In relativ gutem Zustand fanden Suchtrupps in der Nähe von Hemphill (Texas) den OEX ("Orbital Experiments Recorder") der "Columbia", welcher einige Schlüsselinformationen zum Unglück enthalten könnte. Bislang ist noch unklar, ob die Daten des Rekorders wiederhergestellt werden können. Falls dies aber der Fall sein sollte, könnte das CAIB wichtige Informationen des Wiedereintritts enthalten.
Die "Columbia" war die einzige Raumfähre, die mit einem OEX ausgestattet war. Der Rekorder startete seine Aufzeichnungen 10 Minuten bevor das Shuttle die oberen Schichten der Erdatmosphäre erreichte und läuft normalerweise ein bis zwei Stunden. Er wird nun im "Johnson Space Center" untersucht, wo man hofft, die Daten wiederherstellen zu können.
Das 2.800 Meter lange Magnetband könnte Daten über Temperaturveränderungen, Luftdruck und Vibrationen aus der Phase liefern, bevor die "Columbia" auseinanderbrach. Das (OEX) schaltet sich normalerweise beim Start und dann erst wieder kurz vor Wiedereintritt der Raumfähren in die Erdatmosphäre ein.
NASA-Sprecher James Hartfield rechnet frühestens Ende nächster Woche mit Ergebnissen der Black-Box-Analyse. Bereits Mitte dieser Woche hatte Nasa-Chef Sean O'Keefe spekuliert, dass die Katastrophe durch eine unglückliche Verquickung mehrerer Faktoren ausgelöst wurde: Hardwareprobleme, Fehler bei Prozessen in der Flugphase sowie unkorrekte Einschätzungen. Frühestens im Herbst könnten die Shuttle-Flüge wieder aufgenommen werden.
Bei dem Absturz der Raumfähre kurz vor der Landung am 1. Februar kamen alle sieben Astronauten an Bord der "Columbia" ums Leben.

