Der dritte Teil der erfolgreichen "Starfleet Command"-Reihe ist im Handel erhältlich - erfahren Sie, ob es sich lohnt, dieses "Star Trek"-Spiel zu kaufen und wie es im Vergleich zu den Vorgängern abschneidet.
Story
Die wird hier natürlich noch nicht verraten, aber sie ist unglaublich spannend - ähnlich wie bei "Bridge Commander" - und es kann schon mal sein, das man auf die Uhr schaut und feststellt: "Oh, es ist schon drei Uhr!". Es sei nur so viel gesagt: Das Spiel hat drei Kampagnen mit je 12 Missionen. Man sollte diese der Reihe nach durchspielen, da sonst die Story durcheinander gerät. In der ersten Kampagne ist man ein Angehöriger des klingonischen Hauses Mi'Qogh und kommt einer Verschwörung auf die Spur. In der zweiten Kampagne arbeitet man sich im romulanischen Militär bis zu den Tal'Shiar hoch und löst dabei fast einen Krieg zwischen Föderation und Klingonen aus, wobei man in dieser Kampagne besonders auf die Anspielungen auf "Star Trek Nemesis" achten sollte, z.B. Senatoren Tal'Aura, Donatra und Praetor Hiren, und in der dritten Kampagne darf man Seite an Seite mit Captain Picard gegen die Romulaner vorgehen. Die Zwischenmissionen kann man ausprobieren, sie werden aber mit der Zeit langweilig (Scannen, Scannen, Angriff auf Basis, Scannen, ...).
Einzelspieler-Gefecht
Im Einzelspieler-Gefecht kann man vier verschiedene Gefechtsarten spielen: Beim "Angriff auf die Basis" verteidigt ein Team die Sternenbasis, das andere muss sie zerstören.
Im Modus "Schlachtfest" startet jeder Spieler mit einer Fregatte (z.B. "Saber"). Wurde diese zerstört, erhält man einen Schweren Kreuzer (z.B. "Akira"). Nachdem diese zerstört wurde, erhält man einen "Dreadnought" (z.B. "Sovereign"). Wird dieses Schiff zerstört war's das. Gewonnen hat, wer als Letzter übrig ist. Bei "Jeder gegen Jeden" muss man einfach nur alle Gegner zerstören, wobei jedoch auch Teams gebildet werden können. Und bei "Angriff im Team" hat jedes Team eine Sternenbasis und eine Flotte. Das Ziel ist es, die gegnerische Sternenbasis zu zerstören. Dabei sollte man aber nicht die Verteidigung der eigenen Basis vergessen. Zusätzlich kann man noch einstellen, wie viele Teammitglieder und Gegner man hat, wie stark diese sind, das Spieltempo, den Kartentyp, welche Schiffe benutzt werden und diese Ausrüsten (außer bei "Schlachtfest").
Grafik
Die Grafik von "Starfleet Command III" ist nett, wobei man besonders die sehr detaillierten Schiffsmodelle hervorheben muss. Der Sternenhimmel ist zwar etwas trist, wird aber oft genug von Sonnen, Nebeln und vielen, vielen Explosionen unterbrochen, so dass das nicht weiter stört. Die Explosionen sehen leider fast noch so aus wie beim Vorgänger, nur sind sie manchmal noch gewaltiger. So dauert die Explosion einer Sternenbasis schon mal 15 Sekunden, da man sieht, wie sich die Explosion im unteren Ende der Sternenbasis ausbreitet. Die Schiffe brechen richtig auseinander - wobei deren Innenleben bei "Bridge Commander" interessanter war - und die einzelnen Teile explodieren dann noch. Jedoch kann man in die Schiffe keine Löcher schießen, was ebenfalls bei "Bridge Commander" möglich war. Den Effekt der Sonden hat man leider gar nicht überarbeitet, so dass die Sonde gar nicht ins Gesamtkonzept passt. Gut gelungen sind die Waffeneffekte und Schilde, welche fast wie im Fernsehen aussehen. Auch das Intro und die Videosequenzen nach jeder Kampagne sind sehr gut dargestellt. Die Schaltflächen sind runder als beim Vorgänger und überlegter angeordnet. Der Hexagonkarte hätte eine Überholung sicherlich gut getan, sie wurde aber nicht groß verändert, nur ist sie jetzt einfacher zu scrollen.
Sound
Die Musik und die Soundeffekte sind so wie man sie von einem guten Trek-Spiel erwartet, da man die Originalsounds von Paramount erhalten hat. Nur der Puls-Phaser klingt im Spiel nicht wie der von der "Defiant" bekannte, obwohl die Sounddatei ganz gut klingt und auch im Outro der Föderation klingt der Puls-Phaser perfekt, wobei in diesem Video auch die Quantentorpedos besser klingen. Die Hintergrundmusik ist für jedes Volk anders und passt sich der Situation an, da für jedes Volk vier einminütige Musikstücke vorhanden sind.
