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Finale Zahlen bestätigen: "Nemesis" floppt weiterhin

Die finalen US-Kinozahlen für das vergangene Wochenende sind abrufbar und zeigen weiterhin, dass "Star Trek Nemesis" in den USA immer mehr an Boden verliert. Doch auch in Europa ist der Film schwach unterwegs. So nahm der Film in Großbritannien 50% weniger am Start ein als "Der Aufstand".

Titelgrafik zur News
"Star Trek X: Nemesis"

Bevor auf die amerikanischen Kino-Charts eingegangen wird, werden die Kinozahlen der britischen Kinokasse untersucht, denn "Nemesis" war letztes Wochenende dort angelaufen.

Der zehnte "Star Trek"-Kinofilm nahm an der britischen Kinokassse umgerechnet rund 3,2 Millionen US-Dollar ein und landete wie in den USA an seinem Startwochenende auf einem zweiten Platz. Dies ist fast 50% weniger als das Startergebnis von "Der Aufstand", denn der neunte "Star Trek"-Kinofilm nahm an dessen Startwochenende 1998 umgerechnet rund 6,2 Millionen US-Dollar ein. Auch "Der erste Kontakt" war besser unterwegs, denn dieser nahm umgerechnet 5,7 Millionen US-Dollar am Start ein. Damit ist "Nemesis" auch in Großbritannien weit hinter seinen Vorgängern zurück.

Der Film scheint nach anfänglichen positiven Kritiken nun auch von der britischen Presse zerrissen zu werden, denn immer mehr negative Kritiken zum Film erscheinen.

In den USA sieht es nicht viel besser aus. Der Film nahm am vergangenen Wochenende 2,5 Millionen US-Dollar ein und landete sogar auf einem 14. Platz - entgegen unseren Vorabzahlen, wo der Film den 13. Platz beanspruchen konnte. Ein Trost bleibt zumindest, dass der Verlust nicht so groß ist wie in dem Vorabzahlen-Bericht beschrieben. Statt 45,7% sind es "nur" 38,2%.

Kommentar und Prognose

"Nemesis" hat damit insgesamt 39,7 Millionen US-Dollar in den USA und 42,9 Millionen US-Dollar weltweit inklusive USA eingenommen. Wenn der Film weiterhin in den US-Charts sinkt, könnte der Film auf eine Gesamteinnahme von nur 45 Millionen US-Dollar kommen und weitweit 70 Millionen US-Dollar für sich beanspruchen können - dies liegt weit unter den eigentlichen Kosten des Filmes (60 Millionen US-Dollar Produktion und 33 Millionen US-Dollar Marketing). Durch DVD/VHS-Verkäufe könnte man zwar den Schaden begrenzen, doch ob das Studio Paramount mit dem zehnten "Star Trek"-Kinofilm Gewinn machen wird, ist sehr fragwürdig. Es gibt bisher nur einen "Star Trek"-Film, den man als Flop bezeichnen kann: "Star Trek V: Am Rande des Universums", doch wird die Anzahl der Flopps nun auf zwei gesteigert, da sich "Star Trek X: Nemesis" dazugesellen wird - jammerschade, dass ausgerechnet der Jubiläumsfilm der Reihe der schwächste ist in Bezug auf das Finanzielle.

Zwar hat der Film in Großbritannien einen passablen Start hingelegt, doch sieht man deutlich, dass das Ergebnis hinter dem der Vorgänger zurückbleibt. In den vier Jahren, in denen keine "Star Trek"-Kinofilme zu sehen waren, scheint eine Menge Negatives passiert zu sein, das die Popularität von "Star Trek" immer mehr zurückschraubte. Und in der Tat ging in diesen vier Jahren die "Das nächste Jahrhundert"-Ära im TV mit dem Ende von "Raumschiff Voyager" endgültig zu Ende und der Fall von "Star Trek" wurde durch die neue kränkelnde Serie "Enterprise" beschleunigt (lesen Sie hierzu die Kolummne "Enterprise - die Vergewaltigung von Star Trek"). Hinzu kommt, dass "Nemesis" auch weltweit gegen die große Konkurrenz in Form von "Herr der Ringe 2" bestehen muss, wozu ein "Star Trek"-Film natürlich kein Potenzial hat. Es ist viel schief gelaufen um "Nemesis".

