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"Nemesis" von Platz 2 auf Platz 9 abgesunken

Erste Zahlen für das zweite Wochenende von "Nemesis" sind abrufbar. So ist der Film von Freitag bis Sonntag auf Platz 9 abgesunken (letzte Woche: Platz 2). Damit nicht genug, verlor der Film rund 76,2% seiner Einnahmen vom Vorwochenende.

Titelgrafik zur News
Captain Picard

An jedem Sonntag erscheinen die Studio-Einschätzungen und Vorabzahlen für das gesamte Wochenende, die meistens sich nicht mehr sehr von den finalen Einnahmen unterscheiden. Wie wir berichteten, verlor "Star Trek Nemesis" am Freitag rund 81% seiner Einnahmen im Vergleich zum Freitag vor einer Woche. Dieser Verlust ist fast identisch mit dem Verlust auf das gesamte Wochenende bezogen. Denn von Freitag bis Sonntag verlor "Nemesis" katastrophale 76,2% im Vergleich zum Startwochenende letzte Woche.

Mit nur 4,4 Millionen US-Dollar Einnahmen (letztes Wochenende: 18,5 Millionen US-Dollar) fiel "Nemesis" von Platz 2 auf Platz 9 zurück und dürfte nächste Woche schon aus den US-Top-10 verschwunden sein - so schnell wie kein "Star Trek" jemals zuvor.

Insgesamt hat der Film bis jetzt nur läppische $26,5 Millionen US-Dollar eingenommen - ein Ergebnis, das nicht nur enttäuscht, sondern auch alle Erwartungen untertrifft:

Wochenende - Einnahme in Millionen - Platzierung | Veränderung in % im Vergleich zum Vorwochenende

13.-15.12.2002 - $18,5 - 2 - -%
20.-22.12.2002 - $4,4 - 9 - -76,2%

Dabei scheint "Nemesis" unter seiner Konkurrenzschaft zu leiden. So konnte "Der Herr der Ringe 2: Die zwei Türme" auf Anhieb 61,5 Millionen US-Dollar einnehmen und damit einen neuen Rekord für Dezember aufstellen. Der Film dürfte eine Menge Zuschauer von "Nemesis" weggelockt haben. Überraschungshit dieses Wochenende war "Two Weeks Notice" - die Romantik-Komödie mit Sandra Bullock und Hugh Grant. Der Film konnte sich sogleich den zweiten Platz sichern und nahm 14,1 Millionen US-Dollar ein. Jennifer Lopez behauptet sich weiterhin gut mit "Maid in Manhattan", der dieses Wochenende 11 Millionen US-Dollar einnahm. Vor allem die guten Einnahmen der Romantik-Komödien zeigt, dass die Zuschauerschaft zu Weihnachten lieber Liebe denn Action im Kino sehen will - von "Ring" mal abgesehen. Der vierte Platz geht an "Gangs of New York" mit 9,1 Millionen US-Dollar und schließlich verbuchte "Drumline" mit 7,6 Millionen US-Dollar den fünften Platz.

Der Absturz von "Nemesis" erklärt sich nicht allein aus der Tatsache, dass so viele neue (und vor allem große) Filme gestartet sind, da normalerweise 80% Einsturz in den Einnahmen am zweiten Wochenende sehr unüblich sind. Es muss also auch am Film selbst liegen, sprich die Qualität muss miserabel sein und durch die Mundpropaganda - die effektiver als alle Konkurrenten und Reviews ist - welche diesmal gegen "Nemesis" gerichtet zu sein scheint und somit viele Zuschauer vom Film weggelockt hat, entsteht dieser heftige Einsturz in den Einnahmen - man mag es nochmals betonen - von 80%.

Kommentar

Wir von "Star Trek Voyager Center" hatten uns letzte Woche drauf vorbereitet, Ihnen zeigen zu können, wie gut sich "Nemesis" in den US-Kinos machen würde und hatten fest geglaubt, dass dieser Film der erfolgreichste "Trek"-Film aller Zeiten werden würde - aber dass wir derart daneben liegen würden und peinliche Zahlen veröffentlichen müssten, die nicht nur eine Blamage für die "Star Trek"-Franchise sind, sondern deren Kino-Untergang bedeuten, damit haben wir nicht einmal im Traum gerechnet und es macht uns auch wirklich keinen Spaß, darüber berichten zu müssen.

Den neuesten Kritiken und Meinungen zufolge soll "Nemesis" ein sehr schlechter Film sein und ähnlich wie "Enterprise" versuchen, "Star Trek" einem Massenmarkt-Publikum schmackhaft zu machen, indem es all das, was "Star Trek" auszeichnet, in den Sand setzt und da das, was übrig bleibt, bereits längst alter Hut ist, vermag es nur noch zu langweilen. Lesen Sie hierzu die populäre Kolumne "Enterprise - die Vergewaltigung von Star Trek". Es ist erstaunlich, wie (leider) genau diese Kolumne ins Schwarze trifft, was die derzeitige "Star Trek"-Situation angeht.

Eins ist klar - "Nemesis" wird seine Spuren hinterlassen und Konsequenzen für "Star Trek" nach sich ziehen - leider zum negativen hin. Rick Berman und Brannon Braga sowie Paramount haben erbärmlich versagt und einen "Star Trek"-Flop zusammengeschustert, der seinesgleichen sucht.

Hinweis

Morgen sind dann die finalen Zahlen abrufbar, die sich aber wie immer nicht so gravierend von den heutigen Vorabzahlen unterscheiden werden. Dann gibt es einen ausführlichen Bericht, eine Prognose und einen Kommentar. Alle Zahlen dieses Artikels stammen von "Boxofficemojo".

Countdown

Bitte bedenken Sie: Nur noch 24 Tage bis zum Deutschland-Start von "Star Trek X: Nemesis".

(sl); STVC-Meldung vom 23.12.2002; Quelle: [1301 Aufrufe; 0 Kommentare]

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