Auch diese Woche gibt es einen neuen Teil unserer Countdown-Serie, die Ihnen die Wartezeit auf den kommenden zehnten "Star Trek"-Kinofilm mit interessanten Artikeln rund um das Thema "Star Trek im Kino" versüßt. Diese Woche erfahren Sie alles über William Riker und seinen Darsteller Jonathan Frakes.
Commander William T. Riker
Im Jahre 2335 wird William Riker in Alaska geboren. Er ist das neueste Mitglied in einer berühmten Ahnenreihe, die bis zum amerikanischen Bürgerkrieg reicht und hier einen der berühmtesten Vertreter des Riker-Clans hat. So war Colonel Thadius Riker damals Befehlshaber unter General Sherman und nahm an der Schlacht vom Pine Mountain teil. Wills Vater Kyle steht diesem Vorfahren jedoch in nichts nach, gelingt es ihm doch einen Angriff der Tholianer zu überleben.
Als Kind hat es Will nicht gerade leicht. So stirbt seine Mutter Betty schon als er gerade 2 Jahre alt ist und daher kommt der Haupteinfluss in seiner Kindheit vom Vater. Obwohl Will noch klein ist, ist der Tod seiner Mutter ein großer Schock für ihn. Mit den Jahren verschlechtert sich die Vater-Sohn-Beziehung und Will entwickelt sogar einen regelrechten Hass auf seinen Vater. Manchmal wünscht er sich sogar, dass sein Vater anstelle seiner Mutter gestorben wäre. Kyle legt, auch durch seinen Beruf als ziviler Berater der Sternenflotte, viel Wert auf eine leistungsorientierte Erziehung. Dadurch schafft er Mauern zwischen sich und seinem Sohn, die noch durch das mangelnde Vertrauen des Vaters in Will gestärkt werden. Aber Will lernt von seinem Vater wie wichtig Ehrlichkeit ist.
Während seiner Kindheit kämpft Will auch oft mit seinem Vater. Sie liefern sie regelmäßig Anbojitsu-Duelle, in den Will schon mit 12 Jahren so gut ist, dass sein Vater nur durch Mogeln gewinnen kann. Die Feindschaft zwischen Vater und Sohn wächst ständig und als Will gerade mal 15 Jahre alt ist, geht Kyle weg, da er seine Frau noch immer zu sehr vermisst. Durch diese harte Kindheit reift Riker zu einem entschlossenen Menschen heran. Sein Verhältnis zu seinem Vater bessert sich erst als Will schon längst erwachsen ist, denn erst dann erkennt er, dass sein Vater ihn wirklich liebt.
2353 beginnt Riker mit seinem Studium an der Sternenflottenakademie. Durch seine innovativen Ideen bekommt er des Öfteren mal ein Lob für seine Taktiken. Besonders beeindruckt sind seine Lehrer als er sein Schiff einmal bei einer Übung im toten Sensorwinkel eines thollianischen Schiffes versteckt. Auch ist er bei seinen Kollegen sehr beliebt. Im Jahr 2357 beendet er als Achtbester seines Jahrganges die Akademie.
