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"Star Trek X: Nemesis"-Countdown, Teil 14

Wie immer erwartet Sie auch diese Woche ein neuer Teil unserer Countdown-Serie, die Ihnen die Wartezeit auf "Star Trek X: Nemesis" mit interessanten Artikeln rund um das Thema "Star Trek im Kino" versüßt. Diese Woche erfahren Sie alles über Data und den Darsteller Brent Spiner.

Data

Data ist ein Android, der von Dr. Noonien Soong geschaffen wurde. Dr. Soong war der Spezialist der irdischen Robotnik und ein genialer Kybernetiker. Doch bevor er sein Meisterwerk erschaffen konnte, musste er einige Fehlschläge hinnehmen. Um weiterhin in Ruhe arbeiten zu können, entschloss er sich die Erde zu verlassen und es zog ihn zu der wissenschaftlichen Kolonie Omicron Theta. Zunächst baute er dort Lore; dieser zeigte jedoch Verhaltensauffälligkeiten und schließlich musste Soong ihn wieder demontieren, da sich die Siedler durch Lores merkwürdiges Benehmen bedroht sahen. Mit den Erkenntnissen aus diesem Fehlschlag baute Soong nun Data, der eine deutliche Verbesserung gegenüber Lore darstellte, aber zu keinen Gefühlen fähig war.

Im Jahre 2338 wird Data voll funktionsfähig und eine seiner ersten Erinnerungen ist ein Test, den er an sich vornimmt. Ein Rätsel war für ihn lange Zeit, warum er das Wissen der 411 Kolonisten in seinem Gedächtnis hat. Es wird angenommen, dass Soong so etwas von Kolonisten retten wollte, als die kristalline Entität die Kolonie auslöschte. Dementsprechend ist auch Datas letzte Erinnerung, bevor er deaktiviert wird, das Erscheinen einer großer Gefahr.

Als eine Landegruppe der "U.S.S. Tripoli" später nach den Kolonisten sucht, führt sie ein Signalgeber zu Data. Wahrscheinlich wurde Data durch die Tricordersignale reaktiviert und das erste, an was er sich erinnert, ist, wie er die Augen öffnet und die Landegruppe sieht. Dieses Ereignis stellt sozusagen die "Geburt" Datas dar, denn von nun an ist er ständig aktiviert und lebt ein Leben. Er besitzt ein enormes Wissen, das kein anderes Mitglied der Sternenflotte besitzt und wird oft darum beneidet. Für Data hingegen ist es in der ersten Zeit ganz natürlich, so viel zu wissen und erst später erkennt er, dass dies keineswegs normal ist.

Obwohl Data eine künstliche Lebensform ist, hat er doch eine Familie. So bezeichnet er Dr. Soong als seinen Vater und seine Mutter ist für ihn Dr Juliana Tainer. Als er seine Mutter trifft, muss er jedoch erkennen, dass sie genau wie er ein Androide ist, der das Bewusstsein von Juliana enthält. Allerdings weiß sie nicht, dass sie in Wahrheit ein Androide ist und hält Data und Lore für ihre Kinder. Mit seinem Bruder Lore verbindet Data lediglich sein Aussehen. Ansonsten unterscheiden sich die beiden vollkommen, so ist Lore aufgrund seines Gefühlschips - der eigentlich für Data bestimmt war - instabil und zeigt eine sadistische Veranlagung. Dieser Zustand seines Bruder mag einer der Gründe gewesen sein, warum Data so lange zögert, bis er sich dazu entschließt, sich den Gefühlschip einzusetzen.

Im Jahr 2366 erschafft sich Data sogar sein eigenes Kind. Dazu dupliziert er einfach sein neurales Netzwerk und baut einen Androiden, der zunächst noch kein Geschlecht hat. Er gibt seinem Kind jedoch schon einen Namen: Lal - das ist das Hindiwort für "geliebt". Lal wählt dann das Erscheinungsbild einer Frau. Data kann es nicht verstehen, als Admiral Haftel ihm seine Tochter wegnehmen will, da sie angeblich Eigentum der Sternenflotte sei und zu Experimenten den Spezialisten des Daystrom-Institutes überlassen werden soll. Es kommt zwischen Data und dem Admiral zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf Lal nicht mit ihren Emotionen klarkommt, auf der einen Seite ist da die Liebe zu ihrem Vater Data und auf der anderen die Angst vor ihrem drohenden Tod. Als Lals neurales Netzwerk zu versagen beginnt, versucht Data alles, um seine Tochter doch noch zu retten, doch all seinen Bemühungen zum Trotz stirbt sie. Auch wenn Data keine Trauer fühlen kann, so vermisst er seine Tochter so sehr er es vermag und er versucht auch nie wieder ein anderes Kind für ihn zu bauen. Dies zeigt, dass Lal einen besonderen Platz in seinem Leben einnimmt.

