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"Star Trek X: Nemesis"-Countdown, Teil 12

Auch diese Woche bekommen Sie einen neuen Teil unserer Countdown-Serie zu lesen, die sich zum Ziel macht, Ihnen die Wartezeit auf "Nemesis" mit interessanten Artikeln rund um das Thema "Star Trek im Kino" zu versüßen. Diese Woche erfahren Sie alles über Captain Picard und seinen Darsteller Patrick Stewart.

Jean-Luc Picard

Jean-Luc Picard wird im Jahre 2305 als Sohn von Maurice und Yvette Picard in Labarre, Frankreich, geboren. Seinen Eltern gehört ein Weinberg, der schon früher für seine guten Weine bekannt war. Zu Picards Vorfahren gehören unter anderem Leute, die an der Schlacht von Trafalgar teilnahmen und ein Chemie-Nobelpreisträger. Auch waren seine Vorfahren Pioniere bei der Besiedlung des Mars. Den jungen Jean-Luc zieht es magisch zu den Sternen, doch seine Angehörigen finden die Begeisterung des Jungen für das All nicht gut.

Um die Ablehnung seiner Familie zu verstehen, muss man ihr Umfeld kennen. Das Anwesen der Familie Picard liegt in einer idyllischen und phantasievollen hügligen Landschaft in Frankreich. Das Haus ist im Tudor-Stil erbaut. Hier gibt es noch Kopfsteinpflaster, schattige Alkoven und hölzerne Weinfässer. Jean-Luc ist zwar sehr stolz auf seine Familientradition, dennoch tritt er für die Zukunft ein und dies bringt ihn in einen Konflikt mit seinem Vater und seinem älteren Bruder Robert. Die beiden glauben, dass Jean-Luc - wenn er sich für die Zukunft entscheidet - Gefahr läuft, die "alten Werte der Familie Picard zu verlieren". Doch Jean-Luc lässt sich davon nicht aufhalten. Er ist sehr erfolgreich in der Schule und hält sogar die Abschiedsrede und bekommt sowohl sportliche als auch akademische Auszeichnungen.

Er hat immer alles unter Kontrolle. Doch sein Bruder Robert ist wegen Jean-Lucs Erfolgen neidisch und baut eine Mauer um sich auf, die die Brüder nie ganz überwinden können. Die Familie Picard ist verbunden mit ihren Ländereien, die sich schon lange in ihrem Besitz befinden. Doch Jean-Luc ist unzufrieden und entscheidet sich nach Beendigung der Schule zur Sternenflotte zu gehen. Dies führt zu einer Entfremdung zwischen ihm und seinem Vater und Bruder.

Die Entscheidung zur Sternenflotte zu gehen, ist nicht überraschend. So sammelt Jean-Luc schon als kleines Kind Schiffe in Flaschen und zeigt reges Interesse an interstellaren Forschungsschiffen und am Weltraum. Er ist auch ganz fasziniert von der "Phoenix", mit der Zefram Cochrane den ersten Warpflug unternahm. Im Alter von 17 Jahren bewirbt er sich daher bei der Sternenflotte, doch er wird nicht angenommen. Als er es im darauffolgenden Jahr wieder versucht, hat er Erfolg. Während seiner Akademiezeit leistet er sich auch mal den einen oder anderen Schnitzer, doch mit Hilfe des Gärtners Boothby kommt er immer glimpflich davon. Picard ist außerdem der erste Neuling, dem es gelingt, den Marathonlauf auf Danula II zu gewinnen. Picard zeigt an der Akademie großes Interesse an der Archäologie und baut zu seinem Professor, Richard Galen, ein gutes Verhältnis auf. Galen ist auch traurig, als Picard beschließt, keine Laufbahn in dieser Richtung einzuschlagen, sondern lieber auf die Kommandoebene geht.

2327 legt Picard seine Abschlussprüfung ab und auch dann ist seine jugendliche Unbesonnenheit noch ein Problem für ihn. Als er zusammen mit seinen Freunden einen Urlaub verbringt, kommt es zu einem Kampf mit ein paar Nausikaanern. In dessen Verlauf wird Picard sein Herz durchstochen und er wäre ohne ein künstliches Ersatzorgan gestorben. Später in seiner Karriere konfrontiert ihn Q noch einmal mit dieser Situation und gibt ihm die Chance, die Vergangenheit zu verändern. Als Picard dies tut, ist das Ergebnis erschreckend. Aus Picard wurde in dieser Zeitlinie kein Captain, sondern er brachte es nur zum Lt. und führte alles in allem ein langweiliges Leben und strebte nie nach einem hohen Ziel. Picard kommt (dank Q) zu der Erkenntnis, dass dieses Erlebnis und seine Fehler aus ihm einen Sternenflottencaptain machten.

