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Gravitationslinsen liefern weiteres Indiz für dunkle Energie

Zwei Drittel der Energie unseres Kosmos ist "dunkel" - eine rätselhafte Eigenschaft des Raumes, welche die Expansion des Alls beschleunigt. Zu diesem Schluss kommt jetzt ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Ian Browne von der Radiosternwarte Jodrell Bank in Großbritannien.

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Dunkle Energie

Zehn Jahre lang hatten die Astronomen mit den größten Radioteleskopen der Welt Quasare auf Mehrfachabbildungen durch so genannte Gravitationslinsen untersucht. Das Ergebnis: Rund jeder siebenhundertste Quasar erscheint uns durch eine Gravitationslinse in Form mehrerer Bilder - eine Zahl, die sich nur durch den Einfluss der geheimnisvollen dunklen Energie erklären lässt.

"Der neue Gravitationslinsen-Test basiert auf völlig anderen physikalischen Argumenten als frühere Untersuchungen und liefert daher einen weiteren, unabhängigen Beweis für die Existenz von dunkler Materie", erläutert Ian Browne die Bedeutung des Forschungsergebnisses.

Als Gravitationslinsen bezeichnen die Astronomen Galaxien, die zwischen uns und einem fernen Quasar liegen. Die Schwerkraftwirkung der Galaxie "verbiegt" die Lichstrahlen des fernen Quasars, die Galaxie wirkt also als eine Art kosmische Linse. Dadurch kann es zu Mehrfachbildern des Quasars kommen.

In den vergangenen Jahren sind die Astronomen auf eine Reihe von Indizien gestoßen, die dafür sprechen, dass die Entwicklung des Universums nicht nur von der Schwerkraft der Materie, sondern zusätzlich von einer "dunklen Energie" beeinflusst wird. Diese dunkle Energie führt dazu, dass die Expansion des Kosmos nicht langsam durch die Gravitation abgebremst wird, sondern sich im Gegenteil noch beschleunigt. Welcher physikalische Prozess sich hinter der dunklen Energie verbirgt, ist bislang allerdings unbekannt.


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