Im Alter von 21 wird er als frischgebackener Fähnrich Steuermann bei einem geheimen Projekt. Dieses Projekt, die "U.S.S. Pegasus NCC-53847", steht unter dem Kommando von Captain Erik Pressman, der einen großen Einfluss auf Riker ausübt. Riker wiederum verbindet mit seinem ersten Captain eine besondere Loyalität. Nach 3 Jahren wird er zum Lieutenant befördert und nach Betazed als Teil einer Sternenflotten-Delegation versetzt. Dort lernt er auch die Halb-Betazoidin Deanna Troi kennen und lieben. Doch für den jungen Riker steht die Karriere an erster Stelle in seinem Leben und daher entschließt er sich auch ein Jahr später (2363) seine Versetzung auf die "U.S.S. Potemkin NCC-18235" zu akzeptieren, da dies ihn in seiner Karriere ein großes Stück vorwärts bringt. Gleichzeitig bedeutet dies auch das Ende der Beziehung mit Deanna. Später dient er dann unter Captain Robert DeSoto als Lieutenant Commander und Erster Offizier an Bord der "U.S.S. Hood NCC-42296". DeSoto hat eine hohe Meinung von Riker, auch wenn dieser einen Befehl missachtet hat und nicht zulässt, dass sich sein Captain während einer Krise auf den Planeten Altiar III hinunterbeamt. Für ihn steht das Wohlergehen des Captains ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Als Riker aufgrund seiner guten Leistungen das Kommando über die "U.S.S. Drake NCC-20381" angeboten wird, verzichtet er darauf. Denn er findet es aufregender, der Erste Offizier auf dem Flaggschiff der Sternenflotte unter Captain Jean-Luc Picard zu werden.
Auf genau diesem Posten des Ersten Offiziers der "Enterprise" verbringt er viele, viele Jahre. In dieser Zeit lehnt er das Kommando über einige Schiffe, darunter die "U.S.S. Melbourne" und "U.S.S. Aries", ab. Er selber ist zunächst auch etwas verwirrt über seine Entscheidungen, denn als junger Mann hatte er sich nichts sehnlicher gewünscht als Captain zu werden. Die Position des Captains wäre nur der nächste Schritt in seiner Karriere, aber irgendwie scheint er dazu nicht bereit zu sein. Als er mit der ehrgeizigen Lieutenant Shelby zusammenarbeitet, stellt er sich zum ersten Mal die Frage, ob er nicht einfach zu bequem geworden ist. Denn ihm gefällt es sehr gut an Bord der "Enterprise" und auch an Abenteuern mangelt es nicht. Riker ist der festen Überzeugung, dass der Posten des Ersten Offiziers an Bord der "Enterprise" der beste in der ganzen Flotte ist. Bei diesen Überlegungen mag es vielleicht auch eine Rolle spielen, dass ein Captain Riker niemals solch gefährliche und interessante Außenmissionen leiten könnte wie ein Commander Riker.
Der Dienst an Bord des Flaggschiffes der Sternenflotte hat auch den Vorteil, dass Riker hier an einer Vielzahl von Missionen teilnehmen kann. Des Weiteren befindet es sich am Rand des bekannten Weltraums und trifft immer wieder auf viele neue Rassen. Auf einem anderen Schiff würde er vielleicht jahrelang im All unterwegs sein ohne auch nur einmal eine neue Rasse zu treffen. Dies passt dem Abenteurer in Riker nicht. Er betrachtet es auch als Privileg auf der "Enterprise" zu dienen und mit dieser Crew zusammenzuarbeiten. Diese positive Einstellung, die er seinen Untergebenen entgegenbringt, führt auch dazu, dass diese ihn mögen und respektieren. Auch spielt er zur Unterhaltung der Crew mit seiner Jazz-Band schon mal im Zehn-Vorne. Riker hat insgesamt einen lockereren Kommandostil als Captain Picard. Das Problem mit den Angeboten eines Kommando erledigt sich 2366 von selbst. Denn nach der Schlacht von Wolf 359 ist die Anzahl der Schiffe ohne einen Captain stark geschrumpft und Riker kann weiter auf seinem Posten bleiben.
Im Jahr 2370 kommt jedoch ein Makel in Will Rikers bisher tadellose Personalakte. Als die "Enterprise" mit der Rettung der "U.S.S. Pegasus", auf der Riker diente, beauftragt wird, kommt ein dunkles Geheimnis ans Tageslicht. Es stellt sich heraus, dass auf der "Pegasus" mit einer illegalen Tarnvorrichtung experimentiert wurde. Dies führte zu einer Meuterei der Crew, in deren Verlauf sich Riker auf die Seite seines Captains stellte. Er floh zusammen mit Captain Pressman und half ihm bei der Tarnung des wahren Ereignishergangs. 2370 korrigiert er jedoch diesen Fehler und stellt Pressman bloß, auch wenn seine Karriere dadurch Schaden nimmt. Riker bedauert nur, dass er nicht früher den Mut hatte, diese Tat zu gestehen und ist froh, dass er nun endlich seinem Gewissen gefolgt ist.
