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Dunkles Zeitalter beherrschte das Universum

Zwei Drittel der kosmischen Energie besteht aus einer dunklen, bislang unbekannten Form, haben Astronomen berechnet. Die neue Schätzung beruht auf einer Zählung von weit entfernten Galaxienkernen. Mit einer hochempfindlichen Kamera auf dem Weltraumteleskop "Hubble" gelangen Aufnahmen sehr früher Lichtquellen, die das Ende des "Dunklen Zeitalters" des Universums bezeugen könnten.

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"Hubble"-Teleskop

"Mit dem "Hubble"-Teleskop können wir künftig bis zu jenem Zeitalter zurückblicken, in dem die Sterne und jungen Glaxien in bedeutender Zahl zu leuchten begannen", sagte Wissenschaftler Haojing Yan von der Universität Arizona beim jährlichen Kongress der US-Gesellschaft für Astronomie am Donnerstag in Seattle im Bundesstaat Washington, USA. Diese rund 13 Milliarden Lichtjahre entfernten Sterne markierten das Ende des "Dunklen Zeitalters", das bis etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall andauerte.

Nach den gängigen Theorien begann die Welt mit dem Urknall vor etwa 14 bis 16 Milliarden Jahren. Danach dehnte sich das Universum aus und kühlte ab, was rund eine halbe Milliarde Jahre dauerte. Während der nächsten 500 Millionen Jahre sammelte sich das abgekühlte Gas zu ersten Galaxien. Diese Zeit, in der das Licht von dem neutralen Gas weitgehend absorbiert wurde, nennen die Astronomen das "Dunkle Zeitalter". Es endete, als das Gas vom Licht der entstehenden Galaxien erneut ionisierte wurde. Fortan konnte ultraviolette Strahlung entstehen.

Die Hochleistungskamera ACS ("Advanced Camera for Surveys") des "Hubble"-Teleskops kann noch das Licht von sehr schwach leuchtenden Himmelkörpern einfangen. Bei diesen Sternen könnte es sich den Astronomen zufolge um Galaxien handeln, die entstanden, als das Universum sieben Mal kleiner war als heute - vorausgesetzt die Theorie der Ausdehnung des Universums stimmt. Die mit der "Hubble"-Kamera eingefangenen Bilder seien aber erst die berühmte Spitze des Eisbergs. Die Forscher setzen große Hoffnungen in das um vieles leistungsfähigere Nachfolge-Teleskop James Webb, das "Hubble" im Jahr 2010 ersetzen soll.


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