Viele Menschen fürchten sich vor einem Asteroideneinschlag auf der Erde. Den neusten Forschungsergebnissen zufolge ist diese Angst allerdings wenig begründet, denn die Wahrscheinlichkeit eines solchen Einschlages ist weitaus seltener als bisher gedacht.
Das Team um Peter Brown von der kanadischen "University of Western Ontario" hatte ermittelt, wie häufig ein Asteroid von einem bis zehn Metern Durchmesser auf die Erde treffen würde und daraus die Einschlagwahrscheinlichkeit größerer Objekte berechnet.
Während man größere Objekte mit Teleskopen oder Radar erkennen kann, ließen sich kleinere Himmelskörper bisher kaum zahlenmäßig erfassen. Ihre Berechnungen präsentierten die kanadischen und US-amerikanischen Forscher dem britischen Fachmagazin "Nature".
300 sogenannter Lichtblitze, die entstehen, wenn ein kleiner Asteroid in der Atmosphäre verglüht, wurden ausgewertet und es wurde festgestellt, dass diese Asteroiden, die über eine Sprengkraft von fünf Kilotonnen TNT verfügen, ca. einmal im Jahr der Erde einen Besuch abstatten.
Übertragen auf ungefähr 50 Meter große Himmelskörper bedeutet dies eine Kollisionswarscheinlichkeit dieser mit der Erde von 1000 Jahren - bisher wurde 200-300 Jahre angenommen. Viele Forscher halten solch ein Gebilde für den Verursacher der Tunguska-Katastrophe von 1908, wo offenbar keine Trümmer den Boden erreichten, aber die Druckwelle in der unbewohnten sibirischen Region rund 2000 Quadratmeter Wald verwüstete.
(sl); STVC-Meldung vom 21.11.2002; Quelle: Spiegel Online
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