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Die NASA geht in die Offensive

Die Gerüchte häufen sich, es wird immer mehr gemunkelt, die Mondlandung habe nie stattgefunden. Fehlende Sterne, eine flatternde Fahne und mysteriöser Staub. Ist der große Schritt für die Menschheit tatsächlich in einem Filmstudio gedreht worden?

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Mondlandung ein Fake?

Seit der ersten Mondlandung wird Die Weltraumbehörde von einem bösen Gerücht heimgesucht: Der kleine Schritt für Neil Armstrong, der ein so großer Sprung für die Menschheit hätte sein sollen, habe gar nicht auf dem Mond stattgefunden, sondern in irgendeinem Filmstudio. Und überhaupt: es habe noch kein Mensch den Mond betreten!

33 Jahre lang hat die Nasa die Gerüchte ignoriert, obwohl laut Umfragen bei den Amerikanern 10 bis 28 Prozent glauben, die Mondlandung habe nie stattgefunden. Nun ändert die NASA ihre Strategie, denn die Lage hat sich zugespitzt. Die Nasa fühlt sich gezwungen zu reagieren, man gibt sich offensiv und operiert doch defensiv die Weltraumbehörde verteidigt sich und nimmt ihre Gegner dabei ernst.

Die NASA hat nun bei James Oberg, dem renommierten Weltraumautor, ein Buch in Auftrag gegeben. Er soll sich im einzelnen mit all den vorgebrachten Beweisen ausseinandersetzen, die angeblich alle Mondlandungen als Täuschung entlarven. Oberg gilt als unverdächtig, ein NASA-Fürsprecher zu sein, denn er setzt sich auch kritisch mit den Projekten der Weltraumbehörde auseinander.

Die Debatte darüber, ob die US-Flagge am 20. Juli in Mondgestein gerammt wurde oder doch nur auf einen präparierten Sandboden, etwa in den riesigen Hallen der NASA-Basis "Muffett-Field" bei San Francisco oder in einem der Filmstudios in Los Angeles, hat zuletzt handfeste Formen angenommen. Im September überraschte der Filmemacher Bart Sibrel auf offener Straße Edwin "Buzz" Aldrin, nach Armstrong der zweite Mann auf dem Mond. Er forderte den Astronauten ultimativ zum Schwur auf, dass er den Mond wirklich betreten habe, mit der Hand auf der mitgebrachten Bibel. Doch anstatt die Hand auf die Bibel zu legen, ballte Aldrin sie zur Faust und schlug Sibrel ins Gesicht. Der ging zu Boden.

Sibrel war kein Unbekannter für Aldrin. Sie hatten sich schon einmal zu einem gemeinsamen Videoabend getroffen, um sich einen Film anzusehen, den der bekannte TV-Journalist, der unter anderem für CNN arbeitete, von der NASA versehentlich erhalten haben wollte. Nach Meinung Sibrels sei er eindeutig von der Apollo-11-Crew aufgenommen worden belege aber ebenfalls eindeutig, dass die Astronauten die ganze Zeit nur in der Erdumlaufbahn gekreist seien. Aldrin hatte damals zu Sibrel gesagt: "Sie sprechen mit dem falschen Mann", was Sibrel nicht nur aufzeichnete, sondern auch als Beweis für seine Theorie erachtete.

Der Streifen, den der Filmemacher unter dem Titel "Es passierte etwas lustiges auf der Fahrt zum Mond" dem amerikanischen Publikum vorführte, löste öffentliche Debatten aus und bei der Weltraumbehörde schrillten erste Alarmglocken. Darüber hinaus hatte Sibrel auch die einschlägig bekannten fotografischen Belege für den angeblich größten Bluff der Nachkriegsgeschichte angeführt: Fehlende Sterne, im Wind flatternde Fahnen, wo es gar keinen Wind gab, falsche Schatten. Tausende Web-Seiten sind damit gefüllt und gerade in letzter Zeit beginnen Communities und Chat-Clubs heftig darüber zu debattieren.

Angefeuert wurde die Debatte zuletzt aus Frankreich, seit langem eine konkurrierende Raumfahrtnation. Erst kürzlich lief ein eineinhalbstündiger, nur unzureichend als Satire gekennzeichneter Dokumentarstreifen auf dem Sender "Arte", Apollo 11 wäre tatsächlich erfolgreich auf dem Mond gelandet aber die NASA habe vorgebaut. Für den Fall des Scheiterns wären vorsorglich aufwändigste Studioaufnahmen von einer erfolgreichen Landung gedreht worden, die dem Weltpublikum hätten vorgeführt werden können. Eine zwar harmlose Variante des Verschwörungsvorwurfs, die dennoch wieder alle fundamentalen Zweifel der Hardliner nährt. Immerhin soll die NASA "Lheureux" gegenüber eingestanden haben, dass etwa 20 der Apollo-Fotos tatsächlich fragwürdig seien.

Teleskope, vor allem das im Orbit kreisende "Hubble", hätten uns längst die Hinterlassenschaften der Menschen auf dem Mond zeigen müssen.

Oberg, der nun alles richten soll, und auch die NASA selbst machen sich allerdings keine große Hoffnung, die große Gemeinde hartnäckiger Anhänger der Verschwörungstheorie bekehren zu können.


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