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"Star Trek X: Nemesis"-Countdown, Teil 15

Auch diese Woche gibt es einen neuen Teil aus unserer populären Countdown-Reihe, die die Wartezeit auf "Star Trek Nemesis" mit Artikeln rund um das Thema "Star Trek im Kino" versüßt. Diesmal erfahren Sie alles über Deanna Troi und ihre Darstellerin Marina Sirtis.

Deanna Troi

Deanna Troi wird im Jahr 2336 auf Betazed geboren. Ihre Eltern sind die Betazoidin Lwaxana und der Mensch und Sternenflottenoffizier Ian Andrew Troi. Leider stirbt ihr Vater als Deanna gerade 7 Jahre alt ist und von da an wird ihre Erziehung komplett von ihrer Mutter übernommen. Für Deanna ist der Verlust ihres Vaters ein schwerer Schlag, denn sie liebt ihn sehr und am meisten mochte es die junge Deanna, wenn er ihr Geschichten aus dem Wilden Westen der Erde vorgelesen hat. Als Erwachsene erfährt Deanna von ihrer Mutter, dass sie eine große Schwester mit Namen Kestra hatte. Kestra ertrank aber, als Deanna noch ein Baby war und für ihre Mutter ist der Schmerz so groß, dass sie ihrer Tochter erst als Erwachsene von ihrer Schwester erzählen kann. Das Verhältnis von Deanna und Lwaxana ist oftmals angespannt, da Lwaxana die Angewohnheit hat, sich immer in das Leben ihrer Tochter einzumischen und Deanna oft die Verkupplungsversuche auf die Nerven gehen.

Nachdem Deanna zuerst an der Universität von Betazed Psychologie studiert, wechselt sie 2355 an die Sternenflottenakademie und graduiert 4 Jahre später. 2364 bekommt sie den Posten des Schiffscounselors an Bord der "Enterprise", des Flaggschiffes der Sternenflotte. Oft sind ihr ihre empathischen Fähigkeiten eine große Hilfe bei der Ausübung ihrer Arbeit. So gelingt ihr z.B. 2367 eine Kommunikation mit Fremden, die in einem Tyken-Spalt gefangen sind. Auch erlebt sie an Bord der "Enterprise" oft Ungewöhnliches. Zu ihren ungewöhnlichsten und auch intensivsten Erfahrungen gehört wohl ein Ereignis aus dem Jahr 2365. Damals wird Deanna von einer körperlosen Lebensform schwanger und bringt einen Sohn namens Andrew auf die Welt. Das Wesen möchte auf diese Weise mehr über die Menschen in Erfahrung bringen. Als ihr "Kind" stirbt, ist dies eine sehr schmerzliche Erfahrung für Deanna. Ein anderer Einschnitt in ihr Leben stellt ihre Brückenoffiziersprüfung dar. Deanna erkennt nämlich, dass sie sich so noch weiterentwickeln kann. Ihre Prüfung legt sie in den Bereichen Brückenoperationen, diplomatisches Recht, Erstkontakt-Prozeduren und Kommandosituationen ab. 2372 geht sie zusammen mit einem Großteil der Crew auf die neue "Enterprise-E" und sie ist auch mit von der Partie, als die "Enterprise" den Borg in das 21. Jahrhundert der Erde folgt, um zu verhindern, dass die Borg den Erstkontakt zwischen Menschen und Vulkaniern vereiteln. Deanna ist es, der es gelingt, Zefram Cochrane, den Erfinder des Warpantriebes, ausfindig zu machen. Des Weiteren ist sie auch ein Mitglied von Picards Truppe, die 2375 auf dem Planeten der Ba'ku zurückbleibt, um so lange durchzuhalten bis Riker mit der "Enterprise" wieder zurück ist.

Die wichtigste Aufgabe von Deanna Troi ist es dafür zu sorgen, dass die Crew emotional ausgeglichen ist. Ein großer Vorteil ist es, dass sie durch ihre betazoidische Abstammung in der Lage ist, Emotionen zu spüren. So kann sie die Konflikte in einer Person spüren und muss sich nicht nur auf das Gespräch verlassen.

Um stets über die mentale Gesundheit der Crew im Bilde zu sein, führt sie in losen Abständen mit jedem Crewmitglied eine Unterhaltung und bringt so ihre psychologischen Profile immer auf den neuesten Stand. Auch kann sie bei solchen Sitzungen emotionale Probleme entdecken, die sich der Betreffende noch gar nicht bewusst ist, und verhindern, dass es zu nachteiligen Auswirkungen kommt. Bei der Aufdeckung von Problemen sind ihr wieder ihre empathischen Fähigkeiten von großem Nutzen. Auch wird sie oft bei Beziehungsproblemen um Rat gefragt. Um der Crew eher als Vertraute oder Freundin zu erscheinen, trägt sie meist nicht ihre normale Sternenflottenuniform. Deanna ist der Ansicht, dass es so für die Crew leichter ist, sie anzusprechen und mit ihr zu reden. Denn mit einer Freundin redet man leichter als mit seiner Vorgesetzten. Da Deanna sich auch gut mit Kindern auskennt und mit ihnen gut zurecht kommt, wird sie auch oft von den Eltern an Bord des Schiffes um Rat bei der Erziehung gefragt. Ihre größte Herausforderung in dieser Hinsicht ist es sicher, Worf dabei zu helfen, mit seinem Sohn Alexander zurechtzukommen. Obwohl Deanna ihr eigenes Büro hat, ist sie oft auf der Brücke anzutreffen, um Picard beim Kontakt mit Fremden zu beraten.

