Herzlich Willkommen im STVC!

Community-Menü

Brücke Chat Forum TrekBay Wer ist online?


Newsinhalt

Finale Zahlen bestätigen: "Nemesis" ist eine Eintagsfliege

Die finalen Zahlen für das vergangene Wochenende sind abrufbar und bestätigen die Vorabzahlen: "Nemesis" auf einem 11. Platz und 8,2% Einnahmen-Verlust gegenüber Vorwochenende. Lesen Sie einen ausführlichen US-Kinokassen-Bericht mit Kommentar und Prognose.

Am vergangenen Wochenende haben Filme gut lachen, denn weil das besagte Wochenende direkt nach Weihnachten folgte, lockte es viele Familien vor die Leinwände und sorgte dafür, dass alle Filme in den Top-10 bis auf "Herr der Ringe 2" gegenüber Vorwochenende an Einnahmen dazugewinnen konnten.

"Herr der Ringe 2" darf aber nicht unterschätzt werden, denn nach seinem Rekord-Start ist es sehr verständlich, dass die Zahlen am folgenden Wochenende etwas geringer ausfallen (nur um 21,2% weniger Einnahme als Vorwochenende). So sind die "Zwei Türme" noch immer fabelhaft unterwegs und konnten am letzten Wochenende 48,9 Millionen US-Dollar einnehmen. Damit ist der Film um 26% besser als es die "Gefährten" an ihrem zweiten Wochenende waren. Insgesamt hat der "Ring" nun 200,1 Millionen US-Dollar einnehmen können und löste "Star Wars: Episode II" als der Film ab, der am zweitschnellsten die 200er Marke durchbricht. Rekordhalter hierbei ist weiterhin "Spider-Man", welcher nur 9 Tage dafür brauchte. Frodo und Gandalf konnten in 3.622 US-Kino-Sälen gesichtet werden und nahmen pro Kino magische 13.494 US-Dollar ein.

Mit diesen Zahlen ist "Herr der Ringe 2" bereits jetzt auf dem 46. Platz der erfolgreichsten US-Filme aller Zeiten - hinter "Armageddon" mit 201,6 Millionen US-Dollar.

Der "Ring" hat gute Chancen, seinen Vorgänger zu übertreffen, welcher 313,4 Millionen US-Dollar in den USA einnehmen konnte - ein Ziel, dem viele großangekündigte Fortsetzungen dieses Jahr verwehrt wurde - man denke nur an "Harry Potter 2", "Star Wars: Episode II", "Men in Black 2", "Stuart Little 2" und "Star Trek X: Nemesis".

Apropo "Nemesis": Picard und Co sind dieses Wochenende um weitere 3 Plätze gefallen und befinden sich nun auf einem undankbaren 11. Platz. Mit 4,1 Millionen US-Dollar Einnahme letztes Wochenende flog die "Enterprise" gegen den Trend der anderen Filme, die allesamt an Einnahme dazugewinnen konnten, und verlor 8,2% gegenüber Vorwochenende. Der Film hat nun 33,8 Millionen US-Dollar eingenommen und wird voraussichtlich 41 Millionen US-Dollar in den USA einnehmen können. Dies ist mit Abstand das miserabelste Ergebnis für einen "Star Trek"-Film. Weltweite Einnahmen und DVD-Verkäufe könnten die Produktions(60 Millionen US-Dollar)- und Promotion-Kosten(33 Millionen US-Dollar) wieder einspielen, aber viel Gewinn wird Paramount mit diesem Film sogut wie nicht machen können und daher bleibt es eine große Frage für das Studio, ob es sich finanziell lohnen würde, jemals wieder einen "Star Trek"-Film zu produzieren.

Neueinsteiger der Woche war "Catch Me If You Can" mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks sowie Steven Spielberg als Regisseur. Der Film sicherte sich prompt den zweiten Platz in den US-Kinocharts mit 30,1 Millionen US-Dollar und 48,7 Millionen US-Dollar, wenn man Mittwoch und Donnerstag dazuzählt. In 3.156 Kinos angelaufen, konnte er diesen im Durchschnitt 9.532 US-Dollar bescheren. Dies ist damit der erfolgreichste Filmstart für Leonardo DiCaprio - "Titanic" aus dem Jahre 1997 vermochte an dessen erstem Wochenende "nur" 28,6 Millionen US-Dollar einzunehmen. "Catch" scheint bei den Zuschauern gut anzukommen, denn diese gaben dem Film einer Umfrage von "CinemaScore.com" zufolge die Note 1-.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es wieder zwischen den beiden Romantik-Komödien "Two Weeks Notice" und "Maid in Manhattan", wobei die erstere mit Sandra Bullock und Hugh Grant letztes Wochenende für mehr Zuschauer sorgen konnte. Denn "Notice" konnte sich gegenüber Vorwochenende um 8% steigern und mit 15,5 Millionen US-Dollar an diesem hat der Film nun insgesamt 43 Millionen US-Dollar eingenommen. Jennifer Lopez sieht es locker, denn "Maid" konnte sich gegenüber Vorwochenende sogar um 17% steigern und mit 12,5 Millionen US-Dollar Einnahme am letzten Wochenende hat der Film nun nach gerademal 17 Tagen bereits 54 Millionen US-Dollar eingenommen. "Maid in Manhattan" ist auf dem besten Wege, der erfolgreichste Jennifer-Lopez-Film zu werden.

Der andere Leonardo-Di-Caprio-Film, "Gangs Of New York", steigerte sich gegenüber Vorwochenende um 15% und landete mit 9,5 Millionen US-Dollar Einnahme vergangenenes Wochenende auf einem fünften Platz. Der 100-Millionen-US-Dollar-Streifen aus den Federn von Martin Scorsese hat jetzt insgesamt 29,9 Millionen US-Dollar eingenommen.

