"Enterprise" befindet sich auf einer Achterbahnfahrt, was ihre US-Quoten betrifft. Verbuchte die letzte Episode noch eine der schlechtesten Zahlen der Seriengeschichte, sieht es bei der dieswöchigen Episode wieder etwas andes aus.
Die letzte Episode von "Enterprise", "Singularity", konnte wieder etwas "gesündere" US-Quoten einfangen, nachdem letzte Woche diesbezüglich ein dramatischer Verlust zu verzeichnen war.
Am Mittwoch-Abend, um 20 Uhr, konnte "Singularity" ein Overnight-Rating von 4.8 bei 7% Marktanteil verzeichnen und landete damit in diesem Sendeblock auf einem gewohnten fünften Platz - vor dem Sender WB mit "Dawson's Creek".
Die Zuschauerzahl in Millionen gibt schließlich an, wieviele Zuschauer (nicht Haushalte) tatsächlich eingeschaltet haben. Die Overnight-Ratings sind Vorabquoten, da sie nur die 37 wichtigsten TV-Märkte berücksichtigen und daher nur als Indiz für die finale Quote gewertet werden können - nicht mehr und nicht weniger. Dabei werden die Zahlen in Haushaltspunkten/Marktanteil angegeben, was nichts anderes bedeutet als die Prozentzahl aller US-TV-Haushalte.
Ein Overnight-Rating von 4.8 entspricht also 4,8% der gesamten US-TV-Haushalte. Der Marktanteil gibt an, wieviel Prozent von den gesamten Zuschauern, die zur Sendezeit den Fernseher eingeschaltet hatten, "Enterprise" sahen. 7% bedeutet also, dass 7% aller zur Sendezeit aktiven Zuschauer "Enterprise" eingeschaltet hatten, der Rest bevorzugte andere Sender.
Ein Sweep-Monat ist ein Monat, in dem die Einschaltquoten von Serien getestet werden, um die Werbepreise festzulegen. Die Sender strahlen in diesen Monaten (November, Februar, Mai) die vielversprechendsten Episoden ihrer Serien aus, um besonders hohe Einschaltquoten zu verbuchen.
Auf Platz drei kamen die beiden Serien "The Bernie Mac Show" (20 Uhr) and "Cedric the Entertainer Presents" (20:30 Uhr) des Senders FOX, die ein Durschnitts-Overnight-Rating von 5.2 bei 8% Marktanteil erzielten.
Den zweiten Platz belegte der Sender ABC mit seiner Serienkombination aus "My Wife and Kids" und "George Lopez".
Sieger im 20-Uhr-Sendeblock wurde der Sender NBC mit der Serie "Ed", die ein Overnight-Rating von 9.0 bei 14% Marktanteil erlangen konnte.
Kommentar
Endlich kann "Enterprise" wieder etwas durchatmen. Die Quoten sollten sich wieder ein wenig stabilisieren, wenn der Sweep-Monat vorbei ist und der Ausschuss an guten Episoden seitens Konkurrenz nicht mehr so groß ist. Vor allem sind die Zahlen diese Woche bewundernswert, wenn man sieht, dass "Enterprise" nur 0,4 Punkte vom Viertplazierten entfernt ist.
Die Einschaltquoten sollten sich für den Rest des Sweep-Monats auf diesem Niveau einpendeln - aber hoffen wir, dass diese weiterhin ansteigen werden.
Um ein wenig weiterzugehen, sei gesagt, dass den letzten US-Kritiken zufolge die Episoden von "Enterprise" sehr durchschnittlich sind und keine Experimente eingehen - dementsprechend ist es erstaunlich, wie das in den Einschaltquoten reflektiert wird - diese haben eine fallende Tendenz und sind bestenfalls durchschnittlich. Sollte es den Machern der Serie nicht gelingen, mit neuartigen Episoden aufzuwarten, ist zu befürchten, dass die Einschaltquoten weiterhin sinken werden - wie dies in den letzten 8 Jahren seit dem Ende von "Das nächste Jahrhundert" 1994 der Fall gewesen ist.
Bitte bedenken Sie, dass es sich hierbei lediglich nur um Vorabquoten handelt - die finalen Einschaltquoten zu "Singularity" werden in der nächsten US-Quotenbesprechung veröffentlicht werden.
"The Communicator"
Die finalen Einschaltquoten zu der "Enterprise"-Episode "The Communicator" sind abrufbar: Diese Episode konnte nur 4,5 Millionen Zuschauer (Haushaltspunkte: 3.0 bei 5% Marktanteil) fesseln und ist zusammen mit der Episode "Die Verschmelzung" aus der ersten Staffel die am wenigsten gesehene der gesamten Serie. 300.000 weniger Zuschauer als die Episode zuvor ist eine weitere erschreckende Bilanz. Dies ist um so unverständlicher, als dass ganz im Gegensatz zu "Die Verschmelzung", die in Konkurrenz zu der Verleihung der "Grammy Awards" stand, kein derartiger Mitspieler bei "The Communicator" vorhanden war.
Während die Serie im letzten November-Sweep noch 7,25 Millionen Zuschauer fesseln konnte, kommen die ersten beiden November-Sweep-Episoden dieses Jahr gerademal auf 4,65 Millionen.
Wie schlecht diese Einschaltquoten sind, zeigt ein Vergleich mit den anderen Sciencefiction/Fantasy-Serien in der Woche zwischen dem 11. und 17. November:
01. Alias (ABC) - 5.9 bei 9% Marktanteil (9,7 Millionen)
02. Smallville (WB) - 4.3 bei 7% Marktanteil (7,4 Millionen)
03. John Doe (FOX) - 4.0 bei 7% Marktanteil (6,8 Millionen)
04. Charmed (WB) - 3.1 bei 5% Marktanteil (5,1 Millionen)
05. Buffy (UPN) - 3.1 bei 5% Marktanteil (4,8 Millionen)
06. Enterprise (UPN) - 3.0 bei 5% Marktanteil (4,5 Millionen)
07. Firefly (FOX) - 2.9 bei 5% Marktanteil (4,5 Millionen)
08. Angel (WB) - 2.6 bei 4% Marktanteil (4,3 Millionen)
09. Birds of Prey (WB) - 2.5 bei 4% Marktanteil (4,0 Millionen)
10. The Twilight Zone (UPN) - 1.9 bei 3% Marktanteil (2,9 Millionen)
Dies dürfte damit die einzige Staffel von "The Twilight Zone" bleiben, der Serie, welche nach "Enterprise" ausgestrahlt wird. Die Serie bringt noch schlechtere Einschaltquoten ein als seinerzeit "Special Unit 2".
Alle Zahlen kommen von den Quellen "TrekWeb.com" und "Zapit.com".
(sl); STVC-Meldung vom 22.11.2002; Quelle:
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