Data hält sich nebenbei auch ein Haustier, seine Katze Spot. Mit der typischen Geduld, die nur eine Maschine aufbringen kann, wählt er seiner futterwählerischen Katze immer neue Futtersorten aus, bis Spot eine davon gefällt. Er verbringt viel Zeit mit Spot und findet immer mehr und mehr Gefallen an seinem Haustier. Als er kurz nach der Bruchlandung der "Enterprise-D" seine Katze lebendig zwischen den Trümmern findet, ist er erleichtert und freut sich. (Anm.: Zu diesem Zeitpunkt hat er sich seinen Gefühlschip schon eingesetzt).

Schon kurz nach Beginn seiner Aktivierung ist es eine von Datas größten Aufgaben, die Menschen zu studieren und zu versuchen, sie zu begreifen in der Hoffnung, selber eines Tages zu einem der ihren zu werden. Sein größtes Problem stellen in dieser Hinsicht die Emotionen dar, denn er kann die Emotionen (zunächst) nur auf einer logischen Grundlage analysieren und verstehen - doch kann er das wahre Konzept von Emotionen nicht erfassen. Dennoch sucht er schon zu Beginn seines Dienstes auf der "Enterprise" Kontakt zur Mannschaft und freundet sich mit ihnen an und wird den meisten ein guter Freund, auf den sie sich verlassen können. So respektiert er Worf und bewundert Captain Picard und Commander Riker. Sein bester Freund ist jedoch Geordi LaForge, mit dem er sich gleich von Anfang an gut versteht, da beide eine gemeinsame Leidenschaft für die Technik verbindet. Im Laufe der Jahre entwickelt sich diese Beziehung und es ist schließlich auch Geordi, der seinem Freund beisteht, als dieser sich den Gefühlschip einsetzt und ihm hilft, mit seinen Emotionen umzugehen.

Data betreibt auch viele menschliche Interaktionen, die ihm vor allem dabei helfen sollen, die Menschen leichter zu verstehen und sich besser in die Crew zu integrieren. So benutzt er oft das Holodeck als Lehrmittel, um Konzepte wie den Humor zu erforschen und zu verstehen. Daneben schlüpft er gerne in Rollen in bekannten Stücken wie "Sherlock Holmes" und "Heinrich V". Daher ist er auch Mitglied der Laienspielgruppe auf der "Enterprise". Des Weiteren hält er Dichterlesungen - sein bekanntestes Werk ist wohl "Ode an Spot" - und betreibt auch viel Kunst, die für ihn einen wichtigen Teil des menschlichen Daseins ausmacht.

Bevor Data sich den Gefühlschip einsetzt, wird sein Verhalten von einem Ethik-Programm gesteuert, das verhindert, dass Data missbraucht wird. Auch ist er sehr loyal und pflichtbewusst und meist sehr idealistisch veranlagt. So ist er der Meinung, dass Freunde sich immer gegenseitig helfen müssen und dass man immer das sagt, was man meint. Er setzt auch bei Menschen und anderen Rassen voraus, dass sie für ihr Handeln logische Gründe haben und wird immer in Verwirrung gestürzt, wenn er erkennt, dass dies nicht immer der Fall ist. Sein Verhalten erfährt eine grundlegende Veränderung, als er sich schließlich 2371 dazu entschließt, sich den Gefühlschip einzusetzen. Dieser ist in der Lage, Gefühle auf synthetischem Wege herzustellen und erlaubt der Maschine Data zum ersten Mal Gefühle zu erleben. Am Anfang ist er von seinen Emotionen überwältigt und verängstigt und überlegt ernsthaft, ob er den Chip wieder entfernen soll. Aber schließlich überwiegt doch seine Neugier und er behält ihn. Einen großen Vorteil gegenüber anderen Wesen hat er jedoch: Es ist ihm möglich, seinen Chip auszuschalten, wenn ihm seine Gefühle im Wege sind.

Obwohl Data ein Androide ist und daher den meisten Wesen um vieles überlegen ist, hat er gerade auch aufgrund seiner speziellen Natur einige Schwächen.