Am Beginn seiner Karriere tut er auf der "U.S.S. Stargazer", einem Schiff der "Constellation"-Klasse, Dienst und es ist schon früh erkennbar, dass er sich für eine Kommandoposition eignet. Bei verschiedenen Ereignissen stellt er seine Fähigkeiten unter Beweis. Als er ein Ladeteam auf Milika III anführt, gelingt es ihm, den Botschafter vor einem Attentat zu schützen. Auch war er als junger Lt. auf der Hochzeit von Botschafter Sareks Sohn anwesend und bei dieser Gelegenheit entwickelte er einen tiefen Respekt für den Botschafter. Später zwingt ihn der Tod seines Captains in einer Schlacht das Kommando über das Schiff zu übernehmen. Bei dieser Gelegenheit bewährt er sich und er wird kurz nach diesem Vorfall zum Captain befördert. Er ist mit seinen 24 Jahren der jüngste Captain, den die Sternenflotte jemals hatte und hat damit den berühmten James T. Kirk abgelöst, der seinerzeit dieses Privileg innehatte. Picard behält das Kommando über die "Stargazer" für mehr als 20 Jahre. Während dieser Zeit erlebt er viel und entwickelt seine diplomatischen Fähigkeiten, die ihm später noch gute Dienste erweisen werden.

Seine Akte ist zu diesem Zeitpunkt tadellos. Allerdings gilt der Captain zu dieser Zeit außerhalb seines Dienstes als Frauenheld. Manchmal kommt es vor, dass er sich mit 2 Frauen am gleichen Abend verabredet. Aber seine Karriere ist ihm sehr wichtig und daher lässt er sich niemals auf eine längere Beziehung oder gar eine richtige Bindung mit einer Frau ein. Die einzigen Bindungen, die er hat, sind die zu seinen Freunden. So ist er noch immer mit seinen Freunden aus der Akademie, Cortin Zweller und Marta Batanides, und seinem ehemaligen Proffessor, Richard Galen, befreundet und legt auf die Pflege dieser Bekanntschaften großen Wert. Im Jahre 2344 lernt er die junge Medizinstudentin Beverly Howard kennen und obwohl er sie anziehend findet, kommt er ihr nicht näher, da sie mit seinem besten Freund Jack Crusher liiert ist. Durch seine Freundschaft mit Jack und dessen anschließender Heirat mit Beverly entwickelt sich zwischen Picard und Beverly auch eine Freundschaft. Daher ist es um so schmerzlicher für ihn, als er ihr beibringen muss, dass Jack bei einer Außenmission ums Leben gekommen ist. Er hat wegen dieses Vorfalls sein Leben lang Schuldgefühle.

Im Jahre 2355 erleidet seine Karriere einen Tiefschlag als die "Stargazer" von einem unbekannten Schiff bei Maxia Zeta fast vollständig zerstört wird. Picard befiehlt der Crew das Schiff aufzugeben und er und seine Mannschaft können erst nach Wochen gerettet werden. Picard wird wegen des Verlustes vor ein Kriegsgericht gestellt. Als Anklägerin tritt eine ehemalige Geliebte von ihm, Philipa Louis, auf. Am Ende des Prozesses steht jedoch Picards Unschuld fest und er wird von allen Vorwürfen freigesprochen.

2363 bekommt er das Kommando über die "U.S.S. Enterprise NCC-1701-D", ein Schiff der "Galaxy"-Klasse. Mit einer von ihm selbst ausgewählten Crew macht er sich auf, um neue Abenteuer und Herausforderungen zu finden. Die Besatzung der "Enterprise" umfasst 1000 Personen und die Crew besteht aus Angehörigen der Sternenflotte und ihren Ehepartnern und Kindern. Picard ist eine absolute Autoritätsperson und seine Befehle werden kaum in Frage gestellt. Seine Entscheidungen zeugen stets von großer Sorgfalt.

