Mit zwei Tagen Verspätung ist am Mittwochmorgen endlich das neue russische Raumschiff "Sojus-TMA 1" vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan)zur "Internationalen Raumstation" (ISS) gestartet. Der Start verlief ohne die aufgrund des kürzlichen Unglücks befürchteten Probleme.
Die Besatzung mit dem belgischen Forschungskosmonauten Frank de Winne, dem Captain Sergei Saljutin und Bordingenieur Juri Lontschakow (beide Russen), soll in 2 Tagen an der "ISS" andocken. Hauptziel des Fluges ist es, "Sojus TMA1" als neues "Rettungsboot" für die Stammbesetzung zu der "ISS" zu bringen.
Das russisch-belgische Trio wird am 9. November mit dem Raumschiff "Sojus-TM 34", das seit Mai an der "ISS" angedockt ist, zur Erde zurückkehren.
Bei "Sojus-TMA1" handelt es sich um ein Sojus-Raumschiff der vierten Generation, wobei T für Transport, M für Modernisierung und A für anthropologisch steht. Es zeichet sich durch größeren Komfort für die Besatzung und neueste Bordtechnik aus. Das Raumschiff wurde auf Wunsch der US-Raumfahrtbehörde NASA für Astronauten bis zu 190cm Körpergröße und 95 Kilo Gewicht konzipiert. So wollen die Amerikaner sichern, dass alle ihre Astronauten bei einem Notfall aus der "ISS" evakuiert werden können. Bislang lagen die Maximalwerte bei 182cm und 85 Kilo.

