Alle "Star Trek"-Fans wissen, wie wichtig der kommerzielle Erfolg des kommenden zehnten "Star Trek"-Kinofilms ist. Umso trauriger ist es, dass die aktuellen Kritiken sich alle nicht sonderlich begeistert von "Nemesis" zeigen.
Auf der Film(-Gerüchte)-Seite "Ain't It Cool News" ist eine weitere Kritik zum kommenden zehnten "Star Trek"-Kinofilm "Nemesis" aufgetaucht. War bereits die letzte Kritik nicht sonderlich positiv, ist die aktuelle noch negativer und dämpft die allseits positive Stimmung dem Film gegenüber. ""Es gibt ein essentielles Problem bei "Star Trek Nemesis", das über Schwächen in der Story, in der Regie und in der Darstellungskunst hinausgeht: Er ist billig. Und das Wort "billig" trifft mittlerweile so häufig auf "Star Trek" zu, dass ich Angst habe, dass die Franchise bald (wenn es nicht bereits passiert ist) irrelevant wird, wenn sie in den Schatten anderer Genre-Filme mit mehr kreativen Visionen fällt", schreibt die Seite." Nicht nur wird der Handlungsstrang um "B4" als "idiotisch" bezeichnet, auch wird der Film an allen Ecken und Kanten kritisiert - begonnen von der Regie bishin zur schauspielerischen Leistung: ""Danke an Paramount und Berman fürs Einstellen eines wildfremden Regisseurs. "Star Trek" braucht verzweifelt neue Leute, um sich frisch und vital zu halten. Aber "Star Trek" braucht auch einen Regisseur mit mehr filmischen Visionen als nur die Fähigkeit, Action-Szenen kompetent abzudrehen. Mit der Überbeanspruchung von Großaufnahmen und statischen Sets ist der Film in fast jeder Szene inklusive der vielbesprochenen Raumschlacht am Ende platt."" Damit nicht genug, wird auch das Drehbuch kritisiert:""Dieses ist natürlich das Hauptproblem des ganzen Films. John Logan hat ein Drehbuch geschrieben, das nicht besser ist als, sagen wir, eine durchschnittliche "Andromeda"-Episode. Die ganzen Veränderungen des Status quo in Ehren, aber die Dinge sind einfach zu voraussehbar. Logan fügt diesen Charakteren nichts hinzu, was wir vorher nicht schon einmal gesehen haben. Wenn ich LeVar Burton (spielt Geordi LaForge), Gates McFadden (spielt Beverly Crusher) oder Michael Dorn (spielt Worf) wäre, würde ich wegen Misstat klagen. Außer Picard hat keiner der Hauptcharaktere eine erkennbare Persönlichkeit. Sie sind einfach nur Puppen für Logans durchschnittliche Dialoge. [...]""Scheinbar handelt es sich beim Reviewer um einen "Star Trek"-Fan, der Roddenberrys Vision sehr respektiert und schreibt, dass "Star Trek X: Nemesis" eine Abkehr von dem ist, was "Star Trek" auszeichnet: ""Was immer auch Sie von "Star Trek: Der Film" und seiner lahmen Erzählung halten, dieser Film hatte eine größere, weitsichtigere Vision als alle folgende Filme und nahm seine Charaktere - und ihre Mission, neue Lebensformen und neue Zivilisationen zu erforschen - ernst. Was wir brauchen, ist ein "Trek"-Film, der zurück zu Roddenberrys Wurzeln gelangt und nicht die Crew gegen einen weiteren lahmen Super-Bösewicht kämpfen lässt - dieses Schema ist längst abgenutzt.""Zusammenfassend besagt das Review:""Insgesamt gesehen ist "Nemesis" eine kreative Enttäuschung. Wo andere Genre-Filme der Scifi/Fantasy-Kreativität neue Impulse geben, erscheint "Star Trek" altertümlicher und anspuchsloser als jemals zuvor. Ich bezweifle sehr, dass Nicht-"Trek"-Zuschauer Interesse an diesem Streifen finden werden. Ich hoffe, dass die "guten" Filme nächstes Mal eine ungerade Nummerierung haben.""
(sl); STVC-Meldung vom 29.11.2002; Quelle: Ain't It Cool News
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