So besitzt er einen Ein/Aus-Schalter, der sich in einer Einkerbung auf seinem Rücken befindet. Wenn jemand diesen Schalter betätigt, kann er sich dagegen nicht wehren und ist völlig bewegungsunfähig. Er besitzt aber einen Modus, der ihn nach einer gewissen Zeit wieder reaktiviert, wenn er von einem Feind oder durch einen Unfall ausgeschaltet wurde. Am Anfang seiner Karriere ist diese Tatsache so gut wie keinem innerhalb der Sternenflotte bekannt. Erst 2364 kommen Beverly Crusher und Wesley hinter dieses Geheimnis und ein Jahr später erfährt dies Riker und verwendet es in einer Gerichtsverhandlung, in der entschieden werden soll, ob Data Eigentum der Sternenflotte ist oder nicht. Obwohl seine Freunde versprechen, sein Geheimnis zu bewahren, findet diese Schwäche im Laufe der Jahre ihren Eintrag in die Unterlagen des Sternenflottenarchives.

Auch Data kann verletzt werden und ist nicht gegen Phaser-Schüsse und Shuttleabstürze immun. Auch reagiert er mitunter sehr empfindlich auf Virusprogramme. Schlecht sind auch Energiewaffen, da diese eine besondere Gefahr für seine Androidennatur darstellen.

So wie seine Schwächen erwachsen auch Datas Stärken aus der Tatsache, dass er ein hochentwickelter Androide ist. So ist sein Körper dem eines Menschen überlegen und deutlich robuster als die humanoiden Körper. Data ist sogar in der Lage, im Vakuum und auf Planeten, die für die meisten anderen Spezies tödlich sind, zu überleben. So kann er auch auf Missionen geschickt werden, die für andere Offiziere ein Selbstmordkommando darstellen würden. Aufgrund dieser Eigenschaften ist er praktisch unsterblich. Ein weiterer Vorteil ist, dass er weder Schlaf noch Nahrung benötigt. Er ist stärker und schneller als jeder Mensch und verfügt auch über ein hohes Maß an Konzentration, die ihn in die Lage versetzt, mehrere Arbeiten gleichzeitig durchzuführen und dadurch eine Vielzahl von Handlungen miteinander zu koordinieren.

Eine weitere Stärke ist seine außergewöhnliche Programmierung. So lässt diese keine Faulheit oder Nachlässigkeit zu, ihm aber auf der anderen Seite die Freiheit ermöglicht, eigenständig zu denken. So ist er durchaus in der Lage, einen Befehl zu verweigern, wenn er triftige Gründe dafür hat und ist nicht nur eine Maschine, die tut, was man ihr befiehlt. Data verfügt über einen Gedächtnisspeicher von 800 Quadrillionen Bits und hat eine Gesamtrechengeschwindigkeit von 60 Trillionen Operationen pro Sekunde. So kann Data sehr komplexe Berechnungen durchführen und vergisst verarbeitete Informationen nie. Durch diese Eigenschaften ist er eine ernsthafte Konkurrenz für die meisten Computer der Föderation, wobei er ihnen durch seine Persönlichkeit eindeutig überlegen ist.

Data benutzt seine beeindruckenden künstlerischen Fähigkeiten dazu, um Musikinstrumente mit höchster Präzision zu spielen und kann eine perfekte Reproduktion vieler Stücke zum besten geben. Am Anfang seiner künstlerischen Aktivitäten kann er Bilder nur reproduzieren, doch im Laufe der Zeit entwickelt er die Fähigkeit, aus verschiedenen Stilelementen seine eigenen Werke zu kreieren. Später ist er sogar in der Lage zu träumen und durch seinen Gefühlschip haben sich seine künstlerischen Fähigkeiten noch weiter verbessert.

Data hat sich im Laufe seiner Karriere sehr weit entwickelt, er ist sozusagen vom Pinoccio, der danach strebt, ein wirklicher Mensch zu werden, zu einem Androiden, der den Menschen sehr ähnlich ist, geworden. Jedoch hat er noch immer einiges - vor allem im Bezug auf seine eigenen Gefühle - zu lernen...

Brent Spiner

Brent Spiner wurde in Houston, Texas, geboren. Während er die Highschool besuchte, wirkte er schon bei einigen Stücken mit und in ihm reifte der Wunsch, sich der Schauspielerei zu widmen. Daher entschloss er sich nach dem College nach New York zu gehen, um dort seinen Traum Realität werden zu lassen. Anfangs hatte er allerdings mit Schwierigkeiten zu kämpfen und konnte sich nicht so richtig bei den großen Stücken etablieren. Daher musste er sich zunächst mit nicht so aufsehenerregenden Auftritten in kleinen Theatern und bei kurzlebigen Stücken zufrieden geben.