Während Rikers Zeit an Bord der "Enterprise" entwickelt sich eine besondere Beziehung zwischen ihm und seinem Captain und sie avancieren zu einem der "Dreamteams" der Sternenflotte. Er genießt bei Picard aufgrund des gegenseitigen Verständnisses auch Freiheiten, von denen andere Commander nur zu träumen wagen können. So kann er Picard jederzeit sagen, wenn er einer anderen Meinung ist oder alles aus einer anderen Perspektive sieht. Dieses Vertrauen, dass der Captain seinem Ersten Offizier entgegenbringt, trägt sicherlich auch zu Rikers Respekt gegenüber Picard bei.
Riker genießt das volle Vertrauen Picards. Sein Captain vertraut ihm auch gefährliche und wichtige Außenmissionen an. Ein gutes Beispiel ergibt sich im Jahre 2373. Als die "Enterprise" einer Borg-Kugel in die Vergangenheit folgt, beauftragt Picard seinen Ersten Offizier damit, Zefram Cochrane dabei zu helfen, den ersten Warpflug, der zum Ersten Kontakt mit den Vulkaniern führte, mit der "Phoenix" erfolgreich zu absolvieren. Riker meistert diese Aufgabe mit Bravour und ist schließlich sogar im Cockpit dabei, als Cochrane seinen ersten Warpflug unternimmt. Ein weiterer Grund, warum Riker oft gefährliche Außenmissionen leitet, liegt darin, dass er darauf besteht, dass Picard an Bord bleibt, da der Captain wichtiger als der Erste Offizier ist. Deshalb ist es für Riker auch ein schwerer persönlicher Schlag, als Picard zweimal von der Brücke entführt werden kann. Einmal gelingt dies den Ansata-Terroristen und das andere Mal den Borg.
Riker hat sich auch so weit das Vertauen seines Captains verdient, dass dieser ihm ohne Bedenken das Kommando über die "Enterprise" anvertraut. Dies geschieht im Laufe ihrer Zusammenarbeit des Öfteren und Picard ist immer mit Riker zufrieden (vielleicht bis auf das eine Mal, wo Riker die "Enterprise-D" nicht wieder heil zurückbringt). Das letzte Mal übergibt er 2375 seinem Ersten Offizier die "Enterprise" und beweist damit wieder einmal großer Vertauen. Als Picard sich nämlich mit einem Teil seiner Crew gegen die Sternenflotte und die Son'a stellt, um die Ba'ku zu retten, beauftragt er Riker damit, zurück zur Föderation zu fliegen und den Verantwortlichen die wahren Hintergründe für das Interesse der Son'a an den Ba'ku zu erklären. Picard weiß sehr wohl, dass seine kleine Rebellion zum Scheitern verurteilt ist, wenn es Riker nicht gelingt, rechtzeitig mit Hilfe zurückzukehren. Riker kann seinen Auftrag erfüllen und sogar noch seinen Captain vor dem sicheren Tod retten.
