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"Star Trek X: Nemesis"-Countdown, Teil 17

Nächste Woche endlich läuft "Nemesis" in Deutschland an. Um Ihnen die finale Wartezeit bis dahin zu versüßen, beschäftigen wir uns in diesem Teil der Countdown-Serie damit, wie aus der Idee "Star Trek X" der Film "Star Trek Nemesis" wurde.

Im heutigen Teil der "Nemesis"-Reihe werden wir uns einmal mit der Entstehungsgeschichte des zehnten "Star Trek"-Films beschäftigen und von den ersten Gerüchten bis zur Premiere den gesamten Prozess ein wenig näher beleuchten.

Unzuverlässige Gerüchte (Februar 1999 - März 2000)

Schon nur 2 Monate nach der Premiere von "Der Aufstand" tauchten im Internet die ersten Gerüchte auf, die in dieser Phase jedoch alles andere als zuverlässig waren. In dieser Zeit stammten die einzig verlässlichen Informationen von "Star Trek"-Chef Rick Berman.

Im Februar begann es nun in der Gerüchteküche zu brodeln und man konnte immer wieder neue Gerüchte auf den zahlreichen Internetseiten lesen. So ging unter anderem das Gerücht um, dass die "Enterprise-E" mit zwei anderen Schiffen die Andromeda-Galaxie erkunden würde. Auch wurden schon mal hier und da Stimmen laut, die behaupteten, dass Brannon Braga (Ausführender Produzent bei "Raumschiff Voyager") ein heißer Kandidat für das Schreiben des Films sei. Und als Premierentermin wurde Thanksgiving 2001 gehandelt.

Im März meldete sich dann auch Patrick Stewart (spielt Captain Picard) zu Wort und ließ verlautbaren, dass er und Brent Spiner (spielt Data) für den neuen Film schon eine Handlung entworfen hätten, doch darüber, welche genau das sei, schwieg er sich aus.

Im April wurde dann durch Jonathan Frakes (spielt Riker) bekannt, dass der Film vielleicht erst herauskommen würde, wenn alle Prequels der "Star Wars"-Saga angelaufen wären. Brent Spiner deutete im April auch an, dass im nächsten Film durchaus die Möglichkeit bestehen könne, dass Data getötet wird. Dies wäre auch im Sinne von Spiner, der sich zu alt für die Rolle fühlt. Auch tauchten Gerüchte auf, die behaupteten, dass ein Charakter aus "Raumschiff Voyager" einen Gastauftritt im zehnten "Star Trek"-Kinofilm inne haben würde. Dies war eines der wenigen Gerüchte, das sich als wahr herausstellen sollte.

In den Sommermonaten Juni, Juli und August wurde es ein wenig ruhiger in der Gerüchteküche und es wurde hauptsächlich über die Premiere des Filmes spekuliert. Rick Berman gab an, dass es 2000 auf jeden Fall keinen Film geben würde und dass der frühstmögliche Zeitpunkt irgendwann im Jahre 2001 sei.

Nachdem auch den ganzen Herbst kaum Neues enthüllt wurde, bekam die Gerüchteküche im Dezember wieder neue Nahrung. So startete Rick Berman mit neuen Informationen in den Dezember, in denen er erklärte, dass es noch gar nicht sicher sei, dass es überhaupt ein "Das nächste Jahrhundert"-Film werden würde oder ob man Elemente aus den verschiedenen Serien kombinieren würde. Als frühsten Premierentermin gab er den Herbst 2001 an. Dann gab es noch ein unbestätigtes Gerücht, dass Stewart und Spiner dabei wären, die Kontrolle über die "Star Trek"-Franchise zu übernehmen. Bald darauf wurde aber von Paramount dieses Gerücht widerlegt und es wurde bestätigt, dass es noch einen weiteren "Star Trek"-Kinofilm geben werde.

Im März 2000 bestätigte Berman schließlich, dass man an einem weiteren Film arbeiten würde und dass man schon die Richtung hätte, in die die Story gehen solle. Des Weiteren erzählte er, dass er schon Gespräche über den Film mit Patrick Stewart, Brent Spiner und Jonathan Frakes geführt habe und dass er sich auch schon mit einem "Nicht-Trek-Autor" getroffen hätte.

