Brasilien hat am Sonntag erfolgreich eine Forschungsrakete ins All gestartet. Die Rakete erreichte eine Höhe von 120 Kilometern und stürzte nach einem rund viertelstündigen Flug etwa 80 Kilometer vor der brasilianischen Küste wie geplant wieder in den Atlantik.
Im Auftrag mehrerer brasilianischer und einer deutschen Universität wurden während des Flugs acht verschiedene Experimente mit der Schwerkraft ausgeführt, wie die brasilianische Raumfahrtbehörde AEB mitteilte.
Dies war bereits der sechste Start einer brasilianischen Leichtrakete. Die am Sonntag ins All geschickte Rakete vom Typ VS-30 wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. Die Rakete wiegt 1.700 Kilogramm und ist 8,2 Meter lang.
Der brasilianische Weltraumbahnhof "Alcantara" verfügt wegen seiner Nähe zum Äquator über die besten Startbedingungen. Weil die Erddrehung am Äquator schneller ist, erleichtert es somit den Raketen einen Flug ins All. Dies spart bei Raketenstarts Treibstoff und erlaubt auch die Beförderung größerer Nutzlasten.

