Zwar konnte "Nemesis" am vergangenen Wochenende in Deutschland rund 475.000 Besucher in die Kinos locken, doch dies ist der mit Abstand schlechteste Start für einen "Das nächste Jahrhundert"-Film. In den USA sieht es nicht besser aus - dort befindet sich der Film auf einem lächerlichen 24. Platz.
"Nemesis" in Deutschland bedingt erfolgreich
Nach den mehr als erbärmlichen amerikanischen und britischen Kinozahlen ist "Nemesis" auch in Deutschland miserabel gestartet.
Zwar konnte das zehnte "Das nächste Jahrhundert"-Abenteuer am vergangenen Wochenende den ersten Platz der deutschen Kinocharts für sich beanspruchen, doch liegen die Besucherzahlen weit hinter denen der Vorgänger zurück.
Das letzte Abenteuer um Picard und Crew konnte 475.000 Besucher in die Kinos locken - weit entfernt von "Star Trek IX: Der Aufstand" mit 825.741 Besuchern, "Star Trek VIII: Der erste Kontakt" mit 768.586 Besuchern und "Star Trek VII: Treffen der Generationen" mit 558.011 Besuchern.
Auf Platz Zwei landete "Herr der Ringe 2" mit 380.000 Besuchern. Damit haben die "zwei Türme" bereits jetzt über 9,1 Millionen Besucher fesseln können und zählen zu einem der erfolgreichsten Filme in Deutschland. Damit nicht genug, konnten auch die "Gefährten" hinter sich gelassen werden, die zum selben Zeitpunkt "nur" 8.990.730 Besucher in die Kinos locken konnten.
Auf Platz Drei folgt der "Eminem"-Film "8 Mile" mit 300.000 Besuchern und insgesamt 2,1 Millionen Zuschauern nach 18 Tagen.
Neueinsteiger der Woche war "Das fliegende Klassenzimmer". Die Erich-Kästner-Verfilmung konnte 210.000 Zuschauer für sich gewinnen.
Die restlichen Filme der deutschen Kino-Top-Ten sind "Die Herrschaft des Feuers", "Sweet Home Alabama", "I Spy", "Reine Nervensache 2", "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" und "James Bond: Stirb an einem anderen Tag".
"Nemesis" in den USA bedingt ein Dauergast
In den USA steht es nicht viel besser um den zehnten "Star Trek"-Streifen. Dort legt der Film einen wahren Sturzflug hin. An seinem sechsten Wochenende fiel "Nemesis" von Platz 19 auf Platz 24 zurück und nahm erbärmliche 450.000 US-Dollar ein. Dies ist im Vergleich zum Wochenende zuvor ein Sturz von 56,7%. Entsprechende Konsequenz: Weitere 755 Kinosäle wurden gestrichen und der Film läuft jetzt in nur 1.022 Kinos. Mit durchschnittlich 440 US-Dollar pro Kino ist der Film der zweitschlechteste der US-Top-30. Mit insgesamt 42,5 Millionen US-Dollar in den USA wird der Film bei diesem Sturztempo um die 45 Millionen US-Dollar einnehmen können - mehr ist nicht drin.
Kommentar
Auch diese Woche alles beim alten. Der Deutschland-Start ist wie erwartet schlecht ausgefallen und "Nemesis" ist auf dem besten Wege, ein weltweiter Flopp zu werden.
Wir informieren Sie sofort, wenn neue Zahlen aus anderen Ländern wie Australien, Schweiz und Österreich abrufbar sind.
Unsere Kritik zu "Nemesis" verspätet sich um drei Tage.
UPDATE: Einnahmzahlen
Wie "Variety" berichtet, hat "Nemesis" in Deutschland 3,2 Millionen US-Dollar eingenommen und in Österreich 266.000 US-Dollar. In Deutschland wurde der Film in 800, in Österreich in 59 Kinosälen gezeigt.
"Der Aufstand" hingegen nahm aus nur 702 Kinos satte 8 Millionen US-Dollar ein. Insgesamt nahm "Der Aufstand" in Deutschland 16,6 Millionen US-Dollar ein - das Startwochenende entsprach also 48% der Gesamteinnahme. Sollte dies auch bei "Nemesis" zutreffen, wird der zehnte "Star Trek"-Kinofilm wohl rund 6,5 Millionen US-Dollar einnehmen können - ein mehr als lächerliches Ergebnis.
In Österreich war "Der Aufstand" ebenfalls weitaus besser und nahm 674.413 US-Dollar am Startwochenende ein und kam auf ein Gesamtergebnis von 1,2 Millionen US-Dollar.
Mit diesen Zahlen hat "Nemesis" damit weltweit inklusive USA nur 51,7 Millionen US-Dollar einnehmen können und ist weiterhin ein Riesenflopp für das Studio "Paramount".
(sl); STVC-Meldung vom 20.01.2003; Quelle:
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