Wer wird der Drehbuchautor? (April - Juli 2000)

Sobald klar war, dass der Film sich in einem frühen Anfangsstadium befand, wurde im Internet vor allem über den Autor spekuliert und einige Kandidaten waren im Gespräch, bevor der Autor endgültig feststand.

Im April äußerte sich wieder Mal Jonathan Frakes über den Premierentermin und meinte, dass die Premiere von "Star Trek X" sicherlich erst nach der Premiere der fünften "Star Trek"-Serie sein werde. Auch meinte er, dass nach seinem Wissen weder Autoren noch ein Regisseur verpflichtet wurden. Ebenfalls im April verkündete Berman, dass er momentan mit einem Autor zusammenarbeite, der ein großer Fan der Franchise sei. Und Paramount fasste als Premierentermin Thanksgiving oder Weihnachten 2001 ins Auge.

Im Mai verdichteten sich die Gerüchte über den Namen des Autors von "Trek X". Rick Berman hielt sich zwar immer noch über den Namen bedeckt, gab aber ein paar Hinweise. Unter anderem erzählte er in einem Interview, dass der Autor einige sehr erfolgreiche Filme auf der großen Leinwand vorweisen kann und sich sicherlich gut im "Star Trek"-Universum zurechtfinden wird.

Im Juni gab es auf einmal das Gerücht, dass Akiva Goldsman ("Batman & Robin", "A Beautiful Mind") der Autor von "Trek X" sein würde, das Gerücht wurde jedoch von Bermans Büro dementiert. Als nächstes kam der Autor David Franzoni ins Gespräch, dessen Agent diese Behauptung zurückwies. Rick Berman entwickelte währenddessen eine wahre Freude daran, die Fans mit neuen Hinweisen über die Person des Drehbuchautors für "Trek X" zu "quälen".

Ebenfalls wurden im Juni die ersten Handlungsdetails bekannt und als erstes kam heraus, dass die Produzenten in Erwägung zogen, Data zu töten. Auch Berman ließ noch ein wenig über die Handlung bekannt werden, unter anderem, dass es ein actiongeladener Film werden werde und dass ein erinnerungswürdiger Bösewicht seinen Auftritt haben werde. Auch Patrick Stewart äußerte sich zu den Gerüchten um den Drehbuchautor von "Trek X" und meinte, dass es noch keine endgültige Entscheidung gäbe, da alles noch in einer sehr frühen Phase der Produktion sei.

Am 1. Juli wurde schließlich der Jackpot geknackt und es kam heraus, dass John Logan ("Any Given Sunday", Mitautor von "Gladiator", "The Time Machine") für das Drehbuch von "Star Trek X" verpflichtet wurde. Der Schauspieler J.G. Hetzler (spielte Martok in "Deep Space Nine") hatte die Information bei einer Convention ausgeplaudert, nachdem ihn Marina Sirtis (spielt Troi) darüber informiert hatte. Vier Tage später wurde offiziell bekannt, dass John Logan für den kommenden "Star Trek"-Film verpflichtet worden war.

Der Android, der Klon und die Hochzeit (Juli 2000 - September 2001)

Nachdem nun das Rätsel um den Autor gelöst war, wandten sich die Spekulationen nun der Handlung des Films zu und eine der heißen Fragen war: Würde Data den zehnten Film überleben?

Im Juli wurde bekannt, dass Spiner in der Entwicklung der Handlung beteiligt war und dass Data im Film das Zeitliche segnen würde und dass es eine alternative Version von Data geben solle, um dem beliebten Schauspieler zu ermöglichen, zurückzukehren. Auch wurde heftig über den Regisseur des Films diskutiert und es wurde Jonathan Frakes als möglicher Kandidat gehandelt, der bei den beiden Filmen zuvor, "Star Trek IX: Der Aufstand" und "Star Trek VIII: Der erste Kontakt" Regie geführt hatte.

Im August meldete sich Stewart wieder zu Wort und meinte, dass er vom ersten Entwurf begeistert sei und dass dieser Film wohl sein letzer Ausflug in die Franchise sein werde. Auch Jonathan Frakes erklärte, dass er von dem ersten Entwurf begeistert sei.

