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Infrarotbild eines kosmischen Teilchens

Durch den europäischen "Very Large Telescope" ist Astronomen ein Einblick in kosmische Teilchenbeschleuniger gewährt worden. Es ist ein gewaltiger Strom aus Partikeln, welcher aus einer entfernten Galaxie zu uns strömt, der Radiogalaxie 3C 445.

Titelgrafik zur News
Hot Spot vom Jet der 3C 445

Das bis dato schärfste Infrarotbild eines kosmischen Teilchenbeschleunigers ist von Astronomen aus Italien, Deutschland und den Niederlanden mit dem "Very Large Telescope" (VLT) der europäischen Südsternwarte in Chile gewonnen worden. Durch den Plasmastrahl weisen die Bilder eine Schockfront in der intergalaktischen Materie auf. Auf dem Infrarotbild sind mehrere sogenannte "Hot Spots" zu sehen, welche bislang unbekannte physikalische Prozesse dabei zu einer Beschleunigung von Elektronen führen.

3C 445 ist von unserem Sonnensystem rund eine Milliarde Lichtjahre entfernt und ist im Sternbild Wassermann zu sehen. Im Zentrum der Galaxie befindet sich ein riesiges Schwarzes Loch, welches für die Kreisbewegung und die Aktivität der Galaxie verantwortlich ist. 3C 445 zeigt unter anderem zwei Plasmastrahlen (Jets), die aus dem Kern der Galaxie heraus wegschießen. An der Stelle, wo die Strahlen auf das Gas zwischen Galaxien treffen, sind riesige Schockfronten enstanden. So eine Front ist nun mit dem VLT im Infrarotbereich beobachtet worden.

Dabei werden drei helle Emissionsgebiete, diese "Hot Spots", sichtbar. Das zentrale Gebiet ist dabei jene Region, in welchem der Plasmastrahl auf das intergalaktische Medium trifft. 15.000 Lichtjahre sind die beiden anderen Regionen von dem zentralen Gebiet, also "Hot Spot", entfernt. Durch sekundäre Prozesse, davon sind die Astronomen überzeugt, werden dort Elektronen auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigt. Wie es dazu allerdings kommt, ist jedoch unklar und wird daher weiter erforscht.


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