Bedienung
Die Richtung des Schiffs bestimmt man, wie schon bei den Vorgängern, mit der Maus. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit ist das Spiel gut zu steuern, da die Schaltflächen übersichtlicher angeordnet sind und störende Dinge weggelassen wurden, z.B. elektronische Gegenmaßnahmen (EGM) und elektronische Gegen-Gegenmaßnahmen (EGGM), da die sowieso keiner kapiert, geschweige denn genutzt hat. Verschwunden sind auch Transporterbomben, Raketen (da die Torpedos jetzt treffsicherer sind) und einige andere Dinge. Die Energie kann auch jetzt nur noch auf drei Systeme statt auf elf aufgeteilt werden. Sehr positiv zu vermerken ist, dass die anderen Schiffe der eigenen Flotte vom Computer gesteuert werden - man kann ihnen jedoch Befehle erteilen - und man nicht mehr "durchschalten" muss.
Veränderungen zum Vorgänger
Eine nette Erweiterung sind die Offiziere, die mit jedem Einsatz besser werden und so kann z.B. ein erfahrener Steuermann Hochenergiewenden besser und öfter durchführen als ein Unerfahrener, der unter Umständen gar keine durchführen kann. In der Kampagne kann man zwar Offiziere anwerben, am Anfang braucht man aber das Prestige für bessere Schiffe und später lohnt es sich nicht mehr, da die eigenen Offiziere dann wesentlich besser sind als die Angebotenen. Dieses System gab es aber schon im ersten Teil, wurde aber im zweiten Teil weggelassen. Gut ist auch die Idee mit dem Aufrüsten der Schiffe, denn wer jagt einem Romulaner nicht gerne ein paar Quantentorpedos mit seiner aufgemotzten "Sovereign"-Klasse in den Bug. Ebenfalls verzichtet man nun endlich auf so tolle Bezeichnungen wie "BCH", "DNZ" oder "CLV", da "Galaxy" oder "Akira" sicherlich verständlicher sind. Eine Erleichterung ist auch der Warpantrieb, der zu einem echten taktischen Vorteil werden kann, wenn man ihn geschickt nutzt. Eine Neuerung, die das Spiel sicherlich realistischer macht, ist, dass man jetzt für die einzelnen Missionen quer durch die gesamte Karte geschickt wird und die Kampagne nicht mehr, wie beim Vorgänger, in zwei Sektoren spielen kann. Schade ist, dass die Kampfjäger im dritten Teil der Serie weggelassen wurden, waren sie doch wesentlich effektiver als Shuttles.
Übersetzung
Zwar wurden die Schaltflächen (fast immer) übersetzt, auf eine Synchronisation hat man aber wie schon bei "Bridge Commander" verzichtet. Dank Untertiteln ist das aber kein größeres Problem und selbst mit dem Schulenglisch kommt man auch ohne Untertitel relativ weit.
Schwierigkeitsgrad
Was den Schwierigkeitsgrad betrifft, so liegt der selbst mit der leichtesten Einstellung zum Teil noch ziemlich hoch. Spätestens beim zweiten Versuch schafft man aber die meisten Missionen. Auf jeden Fall sollte man aber, wenn ein besseres Schiff verfügbar ist, dieses auch kaufen. Eine gute Taktik ist es auch, den Gegner mit dem Traktorstrahl festzuhalten, da er sich dann nicht tarnen kann und schwere Waffen besser treffen.
Urteil
Dieses Spiel macht einfach Spaß, ohne Zweifel ist es das beste Spiel der Reihe. Die Grafik ist gut, der Sound erstklassig, die Story fesselnd - jedoch hat man wesentlich mehr zu tun als bei "Bridge Commander", welches ebenfalls eine spannende Story hatte - und an die Bedienung gewöhnt man sich. Man kann sagen, dass "Starfleet Command III" ein Duell gegen "Bridge Commander" klar gewonnen hätte, obwohl Letzterer in Sachen Grafik in manchen Bereichen einige Spielereien mehr zu bieten hatte. Wenn man also über die kleinen Schwächen hinwegsieht, z.B. bleibt in der finalen Mission der Romulaner Admiral Arais Schiff im Warpsprung manchmal stecken, ein rundum gelungenes Spiel. Und hoffentlich sitze ich in ein, zwei Jahren wieder hier und schreibe: "Was mir an "Starfleet Command IV" am Besten gefallen hat, war... "
Wertung
4,5 von 5 Sternen
Addon
In diesem kostenlosen Addon kann man in einer Mission einen Testflug mit der "Scimitar" aus "Star Trek Nemesis" machen und darf sie auch in einem Gefecht ausprobieren. Besonders die Leute, die den Film noch nicht gesehen haben, können sich die "Scimitar" so einmal im Detail anschauen. Worauf man aber bei dieser Mission verzichten muss, sind deutsche Texte. Die Einleitung und Anweisungen finden in Englisch statt. Diese Mission ist sicherlich schnell durchgespielt, aber da sie kostenlos ist, ist sie ein nettes Weihnachtsgeschenk und der Download von 10,3 MB lohnt sich auch für Modemnutzer.
Kaufen
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