Picard übergibt seinem ersten Offizier Commander William Riker viele Aufgaben. Meist führt Riker auch die Außenmissionen an und agiert dort als Auge und Ohr Picards. Am Anfang ist es Picard unangenehm, dass Riker ihn so beschützt. Mit der Zeit lernt er aber diesen Charakterzug seiner Nummer 1 zu akzeptieren. Picard holt sich in schwierigen Situationen oft Rat von seinen Offizieren und bespricht mit ihnen die beste Vorgehensweise. Dadurch erhöht sich der Zusammenhalt und die Loyalität der Crew. Für Picard steht die Sicherheit seines Schiffes und seiner Mannschaft an oberster Stelle und er stellt für das Wohl seiner Crew sogar seine eigenen Interessen zurück. Aber er ist sich auch im Klaren, dass es sein kann, dass er einmal das Leben seiner Besatzung für einen höheren Zweck riskieren muss.

Picard hat als Captain eine Vielzahl an Aufgaben zu erledigen und verbringt den größten Teil des Tages im Dienst. Selbst wenn er dienstfrei hat, ist er ständig über den Status des Schiffes informiert und bei Problemen will er sofort Bescheid kriegen. Auch arbeitet er in seiner Freizeit an Methoden, um seinen Führungsstil zu verbessern. Durch diese Arbeit ist er auch oft einsam, aber er hat immerhin ein paar Vertraute. Zu diesen zählen die Mitglieder seines Führungsstabes und die Barkeeperin Guinan.

Sein größtes Problem auf der "Enterprise" sind allerdings die Kinder. Er ist der Ansicht, dass ein Schiff der Sternenflotte kein Ort ist, um Kinder aufzuziehen, da man ständig auf irgendwelche Gefahren trifft. Er versucht mit dieser Situation so gut wie möglich umzugehen. Da er sich nicht so gerne mit Kindern beschäftigt, übernehmen Commander Riker und Counselor Troi den größten Teil dieser Pflichten.

Picard kann sich mit seiner Mischung aus Diplomatie und militärischem Wissen allen Situationen anpassen und bleibt stets professionell. Fast immer gelingt es ihm, seine Gefühle zu kontrollieren und seine Entscheidungen auf Logik und Vernunft aufzubauen. Diese Eigenschaften helfen ihn bei Verhandlungen, die er der Gewalt stets vorzieht. Ihm wurde auch schon die Beförderung zum Admiral angeboten, aber lehnt es jedes Mal ab, da er der Ansicht ist, dass seine Talente am besten im aktiven Dienst eingesetzt werden.

Als Ausgleich zu seinen vielen Verpflichtungen dienen Picard seine vielfältigen Hobbies. Eine Leidenschaft, die er schon seit seiner Akademiezeit hat, ist die Archäologie. Auch nach Abschluss seiner Akademiezeit ist er immer auf den neusten Stand, was wichtige Ausgrabungen betrifft. In seiner freien Zeit stellt er oft selber Nachforschungen an. Er ist in diesem Gebiet so gut, dass er sogar den Respekt von professionellen Archäologen genießt. So wird er auch 2367 gebeten, auf dem Föderationskonzil für Archäologie die Eröffnungsrede zu den Grabungen auf Tagus III zu halten. In seiner Sammlung hat er einige archäologische Fundstücke. Sein Liebling ist ein gorlanischer Gebetsstab, den er für eine Flasche saurianischen Brandy erhielt. Diese Fundstücke haben keinen großen finanziellen Wert, aber für Picard sind sie historisch und persönlich gesehen sehr wertvoll.

Picard besitzt auch die Liebe zur Musik und hat schon als Kind Klavierunterricht genommen. Heutzutage spielt er aber lieber die ressikanische Flöte. Auf dieses Instrument kommt er durch eine Sonde, die das gesamte Wissen des Volkes der Ressik enthält. Picard erlebt durch die Sonde innerhalb von einer Stunde das Leben des Schmiedes Kamin von Kataan und bei dieser Gelegenheit lernt er auch das Spielen der ressikanischen Flöte. Picard hat eine Vorliebe für klassische Musik von der Erde wie die Stücke von Berlioz oder Chopin.

Eine anderes Hobby von Picard ist das Theater. So gibt er gerne auf dem Holodeck "Heinricht IV" zum Besten. Überhaupt ist er ein großer Shakespeare-Fan und besitzt sogar eine ledergebunde Ausgabe mit allen Werken Shakespears. Oft zitiert er auch seinen Lieblingsautor. Aber neben diesen klassischen Theaterstücken schlüpft er auch gerne mal in die Rolle des Privatdetektivs Dixon Hill und löst spannende Kriminalfälle.

