Von "Star Trek Nemesis" erhoffte sich das Studio Paramount soviel. Das Studio warb sogar mit einer Promotion-Website für den Film. Doch es hat alles nichts gebracht, so wird "Nemesis" weder einen "Oscar" für die besten visuellen Effekte noch für die beste Tonbearbeitung bekommen.
Die jährliche "Oscar"-Verleihung steht einmal wieder vor der Tür und genau wie jedes Jahr warten Produzenten gespannt auf die Nominierungen.
Filme, die zur Nominierung freigegeben werden, stammen aus einer Liste ("Oscar Shortlist"), die dieses Jahr insgesamt 279 Filme umfasst.
Nun wurde die Shortlist der Filme bekanntgegeben, die für die besten visuellen Effekte und die beste Tonbearbeitung für einen "Oscar" nominiert werden könnten. Leider ist auf dieser Shortlist "Nemesis" nicht zu finden - trotz Paramounts Promotion-Aktion (wir berichteten).
Die Effekt-Schmiede "Industrial Light & Magic" von George Lucas kann sich freuen, denn vier von sieben Filmen auf der Shortlist haben ihre Specialeffects eben "Industrial Light & Magic" zu verdanken - "Harry Potter und die Kammer des Schreckens", "Men in Black II", "Minority Report" und "Star Wars: Episode II". Zwei weitere Kandidaten sind "Spider-Man" und "Herr der Ringe: Die zwei Türme", deren Specialeffects aus dem Hause "Sony Pictures Imageworks" kommen - wo aber das Studio bei "Herr der Ringe 2" nur einen Teil dazubeitrug und "WETA Digital" sich hauptsächlich verantwortlich zeichnete.
Der siebte Film ist "XXX", dessen Specialeffects von "Digital Domain" kommen - das Studio, welches auch für die Effekte von "Nemesis" verantwortlich ist. "XXX" ist der einzige Film in dieser Kategorie, der nicht von digitalen, sondern eher von physikalischen Effekten dominiert ist.
In der Shortlist für die beste Tonbearbeitung finden sich fast dieselben Filme wie in der oberen Liste ein: "Potter", "Ring", "Report", "Spider-Man" und "XXX" - hinzu gesellen sich nur "Road to Perdition" und "Wir waren Helden".
"Star Trek" wurde im Laufe seiner Kino-Geschichte für insgesamt zehn "Oscar"s in Kategorien wie "Bestes Make-Up", "Beste Filmmusik" und "Beste künstlerische Gestaltung" nominiert (wir berichteten). In kreativen Kategorien wie "Bester Schauspieler" oder gar "Bester Film" werden Genre-Filme grundsätzlich übergangen, so dass hierbei auch dieses Jahr keine "Oscar"-Nominierungen für "Nemesis" zu erwarten sein dürften. Ferner war "Nemesis" nicht gerade ein US-Kassenerfolg, so dass der zehnte "Star Trek"-Kinofilm erst recht vom "Oscar"-Komitee ignoriert werden dürfte.
Den original "Variety"-Artikel finden Sie unter diesem Link.
(sl); STVC-Meldung vom 11.01.2003; Quelle:
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