Um die Reisezeit zum Roten Planeten für bemannte Missionen auf 2-3 Monate zu verkürzen und sie damit realisierbar zu machen, plant die NASA nun, an Nuklear-Antrieben zu arbeiten. Am 28. Januar wird Präsident Bush während einer Ansprache an das amerikanische Volk dem Projekt hoffentlich offiziell "grünes Licht" geben und die damit verbundenen Gelder zur Verfügung stellen.
Die NASA möchte den Weg für eine bemannte Reise zum Mars mit nuklearen Antrieben ebnen. Die Entwicklung solcher Antriebe soll zu einer der Top-Prioritäten werden. Die amerikanische Weltraumagentur möchte die Finanzierung entsprechender Systeme mit umfangreichen Mitteln fördern. Nukleare Antriebe würden den Flug zum Mars auf ein Drittel verkürzen, damit wäre die Reise zum Mars nur noch zwei Monate lang.
Die Regierung hat bereits das Forschungs- und Entwicklungsprojekt für nukleare Antriebe aus der Taufe gehoben. NASA-Administrator Sean O'Keefe erwartet, dass durch Präsident Bushs Rede an das amerikanische Volk am 28. Januar das Projekt offiziell als eines der wichtigsten Projekte der NASA aufgewertet und es mit entsprechenden Mitteln ausgestattet wird. Das Projekt, wahrscheinlich soll es "Prometheus" heißen, wird derzeit mit 1 Mrd. Dollar für fünf Jahre finanziert. O'Keefe erhofft eine deutliche Auswertung der Mittel.
Schon jetzt wird von verschiedenen Seiten Kritik an diesem Programm geäußert. Neben den hohen Kosten und dem ungewissen Ausgang des Programms werden Umweltrisiken angeführt. "Die nuklearen Antriebe sollen auch erstmals innerhalb der nächsten zehn Jahre eingesetzt werden", sagte O'Keefe gegenüber der LA Times.
Allerdings wurden schon früher einige sehr ambitionierte Weltraumprogramme während Krisen gestartet. Und derzeit gibt es Befürchtungen in den USA, das Land könne zuwenig Ingenieure und Wissenschaftler ausbilden. Und ein solches Raumfahrtprogramm könnte mehr junge Leute dazu motivieren, technische Studiengänge zu ergreifen.

