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"Star Trek"-Stars äußern sich zu AIDS

Mit der heutigen Premiere der Episode "Stigma" melden sich viele Mitglieder der "Star Trek"-Familie zu Wort und diskutieren über die AIDS-Aufklärung. "Stigma" wird heute um die gewohnte Zeit auf dem US-Sender UPN ausgestrahlt.

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"Stigma"

Die Ausbreitung von HIV/AIDS ist etwas, das nicht unter den Teppich gekehrt werden darf, so Jolene Blalock (spielt T'Pol in "Enterprise") zufolge, die sagt, dass das Problem genauso schwerwiegend ist wie während der 80ziger Jahre.""Es ist noch immer eine Krise", erzählt sie "TV Guide Online". "Unsere nächste Generation muss in Sachen AIDS-Aufklärung erzogen werden. Ich fühle mich geehrt, etwas mit dieser Erziehung zu tun zu haben"."Die Schauspielerin kennt AIDS aus erster Hand.""AIDS kenne ich nur zu gut. Als ich während der Dreharbeiten zu der "Diamond Hunters"-Miniserie mit Sean Patrick Flannery und Alyssa Milano in Südafrika stationiert war, fuhren wir an Städten vorbei, die von Armut überzogen sind. Jeder 10. hat AIDS. Es geht sogar soweit, dass die Leute glauben, sie würden infiziert werden, wenn sie mit einer Jungfrau schlafen. Es ist keine ausgedachte Geschichte, es ist die Wirklichkeit"."In der heutigen Episode von "Enterprise" entdeckt T'Pol, dass sie mit dem AIDS-ähnlichen "Pa'nar"-Syndrom infiziert ist. Auslöser war eine erzwungene Gedankenverschmelzung. Als Doktor Phlox versucht, Rat bei den vulkanischen Ärzten zu holen, ist er schockiert von deren Zurückhaltung dem Pa'nar-Syndrom gegenüber.

Ausführender Produzent Brannon Braga, der "Stigma" zusammen mit Rick Berman schrieb, sagt, dass es nicht das Ziel der Episode ist, das letzte Wort zu der Thematik zu äußern, sondern vielmehr das Sciencefiction-Medium zu nutzen, um die Zuschauer zu erziehen.""Wenn wir nur einen oder zwei Menschen zum Nachdenken anregen, eine Diskussion im Klassenraum einleiten oder was auch immer bewirken können, dann haben wir unser Ziel erreicht", erzählt er der "Baltimore Sun". "Die Gefahr besteht nicht darin, dieses Thema anzusprechen, sondern dass man Leute völlig unerwartet mit diesem Thema verletzen kann".""Stigma" kommt 15 Jahre nach dem ersten gescheiterten "Star Trek"-Versuch, das Thema HIV/AIDS indirekt anzusprechen. David Gerrolds erstes "Das nächste Jahrhundert"-Drehbuch mit dem Namen "Blood And Fire" ging auf AIDS ein und beinhaltete den ersten homosexuellen Charakter von "Star Trek". Leider hat dieses Drehbuch es nie auf die TV-Bildschirme geschafft.""Auch wenn ich mich freue, dass "Star Trek" es endlich geschafft hat, eine Show über AIDS herauszubringen, bin ich der Meinung, dass dies 1987 eine größere Wirkung erzielt hätte", sagt Gerrold. "1987 gab es keine verlässliche Behandlungsmethode für AIDS. Es war eine tödliche Krankheit. Und sie hatte gewaltige Konsequenzen für den Betroffenen nach sich gezogen. So wurden diese als "lebende Tote" betrachtet und wie Aussätzige behandelt"."Das original Jolene-Blalock-Interview ist unter diesem Link auf "TV Guide" online, während weitere Kommentare von Braga und Gerrold unter diesem Link auf "Baltimore Sun" abgerufen werden können.

(sl); STVC-Meldung vom 05.02.2003; Quelle: TrekToday [1143 Aufrufe; 0 Kommentare]

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