Aber nicht alle von Picards Hobbies sind intellektueller Natur. So findet er auch an einer Großzahl von Sportarten Gefallen. Er ist ein sehr guter Florett-Fechter und kann hervorragend reiten. Als er die Akademie besuchte, besaß er sogar seinen eigenen Reitsattel. Des weiteren ist er ein erfahrener Kletterer und genießt die Herausforderung die höchsten Berge zu erklimmen.

Während seiner Missionen hat Picard Kontakt zu vielen verschiedenen Völkern, aber mit den Klingonen hat er eine einzigartige Beziehung. So wird Picard zum ersten Mal in die Angelegenheiten des klingonischen Volkes verwickelt, als Worfs toter Vater des Verrats bezichtigt wird und Worf als Sohn des Mogh dessen Ehre wieder herstellen will. Als Worf ursprünglicher cha'Dlch (klingonisch für Sekundant) verwundet wird, übernimmt Picard diese Rolle. Im Verlauf der Ermittlungen zeigt sich wie gut Picard mit seiner Rolle zurecht kommt. So gelingt es ihm Beweise für die Unschuld von Mogh zu finden. Da die Wahrheit aber einen Bürgerkrieg auslösen würde, entscheidet sich Worf dafür die Entehrung zu ertragen und Picard erkennt zum ersten Mal, dass auch die Ehre einzelner Klingonen hinter den politischen Interessen zurücksteht.

Bei Sternzeit 44246 wird Picard wieder in die inneren Angelegenheiten der Klingonen verwickelt. So bittet ihn der sterbende Kanzler K'mpec, als Nachfolgeschlichter zu agieren. K'mpec wird nämlich langsam mit einem Gift getötet und er kann keinem so recht trauen. Picard ist neutral und kann eine unvoreingenommene Entscheidung treffen. Picard gerät zwar mit den klingonischen Traditionen auf der einen und seinem Treueid gegenüber der Sternenflotte auf der anderen Seite in Konflikt, kann seine Aufgabe aber meistern, nachdem er aufdeckt, dass Duras K'mpec das Gift gab und Worfs Gefährtin K'Ehelyr tötet. Worf tötet im Anschluss Duras, wofür er einen Tadel erhält. Picard setzt nun Gowron als Kanzler ein, obwohl er weiß, dass dieser nicht die volle Unterstützung des Hohen Rates hat. Es kommt zum Bürgerkrieg als Duras Schwestern, Lursa und B'Etor, ihren Neffen Toral als Kanzler einsetzen wollen. Picard ist gezwungen, neutral zu bleiben, aber es gelingt ihm zu zeigen, dass die Duras-Schwestern Hilfe von den Romulanern erhalten. Als diese Tatsache bekannt wird, verlieren sie ihre Anhänger und Picard hat bei der Erneuerung der Allianz zwischen Klingonen und Föderation geholfen.

Mit keinem anderen Volk hat Picard eine so intime und entsetzliche Beziehung wie mit den Borg. Kein anderer Sternenflottenoffizier weiß soviel über dieses Volk und Picard muss für dieses Wissen einen hohen Preis zahlen. Zum ersten Treffen mit den Borg kommt es durch die Hilfe von Q, der die "Enterprise" in den Borg-Raum schickt. Schon gleich bei dieser Begegnung wird deutlich, wie unterlegen das Flaggschiff der Föderation diesem mächtigen Gegner ist. Nur durch Qs Hilfe kann die "Enterprise" entkommen und die Sternenflotte vor dieser Bedrohung warnen.

2366 treffen Picard und die Borg wieder aufeinander. Die Borg wollen Picard und es gelingt ihnen nach einer Verfolgungsjagd Picard zu entführen und in ihr Kollektiv zu assimilieren. Mit seinem taktischen Wissen planen sie die Föderation zu besiegen, kurzum sie machen aus Picard die Drohne Locutus von Borg. Nachdem die Sternenflotte bei Wolf 359 eine vernichtende Niederlage erleidet, gelingt es der Mannschaft der "Enterprise" ihren Captain zu befreien und mit dessen Wissen die Borg zu schlagen. Picard leidet nach diesem Ereignis an einem Trauma, da er sich genau an die Schlacht, die Opfer und seine Taten erinnert. Obwohl die Implantate der Borg entfernt werden können, bleibt ein wenig von den Borg für immer in Picard. Er versucht seine emotionalen Narben durch einen Besuch bei seiner Familie in Frankreich zu heilen, doch es wird klar, dass einige dieser seelischen Wunden niemals wirklich heilen werden.

