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Neuer Therapieansatz für Asthma

Wenn die Zahl der so genannten Eosinophilen in der Lunge reduziert wird, erleiden Asthmatiker weniger schwere Anfälle. Diese Zellen verursachen Entzündungen der Atemwege und können dadurch Asthmaanfälle auslösen, berichteten britische Forscher im Fachblatt "Lancet"

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Asthma

Die Asthma-Therapie beruht bisher auf einer Einschätzung der Symptome und einer Messung der Lungenfunktion. Aber dabei wird die Anzahl der Eosinophilen in der Lunge nicht beachtet. Einige Wochen vor einem Asthmaanfall steigt die Zahl dieser Zellen stark an.

Ian Pavord vom Glenfield Hospital in Leicester und seine Mitarbeiter haben bei 74 Asthma-Patienten getestet, ob diese weniger Anfälle haben, wenn die Zahl der Eosinophilen niedrig gehalten wird. Eine Gruppe von Studienteilnehmern wurde mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt, sobald die Eosinophilenzahl in ihrer Lunge einen bestimmten Grenzwert überschritten hatten. Damit sollte die Anzahl der Eosinophilen reduziert werden. Die übrigen Testpersonen wurden nach der herkömmlichen Methode behandelt.

Nach einem Jahr war die Zahl der Eosinophilen in der Lunge bei den Testpersonen, die, wenn nötig, entzündungshemmende Medikamente bekommen haben, um 63 Prozent niedriger als bei der anderen Gruppe, erkannten die Forscher. Innerhalb dieses Jahres hätten die Teilnehmer, deren Eosinophilenzahl reguliert worden war, nur ein Drittel so viele schwere Asthmaanfälle erlitten als die übrigen Versuchsteilnehmer, sagten die Mediziner. Auch sei aus dieser Gruppe nur ein Patient wegen eines schweren Anfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden, während sechs herkömmlich therapierte Testteilnehmer stationär behandelt werden mussten. Die Wissenschaftler raten, dass in Zukunft die Regulierung der Eosinophilen mit in die Behandlung von Asthma einbezogen werden sollte.


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