In den folgenden vier Monaten gab es nicht so viele neue Gerüchte, aber verschiedene neue Fakten wurden bekannt. So unterschrieb Patrick Stewart offiziell den Vertrag für den vierten Film der "Das nächste Jahrhundert"-Crew. Dies hatte Brent Spiner offiziell noch nicht getan. Und wegen den Streiks von Autoren und Schauspielern in Hollywood konnte der Premierentermin - Thanksgiving 2001 - nicht mehr eingehalten werden. Rick Berman verkündete dann, dass der neue Premierentermin für den neuen Streifen wohl im Frühjahr 2002 sein werde.

Im Januar 2001 wurde das erste Interview mit John Logan über den neuen "Star Trek"-Film veröffentlicht. Vor allem brachte er darin seine Liebe zur Franchise und zu den einzelnen Charakteren zum Ausdruck. Daher wollte er in dem neuen Film auch wenig mehr auf die Beziehungen der Figuren untereinander eingehen. Jonathan Frakes bemerkte, dass er sich sehr freuen würde, wenn er im kommenden Film wieder im Stuhl des Regisseurs Platz nehmen könne. Auf einer Con gab Michael Dorn (spielt Worf) den Fans erste Hinweise, dass es zwischen Riker und Troi in "Star Trek X" endgültig ernst werden würde. Und schließlich wurde noch bekannt, dass Logan das Drehbuch beendet hatte. Frakes bestätigte dies und meinte außerdem, dass die ganze Crew von der Story begeistert sei.

Im Februar eröffnete Rick Berman den Fans, dass in diesem Film auch die Romulaner mit von der Partie sein sollten, aber nicht in der Rolle der Hauptfeinde. Er sagte den Fans, dass sie sich auf eine Überraschung gefasst machen sollten. Im März erklärte Berman dann, dass neben den Romulanern auch das Klonen eine gewisse Rolle spielen würde; was er genau damit meinte, verschwieg er allerdings. Dann wurde in der Gerüchteküche als Premierentermin der Herbst 2001 genannt, da Stewart dann Zeit hätte, im Frühjahr 2002 die Dreharbeiten für "X-Men 2" zu absolvieren. Des Weiteren sollte den Captain der "Enterprise" in diesem Film das Zeitliche segnen - zumindest laut Gerüchteküche.

Im April erklärte Michael Dorn, dass Jonathan Frakes vermutlich doch nicht Regie führen würde und er dementierte auch Gerüchte, die behaupteten, dass es wieder eine Beziehung zwischen Troi und Worf geben würde. Auch streute er das Gerücht aus, dass es möglich wäre, dass LeVar Burton (spielt Geordi) Regie führen würde. Ein paar Tage später gab auch Burton bekannt, dass er gerne im Regiestuhl sitzen würde. Rick Berman gab bekannt, dass der Stil des Films so in die Richtung Picard vs. Bösewicht gehen werde und er schloss auch nicht aus, dass es einige Gastauftritte von bekannten Gesichtern geben könne. Ebenfalls wurde im April auch bekannt, dass der Film den Titel "Star Trek X: Nemesis" tragen würde und dass er mit der Hochzeit von Riker und Troi beginne sollte.

Im Mai wurde darüber spekuliert, ob Jery Ryan (spielt Seven) einen Gastauftritt im Kinofilm haben werde und auch über die Rolle der Hochzeitsgäste wurde ein wenig bekannt. So sollte neben Lwaxana Troi auch ihr treuer Diener Mr. Homm mit von der Partie sein und Beverly Crusher sollte die Rolle der Brautjungfer übernehmen. Dann kam noch heraus, dass Shinzon - so der Name des Anführers der Remaner - ein Geheimnis mit Picard teilen würde und an einer neuen Superwaffe arbeite, die sein Volk von der Herrschaft der Romulaner befreien solle.

Im Juni wurde langsam klar, dass Kate Mulgrew (spielt Admiral Janeway) einen Gastauftritt in "Nemesis" haben würde, da es Probleme mit dem Drehplan von Jeri Ryan gab und sie daher das Angebot eines Gastauftrittes ausschlagen musste. Robert Duncan McNeill (spielte Tom Paris in "Raumschiff Voyager") bestätigte, dass Janeway in "Nemesis" auftreten würde.