Riker ist ein geborener Kommandooffizier und er versucht vieles, um seine Fähigkeiten zu verbessern. Dazu gehört auch, dass er sich während der Ausbildung und seiner Laufbahn darum bemüht, seine strategischen Fähigkeiten zu verbessern. Und die Mühen haben sich gelohnt, denn aus Riker ist ein hervorragender Stratege geworden. So studiert er die Lehren von berühmten Militärs und ergänzt dieses theoretische Wissen im Laufe seines aktiven Dienstes mit praktischen Wissen. Er ist immer darum bemüht, aus allen verfügbaren Optionen das Beste herauszuholen und meist gelingt ihm das auch, denn er verliert nie das große Bild aus dem Auge. Um zum gewünschten Erfolg zu gelangen, benutzt er oft ausgefallene Strategien und überrascht seine Gegner damit. Selbst im Privatleben arbeitet er an der Verbesserung seiner Strategien. So veranstaltet er in seinem Quartier jede Woche mit den anderen Senioroffizieren eine Pokerpartie, bei der sein "Pokerface" zur Perfektion bringt. Sein Wissen hilft ihm mit unbekannten Situationen zurechtzukommen und er lernt dabei immer etwas neues. Dies macht es für seinen nächsten Gegner nur um so schwerer, ihn zu besiegen.
Neben seiner Karriere hat er sich auch einen Ruf als Frauenheld erworben. Riker weiß genau, was er von einer potentiellen Kandidatin erwartet. So muss sie schön, intelligent, selbstbewusst sein und einen Sinn für Humor haben. Riker beschränkt sich bei seinen Eroberungen nicht nur auf Frauen seiner eigenen Rasse, sondern ist auch fremden Spezies nicht abgeneigt. Aber im Laufe der Zeit zeigt sich, dass er bei menschlichen Frauen eindeutig einen Hang zu dunkeläugigen Brünetten hat.
Zu seinen interessantesten Frauen gehören sicherlich Minuet und Soren. Minuet ist eine holographische Figur, die von den Bynaren kreiert wurde. Sie ist Bestandteil eines Jazz-Clubs in New Orleans. Das Besondere an ihr ist, dass sie Rikers Wünsche intuitiv spüren kann. Dies wurde von den Bynaren so gemacht, damit Minuet ihn ablenkt, während sie die "Enterprise" entführen. Nachdem Minuet gelöscht wird, bedauert Riker dies sehr und vermisst sie. Als er 3 Jahre später in eine Phantasierealität versetzt wird, hat er dort eine verstorbene Frau, die wie Minuet aussieht.
2367 lernt Riker die androgyne J'naii Soren kennen und lieben. Da die J'naii jedoch jede geschlechtliche Orientierung als Verbrechen ansehen, wird Soren verhaftet. Riker kann nicht anderes und startet einen Rettungsversuch, auch wenn dies ausdrücklich gegen die Erste Direktive verstößt - leider kommt er zu spät. Soren wurde schon psychisch manipuliert und empfindet nun keine weiblichen Gefühle mehr.
Aber die große Liebe seines Lebens ist Deanna Troi. Zwar hat er sie einmal wegen seiner Karriere verlassen, doch als sich die Beiden an Bord der "Enterprise" wiedersehen, beschließen sie, Freunde zu werden. Und im Laufe der Jahre vertieft sich ihre Freundschaft immer mehr und Deanna hat immer einen besonderen Platz in Rikers Herzen. Er zieht sie oft ins Vertauen und fragt sie bei Problemen um ihren Rat. Auch ist er eifersüchtig, wenn sie sich mit anderen Männern trifft - deutlich wird dies, als Deanna und Lieutenant Worf zusammen sind. 2375 entfachen die verjüngenden Strahlen des Ba'ku-Planeten jedoch die Liebe zwischen Riker und Deanna aufs neue und die beiden beschließen wieder eine Beziehung einzugehen.
Riker hat auch eine Vielzahl von Hobbys, die ihm dabei helfen, sich besser in sein Umfeld einzufügen oder die ihm bei seiner Karriere behilflich sein können. So versucht er den größten Teil seiner Freizeit gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden zu verbringen.
