Wir haben uns mit dieser äußerst langen Kritik zu "Star Trek Nemesis" sehr viel Zeit gelassen. Lesen Sie, was "Nemesis" zu dem schlechtesten "Star Trek"-Kinofilm bisher macht und wie es um "Star Trek" bestellt ist.
Die durchwegs negativen US-Kritiken scheinen sich nicht getäuscht zu haben, denn "Star Trek Nemesis" ist unserem Webmaster Shen Li zufolge "mangelhaft".
Heute ist seine langersehnte Kritik zum zehnten "Star Trek"-Kinostreifen online. Das extrem ausführliche Review mit Kolumnenteil finden Sie im Special "Nemesis - die Vergewaltigung von Star Trek geht weiter".
Im Folgenden finden Sie einige Auszüge aus dem Review. Die Einführung beginnt bereits nicht sehr verheißungsvoll:""Star Trek Nemesis" ist der schlechteste "Star Trek"-Kinofilm aller Zeiten. Er ist wie kein "Star Trek"-Film zuvor von solch einer Belanglosigkeit und Oberflächigkeit überzogen, dass man sich am Ende des Films fragt, was will "Nemesis" aussagen und war dieser Film wirklich nötig gewesen? Die Story von "Nemesis" ist zudem noch dünner als die von "Star Trek V: Am Rande des Universums"."Shen Li macht den Drehbuchautor John Logan, den Regisseur Stuart Baird und hauptsächlich Rick Berman für das Scheitern von "Star Trek Nemesis" verantwortlich: "Autor John Logan hat kein Gespür für tiefsinnige und spritzige Dialoge, darüber hinaus vermag er beim besten Willen keine komplexere Story schreiben zu können. Sowohl seine Story zu "The Time Machine" als auch die zu "Nemesis" sind banal, unglaublich voraussehbar und wenig spektakulär - jeder Tiefgang, sei es bei der Hochzeit, beim Shinzon-Part oder bei der Picard/Shinzon-Parallele, wird im Keim erstickt.
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"Star Trek"-Chef Rick Berman konnte keinen unpassenderen Regisseur engagieren als Stuart Baird. Ein Action-Regisseur, der keinerlei Kenntnisse von einer "Star Trek"-Serie besitzt, weiß schlicht und ergreifend nicht Charaktermomente - die Essenz einer jeden guten "Star Trek"-Story - einfühlsam einzufangen.
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Was Rick Berman zur Zeit mit "Star Trek" anstellt, ist mit einem Wort gut zusammengefasst: Vergewaltigung. Und nach der neuen Serie "Enterprise" findet die Vergewaltigung von "Star Trek" in "Nemesis" ihre Fortsetzung. Man muss sich nur die in Bermans Auftrag geschnittenen Szenen anschauen und feststellen, dass diese herausgeschnitten wurden, um "Nemesis" nicht nur temporeicher, aber umso massenmarkttauglicher zu machen." Trotz allem gibt es auch positives anzumerken, besonders fasziniert ist Shen Li vom Auftritt von Admiral Janeway:"Sehr positiv ist auch der grandiose, aber leider sehr kurze Auftritt von Admiral Janeway. Die Schauspielerin Kate Mulgrew vermag auch im Kino zu überzeugen und man wünscht sich für den kommenden elften Film, sollte es je diesen geben, einen "Star Trek"-Kinofilm mit der "Raumschiff Voyager"-Crew. Denn "Raumschiff Voyager" erfüllt alle Anforderungen, die Serie hat sehr gute Darsteller, spricht als Einzelepisoden-Serie auch das Massenpublikum an, ohne die "Star Trek"-Werte ablegen zu müssen, und hat durchwegs sympathische und vielfältige Charaktere. Welche "Star Trek"-Fans auch immer auf die Idee kommen, die "Deep Space Nine"-Crew in die Kinos schicken zu wollen, es wird nicht klappen, weil "Deep Space Nine" weder eine sympathische Crew aufweisen kann noch in irgendeiner Form für das breite Kinopublikum zugänglich ist. "Raumschiff Voyager" gehört die Zukunft, das zeigt klar der Auftritt von Janeway in "Nemesis"." Insgesamt bewertet Shen Li "Star Trek Nemesis" mit der Note 5+ und schreibt als Fazit:"Als Abschluss-Film für die "Das nächste Jahrhundert"-Ära gedacht, vermag "Nemesis" diesem Anspruch nicht einmal im Ansatz gerecht zu werden. Die Story ist zu dünn, zudem auch noch arg gekürzt und ist an vielen Stellen nur bedingt nachvollziehbar. Dem zehnten "Star Trek"-Kinofilm fehlen Charaktermomente, Tiefgang und eine bessere Inszenierung. Produktionstechnisch gesehen gibt es nichts zu beanstanden. "Star Trek Nemesis" ist als "Star Trek"-Kinofilm ausreichend, als Abschlussfilm für eine solch erfolgreiche TV-Generation ist er jedoch schlicht und ergreifend mangelhaft ... Note 5+" Das komplette Review finden Sie unter diesem Link.
(ad); STVC-Meldung vom 27.01.2003; Quelle:
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