufnahmen sicherstellen. Zuständig dafür ist das DLR- Institut für Weltraumsensorik und Planetenerkundung in Berlin-Adlershof. Aus Deutschland sind ausserdem noch die Thüringer Landessternwarte in Tautenburg, die Universität Köln und das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching mit dabei, bei diesem Vorhaben, wo auch Forscher aus Belgien, Österreich, Spanien und der Elsa beteiligt sind.

Das Interesse an "extrasolaren" Planeten ist wohl deshalb so groß, weil nur Sie als Lebensraum für Außerirdisches Leben in Frage kommen, da ja seit längerem klar ist, dass in unserem Sonnensystem keine höheren Lebewesen existieren. Bislang konnten seit 1995 ca. 100 solcher Himmelskörper aufgespürt werden, ausschließlich von bodenständigen Teleskopen. Auch das Hubble-Weltraumteleskop wurde zwischendurch zu Planetenbeobachtung eingesetzt, allerdings nur, um bereits getätigte Funde zu bestätigen. Routine-Screening fremder Sonnensysteme auf Planeten zählt nicht zu seinen Aufgaben.

"Corot" wird die erste Weltraummission sein, die diesem Ziel gewidmet ist. Einschlägige Satelliten anderer Weltraumagenturen wie "Kepler" oder "Eddington" sind zwar bereits länger geplant, starten jedoch erst in den Folgejahren.

"Corot" steht für "Convection, Rotation and Planetary Transits Mission". Insbesondere von der Beobachtung des letzten Aspekts, des Transits von Planeten durch die fernen Sonnensysteme, erhoffen sich die Astronomen bessere Erkenntnisse der fernen Erden. Bislang konnten deren Existenz nämlich fast ausschließlich nur indirekt wahrgenommen werden, durch leichte Bewegungen ihres Zentralgestirns was darauf hindeutet das die Schwerkraft umlaufender Planeten an ihnen zerrte. Nur in Ausnahmefällen war es möglich von der Erde aus solch ein Transit zu sichten, der das Licht der Sonnen graduell verdunkelte. Unter anderem "Hubble" konnte dies beobachten und dabei auch per Spektralanalyse feststellen, dass der betreffende Planet, der da in 150 Lichtjahren Entfernung um die Sonne HD 209458 kreist, sogar eine Atmosphäre hat.

Vorteil von weltraumgestüzter Erkundung ist nicht nur die bessere Sichtbarkeit. Durch die bisherigen Methoden konnten nur Riesenplaneten entdeckt werden, die nicht in bewohnbarer Entfernung um den jeweiligen Stern kreisten. "Corot" und die anderen E.T.-Jäger sollen dagegen in der Lage sein, auch kleinere, eben erdenähnliche "Wandelsterne" zu entdecken.


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