Weitere interessante Platzierungen:

- Platz 8: "Harry Potter 2" konnte sich dank Weihnachten um 48% steigern und nahm 6,5 Millionen US-Dollar ein. Mit insgesamt 240,3 Millionen US-Dollar Einnahme befindet sich der Film jetzt auf dem 26. Platz der erfolgreichsten US-Filme aller Zeiten.

- Platz 12: Der Dauerrenner "My Big Fat Greek Wedding" konnte sich gegenüber Vorwochenende um sagenhafte 88,9% steigern und nahm 2,8 Millionen US-Dollar ein. Der Film hat nun insgesamt 222,5 Millionen US-Dollar eingenommen und will einfach nicht aus den US-Kinocharts verschwinden.

- Platz 19: Der teuerste europäische Film aller Zeiten, Roberto Benignis "Pinocchio", scheint nicht gerade erfolgreich zu sein. So kommt dieser Film weder gut bei den Kritikern an noch scheint er sich in den US-Charts behaupten zu können. "Pinocchio" startete mit nur 1,15 Millionen US-Dollar. Zuschauer gaben dem Film die Note 4+ - so einer Umfrage von "CinemaScore.com" zufolge.

Kommentar

Auch das dritte Wochenende zeigt sich nicht gerade positiv für "Nemesis". Die letzte Chance wurde vom Film verfehlt - denn das Wochenende direkt nach Weihnachten war für viele Filme eine Goldgrube - leider konnte diese aber "Nemesis" zu keinem neuen Reichtum verhelfen. Der Film will nicht aufhören zu sinken und will nicht vom Weg abkommen, der erfolgloseste "Star Trek"-Film zu werden. Gründe wurden in den letzten beiden US-Boxoffice-Besprechungen hinreichend erläutert und auch diese Woche wurde der Hauptgrund bestätigt: "Nemesis" ist ein schlechter Film, denn würde der Film gut sein, würde durch Mundpropaganda trotzdem Zuschauer in den Film gelockt werden, egal, wie die Kritiken aussehen - wie bei "Maid in Manhattan" von Jennifer Lopez, welcher ja auch miserable Kritiken bekam.

Es ist immer bedauerlich zu sehen und sich der Tatsache bewusst zu werden, dass "Nemesis" vielleicht wirklich der letzte "Star Trek"-Film werden könnte. Denn es muss schon einen trifftigen Grund für das Studio "Paramount" geben, einen weiteren "Star Trek"-Film finanziell zu gerechtfertigen und mit dem derzeitigen Stand der Dinge, sprich "Nemesis"' schlechte Einnahmen und die schlechten Quoten von Archers "Enterprise", sehen die Dinge alles andere als rosig aus.

Hier stellt sich nur die Frage, wieviele "Star Trek"-Misserfolge "Paramount" ertragen kann, denn die Franchise steckt wirklich in einer Krise. Nach "Enterprise" und "Nemesis" nun das dritte Anzeichen ist die Tatsache, dass "Star Trek: The Magazine" eingestellt wurde (wir berichteten). Auch wenn kein Grund genannt wurde, dürfte dieser jedem klar sein: sinkende Abonnentenzahlen - "Star Trek" verliert immer mehr Zuschauer.

Was "Star Trek" jetzt braucht, ist wirklich ein Erfolgserlebnis - "Enterprise" wird dieses leider nicht herbeiführen können, dafür ist die Serienqualität (noch) zu schlecht (siehe Kolumne "Enterprise - die Vergewaltigung von Star Trek"). Nur fragt sich, ob der Merchandising-Markt noch genug hergibt und für wielange eine TV-Franchise auf dem Merchandising-Fundament bestehen kann.

Hinweis

Wir halten Sie weiterhin täglich bezüglich der "Nemesis"-Kinozahlen auf dem Laufenden. An jedem Samstag/Sonntag gibt es die ersten Vorabzahlen, an jedem Montag dann ein ausführlicher Bericht mit den finalen Zahlen.

Countdown

Bitte bedenken Sie: Nur noch 16 Tage bis zum Deutschland-Start von "Star Trek X: Nemesis".

US-Top-11 vom Wochenende 27.-29.12.2002

Plazierung - Titel - Wochenend-Einnahme in Millionen - Gesamteinnahme in Millionen | Veränderung zum Vorwochenende in %

01. Herr der Ringe 2 - $48,9 - $200,1 | -21,2%
02. Catch Me If You Can - $30,1 - $48,7 | %
03. Two Weeks Notice - $15,5 - $43,0 | +8,3
04. Maid in Manhattan - $12,5 - $57 | +16,9%
05. Gangs of New York - $10,9 - $29,9 | +15,3%
06. Drumline - $8,1 - $36,8 | +13,8%
07. The Wild Thornberrys - $7,4 - $18,4 | +22,5%
08. Harry Potter 2 - $6,5 - $240,3 | +48,1%
09. The Hot Chick - $4,8 - $22,2 | +5,2%
10. James Bond - $4,4 - $146,7 | +8,4%
11. Star Trek: Nemesis - $4,1 - $33,8 | -8,2%

Alle Zahlen von "Boxofficeguru.com".

(sl); STVC-Meldung vom 31.12.2002; Quelle: [1075 Aufrufe; 0 Kommentare]

Vorherige News: [STVC wünscht ein frohes neues Jahr]

Nächste News: ["Nemesis" in Großbritannien top, in Amerika flop]


Newsarchiv

Grafik: Abschnitt: Newsarchiv





Copyright