Als Picard wenig später einen Borg, Hugh, findet, der sich durch einen Unfall vom Kollektiv gelöst hat, ist er zunächst bereit, die Drohne zu benutzen, um die Borg zu zerstören. Als er Hugh jedoch besser kennenlernt und bemerkt, dass die Drohne beginnt, von sich selber als "Ich" zu sprechen, erkennt er, dass es unmenschlich von ihm wäre, dieses Wesen als Waffe zu benutzen. Er begreift sogar, dass er ansonsten nicht besser als die Borg wäre. Hugh kehrt mit seinem Selbstbewusstsein ins Kollektiv zurück, wo sich seine Individualität ausbreitet. Diese Tat führt dann 2369 zu einem erneuten Treffen mit Hugh und den Borg. Wie sich herausstellt, waren die Borg von ihrer Individualität so verwirrt, dass es dem Androiden Lore ein leichtes war, sie zu kontrollieren. Die "Enterprise" hilft bei der Demontage Lores.

Zum letzten Mal trifft Picard 2373 auf seinen schlimmsten Alptraum. Als die Borg beschließen, mal wieder die Erde anzugreifen, spürt Picard über eine psychische Verbindung deren Nähe. Auch hat er oft Alpträume von seiner Assimilierung. Die Sternenflotte will nicht, dass Picard zum Kampf gegen die Borg kommt, da sie ihn aufgrund seiner psychischen Verfassung für einen "Unsicherheitsfaktor" halten. Picard ignoriert jedoch seine Befehle und kann durch sein Wissen die Borg schlagen. Jedoch entkommt eine Borgkugel in die Vergangenheit der Erde und Picard verfolgt sie, um die Zeitlinie zu schützen. In der Vergangenheit kann er zwar die Kugel zerstören, doch einige Borg beamen sich auf die "Enterprise" und beginnen damit, die Crew zu assimilieren. Picard ist wie besessen davon, die Borg zu vernichten und will anfangs sein Schiff nicht aufgeben. Schließlich erkennt er, dass er am besten das Schiff zerstören sollte. Während die Crew die "Enterprise" verlässt, kommt es zur Konfrontation zwischen ihm und der Borg-Königin, die Data im Maschinenraum gefangen hält. Diesem gelingt es den Raum mit tödlichem Plasma zu füllen, was dann die fleischlichen Komponenten der Königin auflöst. Picard kann nun den Schlusspunkt setzen und er zerbricht die Wirbelsäle der Borg-Königin ohne die geringste Reue. Aber nach dieser Tat ist sein Rachedurst endgültig gestillt.

Im Jahr 2375 lernt Picard das friedfertige Volk der Ba'ku kennen, als Data auf deren Planeten eine Fehlfunktion erleidet. Der Captain lässt es sich nicht nehmen und untersucht den Vorfall, da die Karriere eines seiner besten Offiziere auf dem Spiel steht. Es stellt sich heraus, dass die Son'a und der Sternenflottenadmiral Dougherty vorhaben, die Ba'ku umzusiedeln, weil es auf deren Planeten die metaphysische Strahlung gibt, die wie ein Jungbrunnen wirkt. Auch lernt er die Ba'ku Anji kennen und lieben. Als Dougherty ihm befiehlt, sich zurückzuziehen, kann er das aufgrund seiner Moral nicht. Er entschließt sich, den Befehl des Admirals zu verweigern und den Ba'ku zu helfen. Seine Crew versteht die Motivation ihres Captains und bleibt an seiner Seite. Es kommt heraus, dass die Son'a in Wahrheit Ba'ku sind, die im Exil gelebt haben und nun ihre Unsterblichkeit zurückerlangen wollen. Picard kämpft gegen den Anführer der Son'a, Ru'afo, und kann ihn besiegen. Nachdem die Ba'ku gerettet sind, muss Picard schweren Herzens Abschied von Anji nehmen, denn er möchte auf seinem Schiff bleiben und sie will ihren Planeten nicht verlassen. Aber man kann sicher sein, dass die Ba'ku und Anji einen bleibenden Eindruck bei Picard hinterlassen haben.

Patrick Stewart

Patrick Stewart wurde am 13. Juli 1940 in Mirfield, Yorkshire, geboren. Sein Vater war ein Berufssoldat und seine Mutter arbeitete in der industriellen Weberei. Da Mirfield für eine Provinzstadt eine reiche Kultur besaß, begann seine Bühnenerfahrung schon sehr früh. Als er 12 Jahre alt war, nahm er an einem 8-tägigen Schauspielkurs teil, wo er auch einige professionelle Schauspieler traf, die einen großen Einfluss auf sein Leben hatten.