Im Juli wurden wieder einige neue Details der Handlung von "Nemesis" bekannt. So wurde bekannt, dass es einen Gastauftritt von Leah Brahms und einen "24.-Jahrhundert-Jeep" geben werde und dass Data ein Double von sich, B-9, finden werde. Daneben bekamen die Fans nun auch die wichtige Information, dass Shinzon ein Klon von Picard sei, der von einem romulanischen General vor 25 Jahren geschaffen wurde, um den wahren Picard zu gegebener Zeit zu ersetzen.

Auch über das Ende des Films kursierten einige Fakten/Gerüchte im Netz: So sollte Data sich am Ende des Filmes opfern, um die "Enterprise" zu retten; Riker und Troi nehmen Posten auf der "U.S.S. Titan" an; Beverly verlässt das Schiff, um einen Posten bei der medizinischen Abteilung der Sternenflotte anzunehmen und Picard bekommt einen neuen Ersten Offizier: Commander Martin Madden. Endlich wurde auch bekannt, dass Stuart Baird der Regisseur von "Nemesis" werden würde und beendete damit diese Spekulationen.

Im August gab es im Netz wieder viele neue Meldungen zu lesen. Unter anderem gab Logan bekannt, dass er gerne einige Anmerkungen über die Ereignisse im übrigen "Star Trek"-Universum einbringen würde. Hans Zimmer wurde als Kandidat für die Musik gehandelt und für die visuellen Effekte sollte angeblich die Firma "Digital Domain" verantwortlich sein. Dann wurden gleich zwei Schauspieler für die Rolle des Shinzon gehandelt, der eine war Jude Law ("Der talentierte Mr. Ripley", "A.I.", "Road To Perdition") und man höre und staune Sean Connery. Für die Rolle des Remaners Viceroy war Craig T. Nelson im Gespräch. Dann tauchte im August auch das erste schlechte Review zu einer Drehbuchfassung von "Nemesis" auf, in dem behauptet wurde, der Film wäre einfach nur wie eine Doppelfolge von "Das nächste Jahrhundert" und hätte nicht das Format eines Kinofilms. Richard Arnold gab dann noch bekannt, dass weder Patrick Stewart noch Brent Spiner bis jetzt einen Vertrag unterzeichnet hätten, sie hätten lediglich eine Übereinkunft mit Paramount unterschrieben.

Im September gab es dann noch ein paar Informationen über die Charaktere. So erklärte Michael Dorn, dass Worf im Film noch immer ein Botschafter sein werde, aber dass es im Film noch viele Veränderungen geben werde - ob er dies auf seine Rolle oder insgesamt auf den Film bezog, ließ er allerdings offen. LeVar Burton gab auf einer Convention dann noch bekannt, dass man Whoopi Goldberg gefragt hätte, ob sie Lust hätte, einen Gastauftritt bei der Hochzeit von Riker und Deanna zu haben.

Freigabe für Weihnachten 2002 (September - November 2001)

Nachdem in der letzten Zeit viel über die Handlung und die verschiedenen Charaktere spekuliert worden war, stand in dieser Phase der Entstehung des Films die Frage, wann der neue Film denn in die Kinos komme, im Vordergrund.
Noch im September gab Paramount offiziell grünes Licht für "Nemesis" und gab bekannt, dass die Dreharbeiten am 28.11. beginnen werden. Dann konnte man noch lesen, dass "Digital Domain" für die Effekte zuständig sein werde und dass der Premierentermin angeblich erst im Herbst 2003 und nicht 2002 sein werde.

Im Oktober kam heraus, dass die Angabe des Premierentermins mit 2003 falsch war und dass der Film Ende 2002 starten werde. Daneben dementierte Kate Mulgrew, dass sie etwas von einem Gastauftritt ihres Charakters in "Nemesis" wisse. Marina Sirtis drückte ihre Hoffnung aus, dass John Logans "Liebe" für ihren Charakter dazu führen werde, dass Deanna Troi in "Nemesis" endlich mal mehr zu tun bekäme. Dann wurden noch Gerüchte laut, dass das Drehbuch von "Nemesis" wegen den Terroranschlägen des 11. Septembers noch mal umgeschrieben wurde.