Riker musste nach dem Tod seiner Mutter oft das Kochen übernehmen und allmählich entwickelt es sich zu einem seiner Hobbys. Er bereitet gerne etwas für seine Freunde vor und es macht ihm auch nichts aus, wenn die Vorbereitungen für ein Essen auch mal etwas aufwendiger sind. Er zieht eine selbstgekochte Mahlzeit immer dem Essen des Replikators vor. Riker hat auch als Teil seines diplomatischen Trainings viele Kulturen und deren Küche studiert. Einen Fabel entwickelt er allerdings für die klingonische Küche und er scheut sich auch nicht davor, typische klingonische Gerichte wie Gagh, Targherz oder Berit-Lunge zu essen. Bei einem Austauschprogramm hilft ihm das, den Respekt der Klingonen zu erwerben.
Ein anderes Hobby von Riker sind alle Arten von Wettkampfsportarten. Für ihn ist das Siegen nicht das Wichtigste, sondern er nimmt gerne an Spielen, wie Parrises Square, teil, um Kontakte zu knüpfen und weil es ihm einfach Spaß macht. Einen Wettkampf, den Riker hingegen sehr ernst nimmt, ist Anbojytsu. Dieser Grund liegt in seiner Kindheit, denn damals konnte er seinen Vater in keinem Kampf besiegen. Als Riker jedoch erfährt, dass sein Vater früher gemogelt hat, ist er enttäuscht, denn für ihn ist ein ehrlicher Wettkampf wichtiger als das Gewinnen.
Auch spielt Riker in seiner Freizeit gerne Poker und veranstaltet regelmäßig mit dem Seniorstab der "Enterprise" Pokerpartien. Die Technik des Bluffens hat er in der Zwischenzeit so perfektioniert, dass nicht einmal mehr Geordi mit Hilfe seines Visors in der Lage ist, zu erkennen, ob der Commander die Wahrheit sagt oder nicht.
Eines seiner Hobbys betreibt er gerne auf dem Holodeck: Das Posaunespielen. So spielt er dieses Instrument oft in einem Café in New Orleans. Auch wenn Profis der Meinung sind, dass Rikers Spiel noch nicht gut ist, klingt es für das ungeschulte Ohr dennoch sehr gut. Manchmal führt Riker seine Künste auch in der Öffentlichkeit, etwa bei einer Party im Zehn Vorne, vor.
Jonathan Frakes
Jonathan Scott Frakes wurde am 19.August 1952 in Bethlehem, Pennsylvania, als Sohn von James und Doris Frakes geboren. Seine Kindheit verlief im Großen und Ganzen ganz normal. Mit seinem Vater James verband ihn eine ganz besonders enge Beziehung und die beiden gingen oft gemeinsam ins Kino. Frakes hat auch noch einen Bruder, Dan. Dieser erkrankte einige Jahre nach dem Ende von "Das nächste Jahrhundert" an Bauchspeicheldrüsenkrebs und Frakes nahm seine Arbeit zurück, um für seinen Bruder da sein zu können.
Aufgrund seiner Begeisterung fürs Kino wurde ihm ziemlich schnell klar, dass er sich gerne als Schauspieler profilieren würde. Seine Familie unterstützte ihm bei seinem Traum, da sie der Ansicht waren, dass ihr Sohn das machen sollte, was ihn glücklich macht und nicht nur etwas zu machen, was Sicherheit bietet, ihm aber keinen wirklichen Spaß bereitet. Dennoch schreibt sich Frakes zunächst nach dem Ende seiner High School an der "Penn-State"-Universität ein, um Psychologie zu studieren. Als er bei einem örtlichen Theater als Platzanweiser arbeitete, erkannte er, dass er unbedingt Schauspieler werden wollte und er änderte sein Hauptfach auf Theater. Er verließ aber schließlich "Penn-State" und wechselte nach "Harvard", wo er am "Loeb Drama Center" lernte. Als er fertig war, ging er nach New York und nahm sich vor, es innerhalb von 5 Jahren zu schaffen, von der Schauspielerei zu leben. Sollte dies nicht gelingen, würde er wieder die Schulbank drücken und eine praktische Ausbildung, von der er leben könne, absolvieren.
