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Erste deutsche "Nemesis"-Kritik von "Burger King" (Update: Scan des Artikels)

Ausgerechnet das kostenlose "King Magazin" von "Burger King" bringt die erste deutsche Kritik zu "Star Trek Nemesis" heraus. Die Kritik zeigt sich begeistert von dem Film und ist überraschenderweise voller Seitenhiebe auf andere "Star Trek"-Serien.

Titelgrafik zur News
"King Magazin"-Cover

Die Fast-Food-Kette "Burger King" hat im eigenen "King Magazin" eine Kritik zu "Star Trek Nemesis" veröffentlicht. Der Autor scheint sich mit "Star Trek" gut auszukennen, geht dieser schließlich auf alle Serien ein und gibt seine Meinung zu diesen preis. Besonders aber scheint dieser ein großer "Raumschiff Voyager"-Fan zu sein - hofft dieser doch, dass der nächste "Star Trek"-Kinofilm von Captain Janeway und Crew handeln würde.

Insgesamt gesehen handelt es sich hierbei um eine äußert positive Kritik. Im Folgenden finden Sie den kompletten Artikel. Bitte bedenken Sie, dass das Copyright bei "Burger King" liegt. Das kostenlose "King Magazin" finden Sie in allen Filialen.""In letzter Zeit hatte die "Star Trek"-Fanschaft, und das sind immer noch viele Millionen Menschen auf dieser Welt, ja eher weniger zu lachen gehabt. "Raumschiff Voyager", von den bornierten Kirk-Verehrern nie ernstgenommen, aber dafür von den wahren Trekkies innigst vergöttert, verabschiedete sich nach sieben glücklichen und spannenden Jahren im Delta-Quadranten und hinterließ eine klaffende Lücke, die die Nachfolgeserie "Enterprise" mit ihrer farblosen bis nervtönenden Crew und ihrer klaren Absage an alle Werte, für die "Star Trek" seit "Das nächste Jahrhundert" stand, niemals füllen kann. Außerdem gab es schon seit drei Jahren keinen abendfüllenden Kinofilm aus dem Föderationskosmos mehr, und zu allem Übel soll der jetzt bevorstehende Streifen auch noch der letzte mit der geliebten Picard-Crew sein...

Wie dem auch sei, das Warten hat endlich ein Ende. Zum ersten Mal seit "Star Trek IX: Der Aufstand", der übrigens allen Unkenrufen zum Trotz ein Bombenerfolg war, entern Picard und Untergebene wieder die Leinwand und werden allen Trekkies die Freudentränen in die Augen treiben. Für viele ist und bleibt diese Crew schließlich die beste aller Zeiten, und da "Nemesis" ihr letzter Auftritt sein soll, gesellen sich auch noch ein paar Krokodiltränen dazu.

Doch zurück zu den erfreulichen Dingen.

Das Wiedersehen ist natürlich ein freudiges. Picard (gespielt von Patrick Stewart) darf uns wieder mit seinem unterkühlten, aber subtil gewitzten Charme betören. Riker (gespielt von Jonathan Frakes) gibt wieder die überzeugende "Nummer 1", den lockeren aber pflichtbewussten Sonnenschein. Heimlicher Star ist natürlich wie schon immer des Universums coolster Android Data (gespielt von Brent Spiner), und unterstützt wird das Dreigespann von der unfreiwilligen Komik des Klingonen mit dem großen Herzen Worf (gespielt von Michael Dorn), der guten Seele Counselor Deanna Troi (gespielt von Marina Sirtis), der Göttin in Weiß (bzw. Blau) Dr. Beverly Crusher (gespielt von Gates McFadden) und natürlich Visor-Mann Geordi LaForge (gespielt von LeVar Burton).

Das Lachen wird aber nicht lang anhalten, denn die Mission, auf die die "Enterprise" geschickt wird, ist ihre bis dato gefährlichste. Die mysteriösen Romulaner, bekanntlich die bösen Abtrünnigen der Vulkanier und politisch betrachtet so etwas wie das Nordkorea der Föderation, wollen Frieden schließen. So ein Angebot muss natürlich allerhöchstes Misstrauen erwecken, und es dauert nicht lange, bis Picard und Konsorten auf eine Gefahr stoßen, die die Erde zerstören könnte. Dahinter steht "Nemesis", sprich Picards Todfeind, der sich an ihm rächen will. Wer sich hinter diesem Namen verbirgt, soll noch nicht verraten werden, ebenso wenig natürlich die Herausforderung, der Picard sich stellen muss.

Verraten darf man aber, dass "Nemesis" alle bisherigen "Star Trek"-Filme in den Schatten stellt, sowohl was die Spannung betrifft, als auch in Sachen Effekten, die diesmal wirklich bisher Dagewesene übertreffen.

Ein würdiger zehnter Film also, und hoffentlich nicht der letzte. Kleine Bitte an die "Trek"-Macher: Überspringt doch bitte beim nächsten Kinofilm die fade "Deep Space Nine"-Crew und schickt Janeway plus Crew auf die Leinwand!"Kommentar vom Webmaster Shen Li

Der Kritik von "Burger King" kann man nur zustimmen, vor allem in den Punkten, wo auf andere Serien eingegangen wird. Die neue "Enterprise"-Serie ist schlecht und beim besten Willen kein "Star Trek" mehr und es ist wirklich ein Jammer, dass "Raumschiff Voyager" von den Bildschirmen verschwunden ist - steht diese der "Das nächste Jahrhundert"-Serie doch in nichts nach.

"Raumschiff Voyager" ist die einzige Serie nach Picard und Co, welche wirkliches Kinopotenzial besitzt. Dass dies in dieser Kritik erwähnt wird, zeigt, wieviele loyale Fans Captain Janeway und Co besitzen und zeigt ferner auch, dass die meisten "Voyager"-Kritiker nur chauvinistische Kirk-Verehrer sein können - "bornierte Kirk-Verehrer" - besser kann man es nicht ausdrücken.

Es ist erstaunlich, wie die Kritik eines solchen Magazins das ausspricht, was viele "Star Trek"-Fans seit eh und je denken.

Hinweis

Der Kommentar oben spiegelt nur die Meinung des erwähnten Redakteurs wider und nicht die der gesamten Redaktion. Beschwerden, Kritik oder Fragen sind daher nur an diesen Redakteur zu richten.

Countdown

Und bitte bedenken Sie eins: Nur noch 7 Tage bis zum US- und 41 Tage bis zum Deutschland-Start von "Star Trek X: Nemesis".

Update 06.12.2003 - 23:04 Uhr

Im Folgenden finden Sie einen kompletten Scan des Artikels. Einfach auf die Screenshots klicken, um diese in der Original-Größe betrachten zu können. Bitte bedenken, dass das Copyright bei "Burger King" liegt.



Danke an Lektor Robert Hanke für die Scans.

(sl); STVC-Meldung vom 06.12.2002; Quelle: [2006 Aufrufe; 0 Kommentare]

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