Im November erklärte Rick Berman, warum er sich dafür entschieden habe, Stuart Baird als Regisseur zu nehmen. Laut Berman solle Baird ein wenig frischen Wind in die Franchise bringen und da er nur wenig mit "Star Trek" vertraut ist, entspräche er genau dem Profil, nach dem er gesucht hätte. Patrick Stewart erklärte, dass der Drehbeginn der 19.11. sei und dass die Gerüchte, die behautet hatten, dass "Nemesis" wegen den Terroranschlägen umgeschrieben worden sei, falsch seien. Auch Gates McFadden meldete sich als eine der letzten der "Das nächste Jahrhundert"-Crew zu ihrem Charakter zu Wort und meinte, dass es einige "besondere Augenblicke" zwischen Picard und Crusher geben werde. Dann wurde in Fankreisen das Gerücht immer lauter, dass auch Wil Wheaton (spielt Wesley Crusher) einen kleinen Gastauftritt im Film haben solle. Und schließlich wurde noch bekannt, dass das Budget des Filmes 80 Millionen US-Dollar betragen würde und dass angeblich Jerry Goldsmith die Musik komponieren würde.

Licht, Kamera und Action (November 2001 - April 2002)

Der Drehtermin stand fest und nun wendeten sich die Mehrzahl der Gerüchte den Neuigkeiten vom Dreh zu und man schaute, was man den Fans an neuen Erkenntnissen und wilden Spekulationen bieten konnte. In dieser Phase überboten sich die Gerüchte und neue Informationen gegenseitig und wurden genauso oft widerlegt.

Als am 19.11. die Dreharbeiten begannen, bestätigte Kate Mulgrew auch endlich ihren Gastauftritt in "Nemesis" und meinte mit einem verschmitzten Lächeln, dass sie Picard "Befehle erteilen werde". Dann wurde bekannt, dass Rick Sternbach als Illustrator an "Nemesis" arbeiten würde. Eine wichtige Frage im November war noch die Besetzung der Rolle des Shinzon, für die bei Drehbeginn noch niemand gefunden worden war. Schließlich verdichteten sich im Internet das Gerücht, dass der junge britische Schauspieler Tom Hardy ("Black Hawk Down") die Rolle des Shinzon ergattert hätte. Ein paar Tage später wurde dieses Gerücht von Paramount offiziell bestätigt.

Im Dezember wurden immer mehr Stimmen laut, dass Whoopi Goldberg nun definitiv ihre Rolle als Guinan übernehmen werde und obwohl Paramount dies nicht bestätigte, sprachen die häufigen Besuche Goldbergs bei Paramount eine eigene Sprache. Auch sollten - nachdem man im vorherigen Monat im Gebiet nördlich von L.A. gefilmt hatte - die Dreharbeiten meistens auf der Brücke stattfinden. Ebenfalls in diesem Monat tauchte die erste offizielle Zusammenfassung von "Nemesis" auf, in der einige Handlungsstränge bestätigt wurden. Und immer mehr wurde auch über die Posten hinter der Kamera bekannt: So wurde Jeffrey L. Kimball ("Mission Impossible 2") als Kinematograph verpflichtet und "Star Trek"-Veteran Peter Lauritson arbeitete als Co-Produzent und Marty Hornstein als Produzent mit. Des Weiteren ging das Gerücht um, dass Bryan Singer (Regisseur von "X-Men") einen kleinen Gastauftritt in "Nemesis" haben würde. Und auch immer mehr Namen für die anderen Gaststars im Film wurden bekannt: Steven Culp und Dina Meyer sollten die Rollen von Commander Madden und der romulanischen Kommandantin Donatra übernehmen. Roy Perlman ("Alien: Die Wiedergeburt") würde die Rolle des Remaner Viceroy in "Nemesis" übernehmen. Als Termin für den ersten Trailer wurde der Mai 2002 ins Auge gefasst.

Im Januar wurde das erste Mal ein genauer Premierentermin bekannt: der 22. November, der gleiche Tag, an dem auch "Star Trek VIII: Der Erste Kontakt" seine Premiere hatte. Daneben wurde noch von Patrick Stewart das Gerücht, dass Picard in diesem Film doch noch sterben sollte, dementiert und Frakes und Sirtis sprachen noch ein wenig über die Heirat ihrer beiden Charaktere.

