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Forscher überprüfen mögliche Alien-Signale

Über vier Millionen PC-Nutzer in aller Welt haben sich seit 1999 im Projekt "Seti@home" per Internet an der Suche nach Radiosignalen eventuellen außerirdischer Zivilisationen beteiligt. Nun werden ab dem 18. März Forscher des "Seti@home"-Teams mit der 300 Meter großen "Arecibo"-Radioantenne in Puerto Rico die 150 besten Kandidaten, die das Projekt bislang geliefert hat, erneut überprüfen.

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Das Projekt

24 Stunden haben die "SETI@home"-Wissenschaftler bekommen, um 150 mögliche Kandidaten für außerirdische Signale erneut mit dem Arecibo-Radioteleskop zu überprüfen. Die Chancen, dabei wirklich auf ein Signal außerirdischen Ursprungs zu stoßen, liegen 1 zu 10.000, so Dan Werthimer, der Sonntag nach Puerto Rico aufbrechen wird. Vom 18.-20. März laufen die Untersuchungen, die Werthimer mit Paul Demorest und Eric Korpela durchführen wird.

Veröffentlicht werden die Ergebnisse in zwei bis drei Monaten. Die Namen, der an der Berechnung beteiligten User, werden im Internet veröffentlicht. Mit 1000 bei Astropulse, erstes Testprogramm des "SETI@home"-Nachfolgeprojekts BOINC ("Berkeley Open Infrastructure for Network Computing"), eingetragenen Usern, könnten, laut David Anderson, die Nachuntersuchungen der 150 Signale in nur wenigen Tagen abgeschlossen sein.

Die ausgewählten Punkte zeichnen sich beispielsweise durch auffällig starke Signale aus oder durch solche, die mehr als einmal am selben Ort aufgetreten sind, oder sie liegen in der Nähe eines Sterns, der Planeten hat.

Der Chefwissenschaftler des Rechenvorhabens war in den vergangenen elf Jahren schon mehrmals in Puerto Rico, um mutmaßliche außerirdische Funker zu entlarven - bislang ohne Ergebnis. Trotz der Enttäuschungen vertrauen die Forscher weiter auf die geballte Rechenkraft, die aus der Vernetzung zahlloser privater Computer entsteht. Nie zuvor, so das Team, kam so viel Leistung bei der Signalanalyse zum Einsatz. Wer sonst sollte also die Außerirdischen entdecken?

"Dies ist ein Meilenstein für das Projekt", sagt David Anderson, der Leiter von "SETI@home". Dennoch will er keine zu großen Hoffnungen wecken. Die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich ein Signal von Außerirdischen dabei sei, sei gering.


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