Und auch diese Woche gibt es keine guten Nachrichten bezüglich der "Enterprise"-US-Quoten. Mit dem Anfang der November-Sweeps sinken diese stetig weiter und erreichten mit der letzten Episode einen neuen, traurigen Negativ-Rekord.
Die letzte Episode von "Enterprise", "The Communicator", verbuchte das schlechteste Overnight-Rating nicht nur der zweiten Staffel, aber auch der gesamten Serie ("Durch die Wüste" nicht mitgezählt, da diese Episode nicht zur regulären Zeit ausgestrahlt wurde).
Mit einem Overnight-Rating von nur 4.5 bei 7% Marktanteil landete "The Communicator" auf einem gewohnten fünften Platz - wie immer vor "Dawson's Creek" auf dem Sender WB und hinter "The Bernie Mac Show" und "Cedric The Entertainer Presents" auf dem Sender FOX.
Die Zuschauerzahl in Millionen gibt schließlich an, wieviele Zuschauer (nicht Haushalte) tatsächlich eingeschaltet haben. Die Overnight-Ratings sind Vorabquoten, da sie nur die 37 wichtigsten TV-Märkte berücksichtigen und daher nur als Indiz für die finale Quote gewertet werden können - nicht mehr und nicht weniger. Dabei werden die Zahlen in Haushaltspunkten/Marktanteil angegeben, was nichts anderes bedeutet als die Prozentzahl aller US-TV-Haushalte.
Ein Overnight-Rating von 4.5 entspricht also 4,5% der gesamten US-TV-Haushalte. Der Marktanteil gibt an, wieviel Prozent von den gesamten Zuschauern, die zur Sendezeit den Fernseher eingeschaltet hatten, "Enterprise" sahen. 7% bedeutet also, dass 7% aller zur Sendezeit aktiven Zuschauer "Enterprise" eingeschaltet hatten, der Rest bevorzugte andere Sender.
Ein Sweep-Monat ist ein Monat, in dem die Einschaltquoten von Serien getestet werden, um die Werbepreise festzulegen. Die Sender strahlen in diesen Monaten (November, Februar, Mai) die vielversprechendsten Episoden ihrer Serien aus, um besonders hohe Einschaltquoten zu verbuchen.
Zweiter wurde "60 Minutes II" auf dem Sender CBS mit einem Overnight-Rating von 8.4 bei 12% Marktanteil.
Sieger im 20-Uhr-Sendeblock wurde die Serie "Ed" auf dem Sender NBC mit einem Overnight-Rating-Staffelrekord von 9.3 bei 13% Marktanteil.
"The Twilight Zone" erzielte im 21-Uhr-Sendeblock ein Overnight-Rating von 3.0 bei 4% Marktanteil.
Kommentar
Wieder einmal ein ausgesprochen enttäuschendes Ergebnis. Diese Woche gibt es jedoch keine Entschuldigung wie letzte Woche, wo "Enterprise" in Kokurrenz zu der "Country Awards"-Verleihung stand. Auffällig ist jedoch, dass die Quoten stets rückläufig sind in den Sweep-Monaten - anscheinend kommt "Star Trek" gegen die Konkurrenz nicht an, die in diesen Monaten mit ihren Höhepunkt-Episoden aufwartet.
Andererseits könnte es auch wiederum an der Serie selbst liegen, die, wenn man den neuesten US-Kritiken Glauben schenkt, nichts außergewöhnliches hervorbringt, sondern dem alten "Star Trek"-Schema folgt, an dem sich die meisten Zuschauer aber bereits satt gesehen haben. So gesehen wäre es sicherlich nicht verwunderlich, wenn die Einschaltquoten weiter sinken, denn bei der Konkurrenzschaft hat sich nicht viel verändert, die Gründe für den Quotenrückgang sind also in der Serie zu suchen.
Es bleibt spannend zu sehen, wie die Einschaltquoten sich die nächsten beiden Wochen entwickeln werden und wie diese nach dem Sweep-Monat aussehen - wie immer sollte man das Beste hoffen, denn weitere Quotenstürze vermag die Serie beim besten Willen nicht mehr zu ertragen.
Bitte bedenken, dass das Overnight-Rating nicht alle TV-Märkte in den USA berücksichtigt und daher nur als Vorabquote betrachtet werden sollte. Die finalen Einschaltquoten zu "The Communicator" erscheinen mit der nächsten US-Quotenbesprechung.
"The Seventh"
Die finalen Einschaltquoten zu der vorangehenden Episode "The Seventh" sind online und stellten ebenfalls einen neuen Negativ-Rekord für diese Staffel auf. Mit einem National-Rating von nur 3.2 bei 5% Marktanteil erreichte "The Seventh" lediglich 4,82 Millionen Zuschauer.
Mit so erbärmlichen Ergebnissen und seinen neuen gefloppten Serien "The Twilight Zone" und "Haunted" ist der Sender UPN um 11% schlechter in den November-Sweep gestartet als letztes Jahr. Überhaupt ergeht es dem Sender dieses Jahr schlecht, kommt er doch nicht annähernd an das Ergebnis des Erzrivalen WB heran, welcher mit Top-Serien wie "Smallville" und "Gilmore Girls" neue Quotenufer anpeilt.
Bleibt zu hoffen, dass sich in diesem Bereich schleunigst etwas tut. "Enterprise" ist weit von der Absetzung entfernt, ist sie doch die zweit-erfolgreichste Serie auf dem Sender, doch sinkende Einschaltquoten haben stets die Kürzung des Budgets für eine Serie zur Folge und bei diesem Tempo, wie die Quoten sinken, könnte es in Zukunft kritisch um "Enterprise" stehen.
(sl); STVC-Meldung vom 15.11.2002; Quelle:
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