Im Februar bestätigte Rick Berman endlich, dass Whoopi Goldberg einen Auftritt als Guinan absolvieren werde. Gleichzeitig erklärte er auch, dass Majel Barrett Roddenberry ihre Rolle als Lwaxana Troi nicht mehr aufnehmen werde, da die zweite Hochzeit auf Betazed nicht mehr im Film zu sehen sei. Dann wurden wieder ein paar Leute hinter der Kamera bekannt; so würde Dallas Puell sich für den Schnitt verantwortlich zeichnen, Herman Zimmerman den Posten des Produktionsdesigners und Bob Ringwood den des Kostümdesigners übernehmen.

Im März wurde bekannt, dass Paramount als Premierentermin nun den 20. Dezember ins Auge gefasst hätte. Einige Gerüchte der letzten Monate wurden nun auch endlich bestätigt: Jerry Goldsmith war nun endgültig für die Musik engagiert worden und auch Bryan Singer würde eine Rolle übernehmen - genauer gesagt, würde er als Brückenoffizier in einer dramatischen Szene zu sehen sein. Daneben wurde auch das offizielle Logo des Films, einen "Bird of Prey", der die Zwillingswelten Romulus und Remus in seinen Krallen hält, bekannt. Auch konnte man nun das erste offizielle Bild von "Nemesis" bestaunen, auf dem Picard, LaForge, Data, Riker und Worf auf eine Brückenkonsole schauen.

Im April kursierte schließlich das Gerücht, dass die Schauspielerin Ahley Judd ihre Rolle als Robin Lefler wieder aufnehmen würde; die Schauspielerin bestätigte dies allerdings nicht. Dann wurde noch ein neuer Premierentermin für "Nemesis" bekannt. Diesmal wurde berichtet, dass der neue "Star Trek"-Film am 13. Dezember in die Kinos kommen sollte.

Die letzte Reise einer Generation beginnt (Mai - Dezember 2002)

Die Dreharbeiten waren nun fast beendet und die Fans konnten nun nicht mehr tun als auf das erste Filmmaterial zu warten und zu hoffen, dass bald neue Details an die Öffentlichkeit gelangten. Auch trübten die nicht verstummen wollende Gerüchte, dass dies der letzte "Star Trek"-Film sein sollte, die Gemüter der Fans.

Im Mai verkündete Paramount, dass Filmmaterial von "Nemesis" auf einer speziellen CD-ROM erhältlich sein werde. Diese werde dann auf der "E3 - Entertainment Expo" vertrieben werden. Patrick Stewart hingegen widerlegte Gerüchte, dass "Nemesis" der letzte "Star Trek"-Film sei.

Im Juni erklärte Rick Berman in einem Interview, dass er sehr zufrieden sei mit der Arbeit an "Nemesis". Auch tauchte die erste Kritik an einem Rohschnitt des Filmes auf, die sehr optimistisch war - so sollte "Nemesis" der "Das nächste Jahrhundert"-Film sein, auf den die ganze Fangemeinde gewartet habe. Ebenfalls im Juni wurde der 1-minütige Trailer von "Nemesis" zum ersten Mal auf der "Trek Expo" in Tulsa, Oklahoma, gezeigt. Fünf Tage später, am 27. Juni, war dann in der US-Sendung "Entertainment Tonight" die Fernsehpremiere des Trailers. Dann verkündete Patrick Stewart noch, dass er nur ganz knapp davon entfernt gewesen war, seinen Vertrag nicht zu unterschreiben, da sich die Verhandlungen als sehr schwierig gestalteten.

Anfang Juli kamen dann die ersten Teaser-Poster von "Nemesis" in den Kinos an, die die Überschrift "A Generation's Final Journey Begins" (zu deutsch: "Die letzte Reise einer Generation beginnt") trugen. Der Kinotrailer feierte am 4. Juli sein Debüt in den amerikanischen Kinos. Dann wurden auch neue Bilder von Paramount veröffentlicht, die auch einige Aufnahmen des romulanischen Senates und des Remaners Viceroy enthielten. Ebenfalls im Verlauf des Julis geriet die Überschrift von Paramount ins Wackeln als sowohl Jonathan Frakes als auch John Logan verkündeten, dass sie keine Probleme sähen, einen weiteren "Das nächste Jahrhundert"-Film zu machen.

