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Methanwolken auf Saturnmond entdeckt

Der Saturnmond Titan begeistert seit eh und je die Wissenschaftler. Nicht nur geht man davon aus, dass dort eventuell Leben zu finden sein könnte, auch besitzt dieser Mond einzigartige Eigenschaften wie eine Atmosphäre. Nun hat man auch Wolken gefunden.

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Titan-Mond

An Südpol des Saturnmondes Titan haben Wissenschafter Hinweise auf Methan-Wolken entdeckt. Der einzige Mond unseres Sonnensystems mit einer Atmosphäre könnte damit einen aktiven Zyklus von Methanverdunstung aufweisen, der dem Wasserkreislauf unseres Planeten ähnelt, berichten die Forscher dem "Nature"-Magazin.

Beobachtet wurde das Ganze mit dem "Keck"-Teleskop auf Hawaii. Die Forscher machten Aufnahmen von Titan im Zeitraum Dezember 2001 bis März 2002 und entdeckten am Südpol reflektierende Flecken in etwa 16 Kilometer Höhe, die ihre Lage von Zeit zu Zeit änderten. Anhand dieser Aufnahmen schlossen Forscher auf Methanwolken, die über den Himmel des orangefarbenen Mondes ziehen.

Titan, dessen Rotationsachse ebenfalls geneigt ist - nämlich um 27 Grad - hat Jahreszeiten. So musste die bisherige Vermutung korrigiert werden, derzufolge die Sonneneinstrahlung kaum Auswirkung auf die Oberflächentemperatur hätte - geringe Temperaturunterschiede treten laut den Ergebnissen offenbar doch auf.

Der Südpol bekommt im Moment die meiste Sonne ab und eine Erwärmung der dort vorherrschenden Temperatur von minus 180 Grad um ein Grad könnte ausreichen, um den Methan-Kreislauf zu gewährleisten.

Da die Forscher davon ausgehen, dass der Teil, welcher am meisten von der Sonne bestrahlt wird, die Wolkenentstehung zulässt, müsste in 15 Jahren, wenn der Nordpol von der Sonne bestrahlt wird, dementsprechend dort Wolken zu finden sein.


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