Die amerikanische Raumfähre "Columbia" ist am Himmel über Texas explodiert. Die Raumfähre, welche im Vorfeld für Schlagzeilen sorgte, da sie einen israelischen Astronauten an Bord hat und man somit terroristische Angriffe befürchtete, hat eine Besatzung von 7 Mitgliedern, die alle ums Leben kamen.
Nach 16 Tagen im All ist der Funkkontakt zum Space Shuttle "Columbia" heute abgebrochen. Zeugen berichten von einem lauten Knall und in der Tat bestätigt ein Beamter der NASA im Bodenkontrollzentrum Houston dem Nachrichtensender CNN: "Das Shuttle ist verloren".
Ein terroristischer Angriff halte man indes jedoch für "höchst unwahrscheinlich", da die Höhe, auf der das Shuttle flog, jenseits der Reichweite möglicher Angriffe lag.
Die NASA hat unterdessen den Notfall ausgerufen. In den Städten Dallas und Fort Worth in Texas wurden Anwohner vor plötzlich herabstürzenden Trümmerteilen gewarnt. Da die Trümmerteile teilweise giftiges Material enthalten, sollten sie der Behörde gemeldet und auf keinen Fall berührt werden.
Die "Columbia" flog zur Zeit des Unglücks in 60.000 Metern Höhe und mit 20.000 Kilometern pro Stunde. CNN strahlte Bilder von einer explodierten Fähre aus, die brennend sich auf dem Sturzflug befindet.
Der letzte Kontakt war gegen 15 Uhr gewesen. Ursprünglich sollte die Raumfähre um 15:16 Uhr landen. An Bord waren sechs Amerikaner, darunter zwei Frauen und der israelische Astronaut Ilan Ramon. Für viele war es der erste Weltraumeinsatz.
Die "Columbia"-Katastrophe darf wohl zu einer der schlimmsten Katastrophen der NASA-Geschichte gezählt werden. In den 42 Jahren war keine einzige Fähre bei der Rückkehr verloren gegangen. 1986 explodierte die Raumfähre "Challenger" kurz nach ihrem Start.
Die NASA hat im Vorfeld bereits verschärfte Sicherheitsmaßnahmen getroffen, da sie einen terroristischen Anschlag wegen des israelischen Astronauten befürchtet hat. So erfuhr die Presse diesmal nichts vom Landetermin des Shuttles.
Von anfangs vielen technischen Problemen geprägt, war die "Columbia" dann endlich am 16. Januar ins All gestartet, um mehr als 80 Experimente in der Schwerelosigkeit durchzuführen (wir berichteten).
Das ganze Team von "Star Trek Voyager Center" drückt den Familien und Angehörigen in dieser schweren Zeit sein herzlichstes Beileid aus.
(sl); STVC-Meldung vom 01.02.2003; Quelle: Spiegel Online
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