Bei Untersuchungen an dem Pulsar "B1957+20" stießen Forscher auf eine ausgedehnte Teilchenwolke, welche Röntgenstrahlung aussendet. Diese Entdeckung wird möglicherweise das Verständnis der seltsamen Himmelsobjekte verändern.
Der Pulsar ist der Überrest einer gigantischen Sternexplosion, welche sich bereits vor über einer Milliarde Jahren ereignete. Er gehört damit zu den ältesten Vertretern seiner Art.
Das bizarre Objekt bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von annähernd einer Million Stundenkilometer durch unsere Galaxis und dreht sich 1600 Mal pro Sekunde um die eigene Achse. Das war nicht immer so: Nur durch die "Infusion" mit Gas eines Nachbarplaneten nahm die Eigenrotation wieder zu.
Diese versetzt den Pulsar auch heute noch in die Lage, hochenergetische Teilchen auszusenden. Auch die unglaubliche Geschwindigkeit versetzte die Wissenschaftler der Niederländischen Organisation für Astronomische Forschungen "Astron" in Aufregung.
Typischerweise erzeuge der Pulsar eine Schockfront bei seiner Reise, allerdings bestätigten Messdaten des Satelliten "Chandra" eine zweite dieser Art. Jene werde, so Chef-Wissenschaftler Benjamin Stappers, wiederum von den hinaus katapultierten Teilchen erzeugt. Astronomen könnten nun Theorien über Pulsarwinde und die Wechselwirkung mit interstellarem Gas überprüfen, meinte der Wissenschaftler.
"B1957+20" ist in wissenschaftlichen Kreisen auch bekannt als die "schwarze Witwe", da die ausgesandte hochenergetische Strahlung das benachbarte Gestirn förmlich verdampft.