Auch bei diplomatischen Verhandlungen sind Deannas empathischen Fähigkeiten ein gewisser Vorteil. So kann sie die generelle Einstellung der Verhandlungspartner gegenüber der Föderation spüren, was es Picard erleichtert, sich auf die Fremden einzustellen und ihm hilft, sich ein Bild von dem Volk zu machen. Aufgrund dieser Eigenschaft wird Deanna meist auf Außenmissionen mitgenommen, bei denen es zu einem Erstkontakt kommen kann. Ihre Vorschläge und Anregungen finden bei Picard stets ein offenes Ohr. Sie ist auch wichtig für Picard als Privatperson. So ist es Deanna, die dem Captain dabei hilft, seine Assimilation zu verarbeiten und es gelingt ihr auch, Picard dazu zu bringen, über den Tod seines Bruders und Neffen zu sprechen.

Eine von Deannas Aufgaben ist es auch, dafür zu sorgen, dass die Moral der Crew aufrecht erhalten wird. Um dieses Ziel zu erreichen, regt sie die Mannschaft oft zu gemeinsamen Veranstaltungen auf dem Holodeck an und empfiehlt auch gestressten Crewmitgliedern gerne, sich mal bei einem Holodeck-Programm zu entspannen.

Troi hat auch die Befugnis, einen Brückenoffizier von seinen Tätigkeiten zu entbinden. Damit hat sie die gleiche Befugnis wie Dr. Beverly Crusher, nur stützt sich Troi auf die psychischen Kriterien. Dass sie keine Angst hat, von ihrer "Macht" Gebrauch zu machen, zeigt sich 2366, als Picard ein recht bizarres Verhalten an den Tag legt. Aber später stellt sich heraus, dass der Captain durch einen Doppelgänger ersetzt worden war. 2367 verliert sie durch ein außerirdisches Wesen zeitweise ihre empathischen Fähigkeiten. In dieser Zeit will sie zurücktreten, aber sie erkennt, dass ihre Qualifikation reicht, um ihren Posten auszuüben und dass sie nicht nur von ihrer Empathie abhängig ist. Sie ist aber auch froh, als sie ihre Fähigkeiten zurückbekommt, aber immerhin hat diese Erfahrung ihr gezeigt, dass sie auch ohne ihre Fähigkeiten einen guten Counselor abgibt.

Einer der wichtigsten Menschen in Deanna Trois Leben ist sicherlich William Riker. Die beiden lernen sich kennen, als Riker auf Betazed stationiert ist und Deanna an der Universität studiert. Riker wird für sie zu ihrem "Imzadi", das bedeutet Geliebter. Auch benutzt Deanna ihre empathischen Fähigkeiten, um Riker beizubringen, ihre Gefühle zu spüren. Doch für Riker kommt in dieser Zeit seine Karriere vor der Liebe zu Deanna und so nimmt er einen Posten auf der "U.S.S. Potemkin" an. Ihre letzten gemeinsamen Tage auf Betazed verbringt das Paar bei den Jenara-Fällen. Deanna und Riker beschließen, sich 6 Wochen später auf Risa zu treffen. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit den beiden. Als Riker befördert wird, erkennt er, dass er in Zukunft keine Zeit mehr für eine Beziehung haben wird und beendet die Beziehung. Troi ist darüber enttäuscht und auch wenn sie immer weniger von Riker hört, ist es für sie schwer, das endgültige Ende ihrer Beziehung zu akzeptieren. Als sie sich jedoch 2364 auf der "Enterprise" wieder treffen, hat sich Deanna mit der Situation abgefunden und die beiden einigen sich darauf, von nun an nur noch Kollegen zu sein.

Aber manchmal kommt einfach durch, wie sehr die beiden sich eigentlich mögen. So neckt Deanna Riker gerne, wenn er wieder einmal eine neue Beziehung anfängt. Auch wird diese Zuneigung deutlich, als Tom, der Transportzwilling von Riker, auf der "Enterprise" erscheint. Dieser Tom Riker hatte nie die Chance, ihre Beziehung zu beenden und gesteht Deanna, dass es nur der Gedanke an sie war, der ihn all die Jahre alleine auf dem Planeten durchhalten ließ. Obwohl er noch Gefühle für sie hat, beschließt Tom, einen Posten auf der "U.S.S. Gandhi" anzunehmen. Als er Deanna jedoch bittet, ihn zu begleiten, lehnt sie ab. Diesmal ist sie diejenige, die ihre Karriere über ihre Beziehung stellt.