Erst mit dem Theaterstück "The Seagull" gelang es Spiner, seiner bisher eher unerfreulich verliefenen Karriere neuen Schwung zu verleihen. Denn dieses Stück ermöglichte es ihm endlich als ein ernster Schauspieler anerkannt zu werden; ein wichtiger Schritt, um endlich an die interessanten und profitableren Rollen zu gelangen. Nach "The Seagull" gelang es ihm auch, in Broadway-Musik-Produktionen Fuß zu fassen. Zu diesen Stücken zählen "Sunday in the Park with George", "Die Drei Musketiere" und "Big River". Das zuletzt genannte Stück basiert auf der Geschichte von Huckleberry Finn.

Im Jahre 1984 entschloss er sich nach L.A. zu ziehen, um dort sein Glück zu versuchen. Es gelang ihm auch relativ schnell im Filmgeschäft Rollen zu finden und er hatte eigentlich immer etwas zu tun. So hatte er auch einen ganz kurzen Auftritt in dem Woody-Allen-Streifen "Stardust Memories". Des Weiteren bekam er in L.A. Gastrollen in Serien wie "Cheers", "Twilight Zone", "Harrys wundersames Nachtgericht" und "Polizeirevier Hill Street".

Als 1987 die Serie "Star Trek: Das nächste Jahrhundert" über die Bildschirme flimmerte, war auch ein gewisser Brent Spiner in der Rolle des Androiden Data mit von der Partie. Diese Rolle war für Spiner eine große Herausforderung, musste er doch über Jahre hinweg den Weg Datas zu seiner "Menschwerdung" darstellen. Spiner überzeugte mit seiner Darstellung sowohl die Verantwortlichen von "Star Trek" als auch die Fans und Data wurde zu einem der Fanlieblinge von "Das nächste Jahrhundert". Auch brachte Spiner die Rolle des Data den großen internationalen Durchbruch und machte ihn einem großen Publikum bekannt.

Aber auch während seiner Zeit bei "Das nächste Jahrhundert" blieb Spiner noch ein wenig Freizeit, um sich anderen Projekten zu widmen. So nahm er während der 4. Staffel von "Das nächste Jahrhundert" so nebenbei noch ein Album, das den Titel "Ol' Yellow Eyes Is Back" trägt, auf. Auf dem Album ist auch die Nummer "It's A Sin To Tell A Lie" zu finden. Bei diesem Stück gibt es Hintergrundstimmen, die sich als "The Sunspots" bezeichnen, aber "Star Trek"-Fans besser bekannt unter den Namen Patrick Stewart (spielt Captain Picard), Jonathan Frakes (spielt Commander Riker), LeVar Burton (spielt Geordi LaForge) und Michael Dorn (spielt Worf) sein dürften.

Nach dem Ende von "Das nächste Jahrhundert" wandte Spiner sich einer Vielzahl von Aktivitäten zu. So hatte er Rollen in einigen Kinofilmen. Besonders interessant für Sciencefiction-Fans war natürlich sein Auftritt in "Independence Day" als Dr. Okun. Dann war er neben Walther Matthau und Jack Lemmon in "Tango gefällig?" und in dem Film "Ey Mann, wo ist mein Auto?" zu sehen. Des Weiteren konnte er im "South Park"-Kinofilm sein stimmliches Talent unter Beweis stellen, als er im Original Conan O'Brien seine Stimme lieh. Auch in den englischen Versionen der "Star Trek"-Computerspiele "A Final Unity", "Generations", "Der Aufstand" und "Away Team" lieh er seinem Alter Ego Data seine Stimme.

2000 spielte er in "Geppetto", einer Realverfilmung der Pinoccio-Geschichte, mit und stellte den Stromboli dar. Neben ihm war auch noch René Auberjonois (spielt Odo aus "Deep Space Nine") mit von der Partie. Daneben hatte er noch Gastauftritte in "Outer Limits" und "Mad About You". In letzter genannter Serie spielte auch Gates McFadden (spielt Beverly Crusher in "Das nächste Jahrhundert") mit. Leider war Spiners Auftritt in einer Folge, bei der McFadden nicht mitspielte. Dies tat beiden sehr leid, da sie gut miteinander befreundet sind. So ist Spiner sogar der Patenonkel ihres Sohnes James. Auch mit den anderen Schauspielern aus "Das nächste Jahrhundert" hat Spiner noch gute Kontakte, so war er unter anderem Patrick Stewarts Trauzeuge bei dessen Hochzeit und er war auch einer der Trauzeugen bei der Heirat von Marina Sirtis (Deanna Troi).

Countdown

Bitte bedenken Sie eins: Noch 10 Tage bis zum US- und 44 Tage bis zum Deutschland-Start von "Star Trek X: Nemesis".

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(aw, STVC-Meldung vom 03.12.2002, Quelle: )


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