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Test für Marsmission

Die Freie Universität Berlin will die Wirkung eines Mars-Fluges auf den Menschen testen. Eine Reise zum roten Planeten, der in seiner größten Annäherung etwa 55 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, würde zwei Jahre dauern. Frühestens in 15 Jahren könnte der erste bemannte Flug dorthin beginnen. Die Berliner haben vor, die Auswirkungen extrem langer Schwerelosigkeit zu untersuchen.

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Der Mars

Vom 8. Januar an können sich junge männliche Probanden für einen Langzeittest bewerben, teilte die Hochschule am Samstag mit. Acht Wochen lang faul im Bett liegen, dabei nach Belieben im Internet surfen, telefonieren, lesen oder fernsehen und dafür noch 5000 Euro verdienen. Beobachtet werden dabei Kreislaufverhalten, Muskelschwund und Knochenbrüchigkeit, die sich unweigerlich einstellen.

Um die Gefahr von Knochenbrüchen der Weltraumfahrer bei ihren ersten Gehversuchen im Schwerefeld des Mars auszuschließen und damit ein Scheitern der gesamten Mission zu verhindern, sollen Muskeltrainings-Methoden zur Verhinderung von Muskel- und Knochenschwund entwickelt und getestet werden. Weitere Auflage: keine privaten und persönlichen Kontakte. Telefon und Fernsehen hingegen seien erlaubt.

Die dabei gewonnen Erkenntnisse werden der bemannten Raumfahrt zugute kommen, hofft Projektleiter Professor Dieter Felsenberg, insbesondere den ab 2015 geplanten Missionen zum Planeten Mars, bei denen Astronauten rund zwei Jahre lang im Weltraum unterwegs sein werden. Die Europäische Weltraumagentur Esa übernimmt denn auch 70 Prozent der Kosten dieses ungewöhnlichen Experiments, das mit insgesamt 600.000 Euro zu Buche schlägt.

Ziel der Forschungsarbeiten in Berlin ist die Entwicklung geeigneter Methoden zum Muskeltraining von Raumfahrern. Eine bemannte Mission zum Mars macht schließlich nur Sinn, wenn dort die Astronauten über den Roten Planeten spazieren könnten, ohne bei jedem Schritt eine Fraktur befürchten zu müssen.

Mit strikter Bettruhe und weit gehender Vermeidung von Krafteinwirkungen auf den Körper wollen die Wissenschaftler vom Berliner Zentrum für Muskel- und Knochen-Forschung einen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit simulieren. Sensoren wachen darüber, dass sich die "terrestrischen Astronauten" im Bett nicht zu heftig bewegen und so den Versuch verfälschen.


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