Am letzten Wochenende startete "Star Trek Nemesis" nun auch in Austalien und nahm dort zu Beginn 778.000 US-Dollar ein. In Deutschland liegt der Film zur Zeit auf Platz 7 der Kino-Charts. Insgesamt liegen die Einnahmen nun bei 60 Millionen US-Dollar weltweit.
"Star Trek Nemesis" startete vergangenes Wochenende in Australien und sprang dort laut dem Handelsblatt "Variety" auf Platz 1 der Kinocharts. In insgesamt 177 Kinos wird der Film dort gezeigt, nahm am Startwochenende 788.000 US-Dollar ein und legte damit keinen schlechten, aber sehr enttäuschenden Start hin, denn "Star Trek: Der Aufstand" startete 1998 in nur 139 Kinosälen und nahm in der kompletten ersten Woche 1.702.532 US-Dollar dort ein - ein Ergebnis, dass "Nemesis" nicht mehr toppen wird. Interessant: "Australien ist traditionell der drittgrößte "Trekkies"-Markt hinter Deutschland", so der Journalist Don Groves.
In Deutschland fällt "Nemesis" weiter und hat nun insgesamt 7,4 Millionen US-Dollar eingenommen und rangiert diese Woche auf Platz 7 der Kinocharts und verlor im Vergleich zur Vorwoche einen weiteren Rang, bedingt durch den Neustart "Anatomie 2".
Hier die aktuellen Top 10 aus Deutschland (in Klammern die Platzierung der Vorwoche):
1. "Catch Me If You Can" (1)
2. "Anatomie 2" (neu)
3. "My Big Fat Greek Wedding" (2)
4. "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" (3)
5. "Das fliegende Klassenzimmer" (4)
6. "Ghost Ship" (5)
7. "Star Trek Nemesis (6)
8. "Spy Kids 2" (8)
9. "8 Mile" (7)
10. "Groupies Forever" (neu)
In Großbritannien nahm der Film bisher 7,7 Millionen US-Dollar ein und befindet sich hier kurz vor dem Auslaufen in den Kinosälen. In den USA ist "Nemesis" zur Zeit auf einem erbärmlichen 54. Platz und es dauert nicht mehr lange, dann ist auch hier der Film nicht mehr der Rede wert. Insgesamt hat "Nemesis" in den USA läppische 42,9 Millionen US-Dollar eingenommen und dürfte mit einem Endeinspielergebnis von mageren 43 Millionen US-Dollar seinen Status als der größte "Star Trek"-Flopp endgültig bestätigen.
Man darf festhalten, dass "Nemesis" nicht nur in den USA, sondern auch in anderen Ländern weit hinter seinen Vorgängern liegt, haben diese doch in allen Ländern jeweils um das Doppelte eingenommen (wir berichteten mehrmals). Auch in Australien ist der zehnte "Star Trek"-Kinofilm weit hinter den Erwartungen zurück.
Dies bringt "Nemesis" auf eine weltweite Gesamteinnahme (inklusive USA) von ca. 60 Millionen US-Dollar - damit hat der Film gerademal seine Produktionskosten eingenommen.
Die Marketingkosten von zusätzlichen 33 Millionen US-Dollar wird der Film höchstwahrscheinlich durch DVD/VHS-Erlös wieder hereinbekommen, doch da die Studios nur die Hälfte verdienen und der Film bei 90 Millionen US-Dollar Umsatz (93 Millionen US-Dollar Produktion- und Marketingkosten) nur 45 Millionen US-Dollar für das Studio wieder einbringt, macht dieses mit "Star Trek Nemesis" einen großen Verlust.
"Star Trek Nemesis" ist somit der erste "Star Trek"-Kinofilm, der nicht profitabel ist. Ein weiterer Film steht mehr denn jemals zuvor in den Sternen. Warum dies so ist und warum "Nemesis" so ein großer Flopp geworden ist, lesen Sie in unserer allseits beliebten Kolumne/Kritik "Nemesis - die Vergewaltigung von Star Trek geht weiter".
(ad); STVC-Meldung vom 11.02.2003; Quelle: trekweb.com
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