Nach diesem Kurs beteiligte er sich immer mehr an Amateurstücken. Er machte damit sogar weiter, als er die Schule im Alter von 15 verlassen hatte, um Reporter zu werden. Doch sein Arbeitgeber fand es nicht so gut, dass Stewart so viel Zeit am Theater verbrachte und als das Schauspielen immer mehr Zeit in Anspruch nahm, stellte ihm sein Chef ein Ultimatum. Obwohl die Stelle gut war, entschied sich Stewart zugunsten der Schauspielerei und wollte sich selber als professioneller Schauspieler beweisen.

1957 wurde er an der "Bristol Old Vic Theatre School" angenommen und verbrachte dort 2 Jahre, in denen er das Schauspielhandwerk lernte und seinen Akzent verlor. Das war für ihn, wie er selber sagte, als ob er beinahe ein Doppelleben führen würde. Sprach er bei der Arbeit mit korrekter Betonung, so redete er aber mit seiner Familie und Freunden in seinem Yorkshire-Akzent.

Nachdem er die Schule verlassen hatte, bekam er immer genug Arbeit. Sein Bühnendebüt machte er im August 1959 in der Rolle des Morgan in dem Stück "Die Schatzinsel".

Stewart trat im Januar 1966 in die "Royal Shakespeare Company (RSC)" ein. Ein Jahr später wurde er ein sogenannter "Associate Artist", dies bedeutete für ihn, dass er zu denen gehörte, die als erstes für eine Rolle in Erwägung gezogen wurden. Bei der RSC spielte er Rollen wie King John, Shylock, Henry IV, Cassius, Titus Andronicus, Oberon, Leontes, Enobarbus, Touchstone und Launce. Auch war er bei vielen zeitgenössischen Stücken der RSC mit von der Partie. 1986 spielte er die Hauptrolle in Peter Shaffers Stück "Yonadab" am National Theater.

1966 hielt für Stewart noch ein wichtiges Ereignis bereit. So heiratete er in diesem Jahr Sheila Falconer, mit er die Kinder Daniel Freedom und Sophie Alexandra hat. Allerdings ließ er sich Jahre später von ihr scheiden.

1979 spielte er in dem Stück "Anthony and Cleopatra" mit und gewann den "West End Theatre Award" für die beste Nebenrolle. Einen weiteren Award konnte er für seine Hauptrolle in dem Stück "Who's Afraid of Virginia Wolf" einheimsen. Daneben spielte er auch in einigen Fernsehproduktionen wie "Excalibur" - dort übernimmt er den kleinen Part des Leondegrance - mit und in der Verfilmung "Der Wüstenplanet" von David Lynch kann man ihn in der Rolle des Guerney Halleck sehen.

An die Rolle des Captain Picard kam er eher durch Zufall. Robert Justman wurde auf Stewart, während dieser eine Lesung in L.A. hielt, aufmerksam. Er war davon überzeugt, den perfekten Schauspieler für die Rolle des Captain Picard gefunden zu haben. Justman konnte schließlich auch Gene Roddenberry überzeugen, Stewart zu engagieren. Aber dieser bekam zunächst mal nur einen Vertrag für den Pilotfilm und eine Option auf 13 weitere Folgen. Dies kam daher, weil sich Paramount nicht sicher war, ob das Publikum einen glatzköpfigen Captain akzeptieren würde. Stewart lebte während dieser ersten sechs Wochen aus einem Koffer, um bei einer Kündigung so schnell wie möglich wieder nach England abreisen zu können. Aber die Fans reagierten gut auf Stewart und der Rest ist Geschichte.

Auch nach dem Ende von "Das nächste Jahrhundert" war Stewart weiterhin viel beschäftigt. Neben diversen Theater- und Filmproduktionen spielte er auch in größeren Kinofilmen mit. So war er auch bei "Fletchers Visionen", die Hauptrolle hatte Mel Gibson inne, mit von der Partie und natürlich darf seine Rolle als Professor Xavier in dem Film "X-Men" nicht vergessen werden.

Auch im privaten Bereich war "Das nächste Jahrhundert" für Stewart eine erfolgreiche Angelegenheit. So lernte er dort Wendy Neuss kennen und lieben. Die beiden haben schließlich im August 2002 geheiratet.

Countdown

Bitte bedenken Sie: Nur noch 26 Tage bis zum US- und 46 Tage bis zum Deutschland-Start von "Star Trek X: Nemesis".

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(aw, STVC-Meldung vom 17.11.2002, Quelle: )


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