Gestern wurde die "Enterprise"-Episode "Marauders" ausgestrahlt. Trotz der Tatsache, dass letzte Woche eine Wiederholung die Erstausstrahlung unterbrach, konnte "Enterprise" diese Woche ihre Quoten halten.
Die Zahlen:
"Marauders", die aktuelle "Enterprise"-Episode, erlangte am vergangenen Mittwoch-Abend ein Overnight-Rating von 5.0 bei 7% Marktanteil. Damit landete die Serie im 20-Uhr-Sendeblock auf einem fünften Platz - vor dem Sender WB mit der Serie "Dawson's Creek" und einem Overnight-Rating von 4.0 bei 6% Marktanteil. Obwohl letztere Serie ein Plus von 8% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen kann, dürfte dies die letzte Staffel für "Dawson's Creek" sein.
Auf einem vierten Platz landete der Sender FOX mit seiner Kombination der Shows "The Bernie Mac Show" um 20 und "Cedric the Entertainer Presents" um 20:30 Uhr. Beide erlangten zusammen ein Durchschnitts-Overnight-Rating von 6.2.
Der dritte Platz geht an den Sender NBC und seine seine Serie "Ed", die ein Overnight-Rating von 7.5 bei 11% Marktanteil erlangte.
Zweiter wurde CBS mit "60 Minutes II" und einem Overnight-Rating von 8.0 bei 12% Marktanteil.
Sieger im 20-Uhr-Sendesektor wurde der Sender ABC mit seiner Kombination der Serien "My Wife And Kids" und "The George Lopez Show", die zusammen ein Durchschnitts-Overnight-Rating von 8.2 beanspruchen konnten.
Sieger des gesamten Abendes wurde wie immer NBC mit "The West Wing" und einem herausragenden Overnight-Rating von 12.7 bei 18% Marktanteil.
Die Gewinner und Verlierer:
Marc Berman postete in seiner renommierten TV-Kolumne folgende Liste der Top-Serien am Mittwoch-Abend in Hinsicht auf deren Quoten:
Die gestrigen Gewinner:
My Wife and Kids (ABC), The West Wing (NBC), The Bachelor (ABC), Law & Order (NBC)
Die gestrigen Verlierer:
The Amazing Race 3 (CBS), The Twilight Zone (UPN), MDs (ABC), Presidio Med (CBS)
Bei "The Twilight Zone", der neuen Serie von UPN, die im Anschluss an "Enterprise" ausgestrahlt wird, muss man sagen, dass obwohl sie auf eine komplette Staffel verlängert wurde, eine zweite Staffel beim derzeitigen Stand der Dinge unwahrscheinlich ist, zumal die Serie von Woche zu Woche an Zuschauerschaft einbüßt.
Damit ist diese TV-Saison voller Eintagsfliegen und sinkender Quoten, womit wir zum nächsten Punkt angelangt sind:
Sensationen und Flopps:
Der Erfolgsproduzent David E. Kelley hat es nicht mehr so einfach. Schwer genug für ihn, dass seine geliebte und hochgelobte Serie "Ally McBeal" eingestellt wurde, muss er in dieser TV-Saison auch noch zusehen, wie man seine neue Anwaltsserie "girls club" nach nur zwei Episoden wegen zu niedriger Quoten absetzt. David E. Kelley, der in der Branche als das Non-Plus-Ultra gilt, muss zur Zeit erheblich an seinem Image arbeiten, zumal auch die Einschaltquoten zu seiner aktuellen "Boston Public"-Serie (in der auch Jeri Ryan mitwirkt, die "Seven of Nine" in "Raumschiff Voyager" spielte) sinken.
David E. Kelley ist nichtsdestotrotz ein bewundernswerter Produzent, der mit solch hochwertigen Serien wie "The Practise", "Picket Fences", "Chicago Hope" und nicht zuletzt "Ally McBeal" für Innovationen im TV sorgte.
Und innovativ ist die Serie "24" alle Male. Diese Serie, in der 3 Geschichten parallel und im Split-Screen-Verfahren auf dem Bildschirm ablaufen, ist nicht nur spannend, sondern auch ein echter Publikums-Magnet. Die Staffel-Premiere konnte 13,5 Millionen Zuschauer fesseln und steigerte sich gegenüber dem Vorjahr erheblich.
Den neuen Serien "Birds Of Prey" und "Firefly" (von "Buffy"-Erfinder Joss Whedon) ist kein langes Leben gegönnt. Beide Serien verbuchten so schlechte Einschaltquoten, dass die Aussicht auf eine komplette oder gar eine zweite Staffel geradezu utopisch erscheint.
Kommentar:
Die Quoten von "Enterprise" sind nicht überraschend. Nach einer Wiederholung letzte Woche war es zu erwarten, dass die Einschaltquoten zurückgehen würden. Wenn man bedenkt, dass dieser Rückgang in Zahlen ausgedrückt lediglich 0,1 Punkte sind, kann man die Aussage treffen, dass die Quoten weitesgehend stabil geblieben sind - trotz Wiederholung.
Die ersten US-Kritiken zu der letzten Episode "Marauders" sind positiv, bleibt nur zu hoffen, dass die finalen Quoten zu der Folge ebenfalls positiv ausfallen werden. Die finalen Quoten zu "Marauders" gibt es wie immer spätestens in einer Woche.
Im Vergleich zum letzten Jahr, wo die Einschaltquoten nach jeder Wiederholungs-Phase dramatisch zurückgingen, kann man diese Saison sagen, dass diese sich bisher erstaunlich gut gehalten haben. Beim derzeitigen Stand der Dinge ist die zweite Staffel somit die stabilste in Hinsicht auf die Einschaltquoten, wenn diese auch höher ausfallen könnten.
Unterdessen sind die finalen Quoten zur Wiederholung von "Shockwave, Teil 2" abrufbar. Diese sind für eine Wiederholung erfreulich. "Shockwave, Teil 2" erlangte ein National-Rating von 2.6 bei 4% Marktanteil.
Insgesamt gesehen ist "Marauders" kein schlechter Start in die November-Sweeps.
Alle Zahlen stammen von "MediaWeek.com".
(sl); STVC-Meldung vom 31.10.2002; Quelle:
[1449 Aufrufe; 0 Kommentare] Vorherige News: [Neue Sojus-Kapsel dient der "ISS" als Rettungsboot] Nächste News: [Offizielle Bilder zur "Enterprise"-Episode "The Seventh"]

