Wie eine neue Analyse der University of Pennsylvania in Philadelphia ergab, ist unser Universum offenbar doch ringförmig und überraschenderweise kleiner als bisher angenommen. Dies würde bedeuten, dass man geradeaus reisend irgendwann zu seinem Ausgangspunkt zurückkehre, so der Physiker Max Tegmark.
Als Basis für diese in einem Fachaufsatz veröffentlichte These zog das Forscherteam eine neue Messung der kosmischen Hintergrundstrahlung, eine Art Echo des Urknalls, heran. Tegmark verglich die vom NASA-Satelliten "WMAP" erstellte Messreihe mit einer Art "Babyfoto" unseres Kosmos und sah darin Bestätigung für die landläufige Theorie des "Big Bang".
Die Daten zeigten einen "Cut-Off", womit der leitende Physiker fehlende Temperaturschwankungen der Hintergrundstrahlung oberhalb eines Winkels von 60 Grad bezeichnete. Dies führe zu dem Schluss, dass die Ausdehnung des Kosmos endlich sei, als Vergleich führte er eine Gitarrensaite an, welche ja auch keine grösseren Schwingungen als ihre eigene Länge aufweisen könne.
Die größten Temperaturschwankungen zeigten sich entlang einer konstanten Linie am Himmel. Nicht ausschließen wollte Tegmark hier eine statistische Schwankung, welche für dieses Ergebnis verantwortlich sei, jedoch mutmaßte er, dass dies auf ein ringförmiges Universum hinweise.
Schon öfters wurde ein solches Modell des Weltalls beschrieben, der letztendliche schlüssige Beweis konnte aber nicht erbracht werden. Die befremdliche Vorstellung, sich trotz einer geradlinigen Bewegung immer im Kreis zu reisen, beweist einmal mehr, wie viel es noch in diesem Forschungsfeld zu entdecken gibt.