Auch wenn Deanna noch immer gerne mit Riker zusammen ist, hindert sie das nicht daran, selber neue Beziehungen einzugehen. Am überraschendsten dürfte für Riker jedoch sein, dass Deanna 2370 eine Beziehung mit Worf beginnt. Worf will am Anfang der Beziehung sogar Riker um seine Erlaubnis bitten, aber Deanna meint, das wäre lächerlich. In einer alternativen Realität zeigt sich allerdings, wie wichtig Deanna sowohl für Riker als auch für Worf ist. Denn in dieser Realität reden die beiden seit 20 Jahren nicht mehr miteinander. Denn Riker war gegen die Beziehung der beiden und durch Deannas frühen Tod hatte Worf nie eine wirkliche Chance mit ihr und deswegen reden Riker und Worf nicht mehr miteinander. In der Gegenwart hält die Beziehung jedoch nicht lange und als Worf seine Versetzung nach "Deep Space Nine" akzeptiert, scheint er ungebunden zu sein und sich keine Sorgen wegen Deanna zu machen. Als Riker und Troi dabei helfen, die Ba'ku zu retten, entdecken sie durch den Einfluss des "Jungbrunnen-Effektes" ihre Gefühle füreinander wieder und beginnen nun wieder eine Romanze.

Marina Sirtis

Marina Sirtis wird am 29. März 1960 in Nord-London als Tochter des griechischen Ehepaars John und Despina Sirtis geboren. Marina hat noch einen älteren Bruder namens Steve. Ihr Vater war Schneider und besaß in London in der Oxford Street ein eigenes Geschäft. Schon in jungen Jahren war Sirtis sich darüber im Klaren, dass sie unbedingt Schauspielerin werden wollte. Ihre Eltern waren jedoch entschieden dagegen und so bewarb sich Marina heimlich an der "Guild Hall School of Music and Drama" und ihre Eltern erfuhren davon erst, als sie aufgenommen worden war.

Marina wurde eine gute Schülerin und bekam schon bald Rollen in verschiedenen Bühnenstücken und kleine Rollen in verschiedenen britischen Film- und Fernsehproduktionen. So bekam sie die Rolle der Magenta in der Bühnenversion der "Rocky Horror Picture Show". Doch der ganz große Karrieresprung kam nicht. 1982 starb ihr Vater, ohne jemals zu wissen, dass es seine Tochter doch noch schaffen würde, bekannt zu werden.

1986 entschloss sich Marina nach L.A. zu fliegen, da sie der Ansicht war, so ihre Chancen im Filmgeschäft zu erhöhen. Doch erst kurz vor dem Ablauf ihres Visums erhielt sie ihre große Chance. Als sie dann für eine neue Serie namens "Star Trek: Das nächste Jahrhundert" vorsprach, bewarb sie sich zunächst für die Rolle der Sicherheitschefin Tascha Yar. Doch Gene Roddenberry entschied anders und nahm sie für die Rolle der Deanna Troi und machte die bisherige Kandidatin für die Rolle der Troi, eine gewisse Denise Crosby, zur Sicherheitschefin Tascha Yar. Auch wenn ihr Charakter am Anfang der Serie sich eigentlich nicht sonderlich entwickelte, begannen die Autoren im Verlauf der Serie zu erkennen, dass Troi mehr kann als nur sagen: "Ich spüre etwas". Als äußeres Zeichen dieser Veränderung trug Marina dann auch eine normale Uniform und nicht mehr diese weiten Kleider. Aber auch in ihrem Privatleben änderte sich während "Das nächste Jahrhundert" etwas. So heiratete sie während der 5. Staffel ihren damaligen Freund, den Musiker Michael Lamper, in einer traditionellen griechischen Zeremonie.

Nach dem Ende von "Das nächste Jahrhundert" war es für Marina leichter, an Rollen zu kommen. So spielte sie im Fernsehfilm "One Last Chance" mit und hatte auch eine feste Sprechrolle in der Zeichentrickserie "Gargoyles", wo sie mit Jonathan Frakes (spielt Riker in "Star Trek X: Nemesis"), Brent Spiner (spielt Data in "Star Trek X: Nemesis") und Kate Mulgrew (spielt Admiral Janeway in "Star Trek X: Nemesis") zusammenarbeitete. Auch hatte sie Gastauftritte in Serien wie "Mission Erde - Sie sind unter uns", "Outer Limits", "Diagnose Mord", "Stargate". Daneben kehrte sie an der Seite von Dwight Schulz (spielte Barclay in "Das nächste Jahrhundert") für drei "Voyager"-Episoden - "Das Pfadfinder-Projekt", "Der Rettungsanker" und "Eingeschleust" - wieder zu "Star Trek" zurück. Noch bis zum heutigen Tag versteht sie sich mit ihren ehemaligen "Das nächste Jahrhundert"-Kollegen sehr gut.

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(aw, STVC-Meldung vom 16.12.2002, Quelle: )


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