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Das Rätseln um den Grund des Absturzes geht weiter

Die US-Raumfahrtbehörde NASA untersucht nach eigenen Angaben, ob der Absturz der Raumfähre "Columbia" nicht doch auf eine Kollision mit einem Gegenstand im All zurückgeht. Ein Sprecher der NASA sagte am Sonntag am "Johnson Space Center", Radar-Aufnahmen des US-Militärs vom Tag nach dem Start zeigten einen Gegenstand, der sich langsam von der "Columbia" wegbewege.

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"Columbia"-Aufnahme

Neun Tage nach dem Absturz der "Columbia" ist die US-Raumfahrtbehörde bei der Aufklärung der Unglücksursache noch nicht groß weiter gekommen. Jedoch erhofft sich die NASA neue Aufschlüsse von den Überresten der Raumfähre. Zu den sicher wichtigsten Stücken unter den insgesamt 12.000 geborgenen Trümmern zählt eine am Sonntag entdeckte Tür mit hydraulischem Schließmechanismus, die offenbar zur Einstiegsluke gehört.

Zudem wurde der 60 Zentimeter lange Teil eines Flügels, an dem sich noch Hitzeschutzkacheln befinden, sowie die 135 Kilogramm schwere Abdeckung eines Fahrwerksgehäuses von den Suchmannschaften geborgen. Diese Stücke könnten eine zentrale Rolle spielen: An der linken Tragfläche der "Columbia" und besonders im linken Fahrwerksschacht hatten Sensoren wenige Minuten vor dem Abbrechen der Funkverbindung einen auffälligen Temperaturanstieg registriert.

Von der Schaumstofftheorie ist die Nasa in der vergangenen Woche nun endgültig abgerückt. Stattdessen konzentrieren sich die Ermittler mittlerweile auf Daten, die ein Militärradar einen Tag nach dem Start der "Columbia" sammelte. Darauf soll ein Objekt zu erkennen sein, dass sich mit hoher Geschwindigkeit vom Space Shuttle entfernt.

Bisher ist jedoch noch unklar, worum es sich bei dem Gegenstand handeln könnte. Nach Angaben des Ex-Admirals Harold Gehman, der die Untersuchungskommission leitet, könnte es ein Eisbrocken sein, der sich von der Abwasserklappe der "Columbia" löste. Diese Öffnung dient der Entsorgung von Urin und Wasser aus den Brennstoffzellen des Shuttle. Nur wird die Flüssigkeit normalerweise zerstäubt und tritt in Form kleiner Eiskristalle aus.

So ein unentdeckter Eisbrocken an der "Columbia" könnte, so die NASA, beim Zünden des Antriebs den Flügel beschädigt haben. Bislang ist dieses Szenario aber nur eines von vielen, die von den Ermittlern überprüft werden. Immerhin scheint sich der Verdacht zu bestätigen, dass die Ursache des Unglücks an der linken Tragfläche zu suchen ist: Die verschwommene Aufnahme eines Militärteleskops, die kurz vor dem Absturz entstand und am Wochenende von der Nasa veröffentlicht wurde, zeigt offenbar Schäden auf dieser Shuttle-Seite.


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