Dieses Wochenende hat gezeigt, dass man sich nun langsam mit dem Gedanken abfinden sollte, dass "Nemesis" wenn nicht für ewig, zumindest für eine lange lange Zeit der letzte "Star Trek"-Kinofilm bleiben wird und definitiv der letzte Film mit der "Das nächste Jahrhundert"-Crew - wirklich schade, dass die letzte Reise dieser Generation so enden muss...

Interessante Platzierungen in der US-Top-20

- Platz 5: Der neue Jack-Nicholsen-Film "About Schmidt" ist ein Kassenschlager sondergleichen. Von 34 Kino-Sälen auf 816 erweitert, nahm der Film pro Kino gigantische $10.457 US-Dollar ein und konnte am vergangenen Wochenende sagenhafte 8,5 Millionen US-Dollar einnehmen und sein Gesamteinspielergebnis auf rund 12 Millionen US-Dollar steigern. Gegenüber Vorwochenende ist dies eine unglaubliche Steigerung von 909,8% - ein Beispiel für einen Film, der durch Mundpropaganda populär wurde.

- Platz 9: Ein weiteres Beispiel für einen Mundpropaganda-Hit ist das Catherine-Zeta-Jones-Musical "Chicago". Dieser Film wurde in nur 304 Kinosälen gezeigt und nahm im Durchschnitt astronomische $16.332 US-Dollar pro Kino ein - das beste Ergebnis in der US-Top-10. Der Film nahm am Wochenende rund 5 Millionen US-Dollar ein und steigerte seine Gesamteinnahme auf 9,2 Millionen US-Dollar. Gegenüber Vorwochenende ist dies eine Steigerung von 139,3%.

- Platz 13: "My Big Fat Greek Wedding" ist der Dauerrenner schlechthin. Nun mehr seit 38 Wochen laufend, hat die erfolgreichste Romantikkomödie und der größte Überraschungshit der bisherigen Kino-Geschichte am letzten Wochenende auch "Nemesis" schlagen können und weitere 2,7 Millionen US-Dollar eingenomnen. Insgesamt hat "My Big Fat Greek Wedding" damit 227,9 Millionen US-Dollar für sein Studio einbringen können und ein Ende ist noch immer nicht in Sicht.

Hinweis

Wir halten Sie weiterhin täglich bezüglich der "Nemesis"-Einspielzahlen auf dem Laufenden. An jedem Sonntag gibt es zusätzlich dazu noch einen Vorabzahlen-Bericht für das Wochenende und an jedem Montag können Sie bei uns einen ausführlichen Artikel zu den finalen Zahlen mit Kommentar und Prognose lesen.

Countdown

Bitte bedenken Sie: Nur noch 9 Tage bis zum Deutschland-Start von "Star Trek X: Nemesis".

US-Top-14 vom Wochenende 03.-05.01.2003

Plazierung - Titel - Wochenend-Einnahme in Millionen - Gesamteinnahme in Millionen | Veränderung zum Vorwochenende in %

01. Herr der Ringe 2 - $25 - $261 | -48,8%
02. Catch Me If You Can - $21,1 - $97,4 | -29,7%
03. Two Weeks Notice - $11,1 - $68,8 | -28,3
04. Maid in Manhattan - $8,6 - $76,3 | -31,2%
05. About Schmidt - $8,5 - $12,0 | +%
06. Gangs of New York - $7,3 - $47,1 | -33,1%
07. The Wild Thornberrys - $5,5 - $31,5 | -25,2%
08. Drumline - $5,3 - $47,5 | -34,6%
09. Chicago - $5 - $9,2 | +%
10. Harry Potter 2 - $4,7 - $252,1 | -28,1%
11. The Hot Chick - $3,6 - $29,9 | -24,5%
12. James Bond - $2,9 - $153,8 | -32,7%
13. My Big Fat Greek Wedding - $2,7 - $227,9 | -3,6%
14. Star Trek: Nemesis - $2,5 - $39,7 | -38,2%

Alle Zahlen von "Boxofficeguru.com".

(sl); STVC-Meldung vom 07.01.2003; Quelle: [1272 Aufrufe; 0 Kommentare]

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