Im August kam dann heraus, dass der Gastauftritt von Wil Wheaton der Schere zum Opfer gefallen sei, da der erste Schnitt des Films beinahe drei Stunden lang war. Rick Berman gab dann Ende August die wahrscheinliche Laufzeit des Films mit voraussichtlich zwei Stunden an. Und noch ein "Meilenstein" in der "Trek X"-Geschichte fand im August statt: "Star Trek: Nemesis" verlor offiziell seinen Doppelpunkt und wurde zu "Star Trek Nemesis".

Anfang September präsentierte Patrick Stewart den vollständigen "Nemesis"-Trailer auf der 60. "World Science Fiction"-Convention in San Jose. Rick Berman sprach in einem Interview über "Nemesis" und äußerte sich auch über die Überschrift des Films. Nach seiner Ansicht gibt es einige Möglichkeiten, diesen Titel zu interpretieren, er gab den Fans aber keinen Hinweis, wie er das meinte. Am 18. September wurde schließlich der Kinotrailer von "Nemesis" im Anschluss an die Zweite-Staffel-Premiere von "Enterprise", "Die Schockwelle, Teil 2", gezeigt. Auch erschienen wieder neue Bilder und diesmal sah man die ersten Fotos der Hochzeit und von Admiral Janeway.

Im Oktober veröffentlichte Paramount nun das endgültige "Nemesis"-Poster, auf dem immer noch die umstrittene Überschrift zu finden war. In einem Interview ließ Brent Spiner durchsickern, dass das Studio ursprünglich eigentlich keinen weiteren Film mit der "Das nächste Jahrhundert"-Crew drehen wollte, sondern es lieber gesehen hätte, den Film mit einer neuen "Star Trek"-Crew zu machen. Ebenfalls im November wurde bekannt, dass der Soundtrack am 26. November herauskommen würde. Bei einem seiner regelmäßigen Interviews bestätigte Rick Berman, dass Wesleys Textpassagen aus dem Film genommen worden seien, dass man ihn aber dennoch in der Hochzeitsszene zu Gesicht bekommen würde. Dann wurden noch die Namen für weitere Gastrollen bekannt. Shannon Cochran, Jude Ciccolella und Alan Dale würden im Film die Rollen von Senator Tal'Aura, Commander Suran und Preator Hiren übernehmen.

Anfang November wurde die endgültige Laufzeit von "Nemesis" bekannt: 116 Minuten. Des Weiteren zählte "USA Today" den Film zu den sicheren Hits des Winters. Auch das Studio war, laut Berman, mit dem Film sehr zufrieden. Berman verkündete ebenfalls, dass "Nemesis" nicht der letzte "Star Trek"-Film sein werde, man aber noch nicht wisse, ob der nächste Film ebenfalls mit einigen aus der "Das nächste Jahrhundert"-Crew sein werde oder ob man Charaktere von den anderen Serien nehmen werde. Auch meinte er, dass er kein Problem damit habe, über 40 Minuten aus dem Film geschnitten zu haben, denn das Ziel war es, den Film so gut wie möglich zu machen. Auch wurde wieder eine neue Kritik des Films ins Netz gesetzt, in der "Nemesis" sowohl als Erfolg als auch als Enttäuschung bezeichnet wurde.

Im Dezember begann nun der finale Endspurt für den Film und leider wurden die Kritiken über den Film nicht besser und so wurde "Nemesis" öfters auch nicht viel besser als eine Doppelfolge von "Das nächste Jahrhundert" bezeichnet und insgesamt waren die Kritiken nicht besonders positiv. Aber immerhin fanden einige Tom Hardys Auftritt als Shinzon sehr beeindruckend.

Am 9. Dezember feierte "Nemesis" dann schließlich seine Weltpremiere am "Grauman's Chinese"-Theater in Los Angeles.

Am 13. Dezember war es dann endlich soweit: Der Film startete in Amerika und die letzte Reise einer Generation begann...

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Bitte bedenken Sie: Nur noch 4 Tage bis zum Deutschland-Start von "Star Trek X: Nemesis".

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(aw, STVC-Meldung vom 12.01.2003, Quelle: )


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