Frakes gelang es jedoch, sich langsam aber stetig eine Karriere als Schauspieler aufzubauen. So schlüpfte er unter anderem in die Rolle des Comic-Helden "Captain America" und tourte in dieser Aufmachung durch die ganze USA, gab Autogramme und warb für Marvel (den Verlag von "Captain America"). Diese Aufmachung brachte ihm sogar eine Einladung zu Amy Carter, der Tochter des Präsidenten Jimmy Carter, ein. Viel Geld konnte er auf diese Weise aber nicht einnehmen und daher sah er sich nach anderen Aufgaben um.
1977 bekam er eine Rolle in der Daily Soap "The Doctors" und schon im folgenden Jahr wurde er aus der Serie geschrieben. Aber immerhin lernte er bei der Serie viel über die wirklichen Abläufe beim Fernsehen. Frakes beschloss daraufhin nach L.A. zu ziehen, da er sich dort größere Chancen auf Jobs versprach. So bekam er Gastrollen, meist kleine Schurken, in Serien wie "Drei Engel für Charlie", "Quincy" und "Hart aber Herzlich". Seine erste Begegnung mit der Sciencefiction machte er durch Gastrollen bei "The Twilight Zone" und "Die Zeitreisenden". 1985 wurde er mit einem Mal einem viel größeren Publikum bekannt, da er eine Nebenrolle als Stanley Hazard in der Miniserie "Fackeln im Sturm" hatte. Dort traf er auch wieder auf Genie Francis, die er schon vor 2 Jahren bei der Miniserie "Süßes Gift" kennengelernt hatte, wieder und erkannte, dass Genie erwachsener geworden war. Und trotz des Altersunterschiedes entschlossen die beiden es miteinander zu versuchen und kurz bevor "Das nächste Jahrhundert" zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, heirateten sie. Und sie führen bis heute eine der wenigen skandalfreien Beziehungen in Hollywood.
Der entscheidende Augenblick seiner Karriere wurde jedoch das Vorsprechen für "Das nächste Jahrhundert". Er bekam die Rolle jedoch nicht gleich, sondern musste insgesamt sieben Male zum Vorsprechen erscheinen. Von Roddenberrys Seite wäre dies nicht nötig gewesen, wusste er doch gleich, dass Frakes die Rolle des Rikers auf den Leib geschrieben war. Jedoch brauchten die Produzenten noch ein paar Vorsprechen, um ebenfalls zu dieser Erkenntnis zu kommen. Doch nicht nur vor der Kamera war "Das nächste Jahrhundert" für Frakes sehr interessant, sondern auch dahinter. Frakes entwickelt während dieser Zeit sein Interesse an der Arbeit des Regisseurs und er war der erste "Star Trek"-Darsteller, der bei "Star Trek" Regie führte. Die Premiere hatte er bei der Folge "Datas Nachkomme".
Nach dem Ende von "Das nächste Jahrhundert" und dem anschließenden Kinofilm "Star Trek VII: Treffen der Generationen" widmete sich Frakes verstärkt der Arbeit als Regisseur und konnte die Produzenten schließlich auch davon überzeugen und war sowohl bei "Star Trek VIII: Der Erste Kontakt" als auch bei "Star Trek IX: Der Aufstand" der Regisseur. Daneben produzierte er die mehr oder minder erfolgreiche Serie "Roswell" und führte auch Regie. Auch war er bei einigen Folgen von "X-Faktor - Das Unfassbare" als Moderator mit von der Partie. Ein vorläufiger Höhepunkt seiner Karriere als Regisseur war der Film "Clockstoppers" von "Disney".
Frakes hat sich von einem reinen Schauspieler im Verlauf seiner Karriere zu einem richtigen Multitalent entwickelt und findet inzwischen Arbeit als Schauspieler, Regisseur und Produzent.
Countdown
Bitte bedenken Sie: Nur noch 19 Tage bis zum US- und 39 Tage bis zum Deutschland-Start von "Star Trek X: Nemesis".
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(aw, STVC-Meldung vom 24.11.2002, Quelle: )

